Norddeutsches Tiefland 2012 - Windmühlen


Galeriemühle © www.Travelmaus.de
Galeriemühle © www.Travelmaus.de

Glücklicherweise trifft man heute noch überall in der windreichen Nordseeregion auf diese urigen Bauten, die zumeist aus dem 18. und 19.Jhdt. stammen, in mehr oder weniger gutem Zustand. Manche sind baufällig, einige zu Wohnraum umgebaut wie die Sophienmühle in Neugarmsiel, aber viele sind noch gut erhalten oder restauriert worden. Auf der friesischen Mühlenstraße rund um den Jadebusen kann man 10 sehr gut erhaltene Windmühlen besuchen. Die meisten sind imposante Holländermühlen mit Galerie. Sie sind von Frühjahr bis Herbst öffentlich zugängig und in der Regel noch funktionstüchtig.

Ein besonderer Höhepunkt ist im wahrsten Sinne die Vareler Mühle. Mit ihren 5 Stockwerken und 30 Metern ist die Holländermühle außergewöhnlich hoch. Die Höhe und eine Flügellänge von 24 Metern machen die Mühle leistungsfähig. Der größte von vier Mühlsteinen ist gleichzeitig der größte bekannte Mühlstein überhaupt. Er hat einen Durchmesser von 2,05 Metern und wiegt 4 Tonnen. 

In der Nähe von Neustadtgödens liegen zwei Mühlen. Die einzige Wasserschöpfmühle der Gegend ist die Wedelfelder Mühle von 1844. Hier können Sie zwei archimedische Schrauben ganz aus der Nähe betrachten und sich ihre Funktionsweise erklären lassen. Etwas nördlich steht die Oberahmer Peldemühle von 1764. Sehenswert ist auch der Kräutergarten, der auf eine alte Geschichte zurückgeht: Dem friesischen Brauch zufolge, der besagt, dass ein Bauwerk nur dann standhält, wenn etwas Lebendiges miteingebaut wurde, wollten die Bauarbeiter eine lebendige Katze im Fundament vergraben. Der Bauherr rettete das arme Wesen und versprach statt dessen einen Kräutergarten anzulegen, um die Bauarbeiter zu beschwichtigen.

Ein Umweg nach Jever lohnt sich wegen der Schlachtemühle von 1846 und dem zugehörigen Landwirtschaftsmuseum. Der Weg führt auf dem Weg nach Wilhelmshaven an der ältesten Mühle der Route in Accum vorbei. 1746 erbaut war sie bis 1986 noch in Betrieb. Heute dient sie mit Ausstellungen und Veranstaltungen als Ort der Kultur. 

Wer aber noch mehr Mühlen besichtigen möchte fährt schnurstracks nach Norden. In Horumersiel ist die Stumpenser Mühle von 1816 noch sehr gut erhalten. Sie beherbergt heute ein Restaurant. Die meisten Mühlen sind ab April geöffnet. 

Quelle: www.die-ganze-nordsee.de/muehlenstrasse.html

 

 

 

 

www.friesische-muehlenstrasse.de

www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de

www.muehlen-dgm-ev.de/karten/niedersachsen