Island, eine Trauminsel ... die größte Vulkaninsel der Welt. 

Dagmar mit dem Suzuki
Dagmar mit dem Suzuki

Freunde von uns sind soeben abgereist nach Island. Uns standen Tränen in den Augen, weil wir nicht mitreisen konnten. Aber...


...wir schreiben das Jahr 1988.

Dagmar und Anni besuchen die Insel Island


Unser Ziel gilt Island. Natürlich mit dem eigenen Allradwagen. Extra dafür erstanden, denn wir möchten die Insel intensiv umrunden und auch durchqueren.

Island, für uns eine Insel der Superlativen: Feuer und Eis, Gletscher und Lava, Geysire und heiße Quellen, Wasserfälle und Fjorde.

30 aktive Vulkane befinden sich auf der Insel, die genau auf der Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Eurasischen Platte liegt - Erdbewegungen gehören da zum Alltag. Vor 20 Millionen Jahren tauchte Island aus dem Meer auf. Und wir erst im Jahre 1988!

Island ist erdgeschichtlich gesehen also noch sehr jung –  und  seitdem in ständiger Veränderung durch den Vulkanismus, die Gletscher und die Erosion. Wie nirgends sonst in Europa findet man in Island unberührte Landschaften, die diesen Kräften ausgesetzt sind. Grüne Täler mit kristallklaren Bächen, umsäumt mit leuchtend grünen Moosen, wechseln sich mit wüstenhaften schwarzen Geröll- und Lavafeldern ab. Zischende, brodelnde und dampfende Hochtemperaturgebiete leuchten in allen Farben des Regenbogens. Einsame Seen, tiefe Canyons und schroffe Berge und Vulkane treffen direkt auf riesige Gletscher mit faszinierenden Eishöhlen. Und überall auf Island gibt es spektakuläre Wasserfälle. Es ist nahezu unmöglich, die besondere Schönheit und Magie der isländischen Landschaften auch nur annähernd zu beschreiben. Man muss sie einfach selbst gesehen und erlebt haben. Und das haben wir! Und nochmal sogar im Jahre 2002. Und hoffentlich bald wieder!

Island liegt im Nordatlantik südöstlich von Grönland knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises. Geografisch gesehen gehört das Land zu Europa, aus geologischer Sicht allerdings zu Europa und Nordamerika, da mitten durch die Insel die Nahtstelle beider Kontinentalplatten verläuft, die pro Jahr rund 2 cm auseinanderdriften. So wächst Island auch heute noch und ist vulkanisch hoch aktiv. 

Für Selbstfahrer und Mobilisten ist wichtig:

Auf Island gibt es  etwas, was das Autofahren besonders schwierig machen kann: das Wetter. Starker Regen, heftige Sandstürme, plötzliche Schneefälle. Mit solchen Überraschungen muss man in Island rechnen. Vor allem im Hochland sind aktuelle Wettervorhersagen  wichtig für die Tourenplanung. Sollte eine Straße oder Piste gesperrt sein – das wird durch Verkehrszeichen oder andere Hinweisschilder angezeigt – sollte man in keinem Fall einfach weiter fahren.

Ein großer Teil von Islands Straßen im Landesinnern sind „Gravel Roads“. Findet man in der Straßenkarte eine Straßennummer mit einem F vor der Zahl, ist das eine Hochlandpiste, die nur für Allrad-Fahrzeuge zugelassen ist. Verkehrsschilder weisen darauf hin, ab wann ein Allradfahrzeug nötig ist. Diese Zeichen sollte man ernst nehmen, sonst könnte die Tour an der nächsten Furt zu Ende sein. Überall auf Island gilt: das Fahren abseits der Straßen und Pisten ist streng verboten. Bei der fragilen Natur Islands würde man die Pflanzen und die dünne Humusschicht zerstören, was zu verstärkter Erosion führt – die Regeneration der zerstörten Pflanzen dauert Jahrzehnte.

Überall im Hochland müssen Flüsse gequert werden. Wer das noch nie gemacht hat, sollte mit aller Vorsicht vorgehen. Beim Furten gilt dann: alle Geländehilfen zuschalten, im ersten Gang langsam, aber ohne anzuhalten, durchfahren. Breitere Flüsse sollte man niemals allein versuchen – nur ein weiteres Fahrzeug kann im Ernstfall helfen. Bei Rundtouren sollte man daran denken, dass ein Gletscherfluss, der am frühen Morgen einfach zu durchfahren war, am Abend durch das Schmelzwasser des Tages ein reißender Strom sein kann.

Die meisten außerhalb größerer Orte sind Selbstbedienungs-Tankstellen. Hier kann man nur mit Kreditkarte, EC-Karte oder per Bargeldautomat zahlen. Für Karten braucht man in jedem Fall eine vierstellige PIN-Nummer.  Und wenn es ins Hochland geht, sollte man in jedem Fall vorher volltanken. Im Hochland gibt es keine Tankstellen. In den Berichten (Links unterhalb) wird darauf hingewiesen!

Ländername: Republik Island
Lage: größte Vulkaninsel der Welt, grenzt an den nördlichen Polarkreis
Größe: 103.000 qkm
Bevölkerung: 313.376 Einwohner
Bevölkerungsdichte: 2,8 Einwohner je qkm
Hauptstadt: Reykjavik, 117.721 Einwohner
Landessprache: Isländisch
Klima: kühl und gemäßigt
Religionen. 96 %  evangelisch-lutherisch, 1,7 % katholisch
Unabhängigkeit: seit 17.06.1944 von Dänemark
Währung:  isländische Krone = 100 Aurar
Notruf: 112
Zeitzone: Greenwich - Zeit, d. h. MEZ -2 Std. im Sommer, -1 Std. im Winter
Straßenverhältnisse: Ringstraße zu über 95 % asphaltiert, sonst Schotterpisten
Autofahren: auch am Tage Abblendlicht einschalten
höchste Erhebung:  Hvannadalshnukur (2119 m)
wichtigste Flüße: Thjorsa, Jökulsa a Fjöllum, Hvita
größter Gletscher: Vatnajökull mit 8.000 qkm, auch Europas größter Gletscher
bekannteste Geysire: Stokkur, Stori Geysir
heiße Quellen: 150 Thermalgebiete und ca. 700 heiße Quellen
Solfatarenfelder:  14
Vulkane: 200 (statistisch ca. alle 5 Jahre eine Eruption)
Landschaft: 65 % Ödland, 12 % Gletscher, 20 % Gras- u. Weideland, 3 % Binnenseen
Küstenlinie:  4.970 Kilometer
wichtigste Exportgüter: Fisch- und Meeresprodukte, Aluminium, Ferrosilizium
Meere: Atlantik, Grönlandsee, Norwegische See
meiste Tiere: Schafe, Islandpferde, Meeresfische, Meeresvögel, Seehunde, Rentiere
meiste Pflanzen:  viele Moosarten und Flechten, Buschgewächse, Krautpflanzen
Lieblingsessen: Fisch- und Lammgerichte, Wildgeflügel, Skyr (quarkähnlich)
Lieblingsgetränk: Kaffee, Wasser, (Alkohol ist teuer)
Sport und Freizeit: Angeln, Reiten, vielfältiger Wassersport, Wandern, Gletscherbegehungen
Anreise per Flugzeug: Flughafen Keflavik bei Reykjavik
Anreise per Schiff: Smyril-Linie mit Fährschiff Norröna ab Hanstholm/DK über  Färöer-Inseln nach Seydisfjördur/Island (wöchentlich)
Unterkünfte: es gibt vielerorts Hotels, Gästehäuser, Jugendherbergen und Hütten sowie Bauernhöfe mit Ferienunterkünften, in den Sommermonaten Campingplätze

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