Norwegen/Schweden  - Tagebuch 1. Woche  5.-11.Mai 2014



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Tagebuch 01 -  5.Mai 2014

Abfahrt/Ziel: Willich-über Barßel-Fehmarn

Tages-KM: 0km + 320 km + 360 km

Ereignis: Umweg über Barßel aus privaten Gründen.

Stellplatz: Barßel, Saterland N53.16858° E07.73277°

Stellplatz: Johannisberg, Fehmarn 54°30'03''N, 11°10'44''O 

Infos: Probleme, ins Internet zu kommen! (Internet-Stick)

Fähre: Wischhafen-Glückstadt 15,50€ incl. 2 Personen/WoMo<6m

..auf dem Weg nach Fehmarn!
..auf dem Weg nach Fehmarn!

Endlich Urlaub...

 

klar, wir machen ja nix mehr sonst als Rentner, denken viele. Und jetzt reden die auch noch von "endlich Urlaub". Habt Ihr, liebe Leser, eigentlich eine Ahnung, wie anstrengend es ist, dauernd putzen zu müssen? Oder den Garten neu zu gestalten, oder zu streichen, oder, oder, oder? Kommt Ihr erst mal in unsere Jahre... lach...!  Und so sind wir sehr erleichtert gewesen, dass wir uns am Samstag endlich in unsere "Mücke" schwingen konnten und niemand uns am losdüsen gehindert hat - auch nicht ein weiterer klemmender automatischer Rolladen am Haus.  

Wir sind ganz bewußt nach Barßel gefahren, obwohl Friesland/Saterland ja eigentlich nicht der direkte Weg nach Schweden ist. Aber uns war danach. Erstens ist der kleine Hafenplatz mit mittlerweile 18 Stellplätzen, dem Kanal vor der Nase, samt klitzekleinem Leuchtturm, schon eine Reise an sich wert. Dazu kommt, dass sich hier viele Camper kennen, weil Stammgäste hier. Und so ist es nichts Aussergewöhnliches, dass man draussen zusammensitzt, Kaffee und Kuchen, von Monika der Hafenmeisterin und Rolf, spendiert bekommt und stundenlang quatscht. Man lernt natürlich auch neue Menschen kennen und tauscht Tipps und Tricks aus. Aber wem sage ich das - das kennt ja jeder Wohnmobilist.

 

Wir hatten 2 Tage lang Spass, Sonne und kalten Wind, und man konnte trotzdem mal so richtig die Seele baumeln lassen. Ungern sind wir heute morgen wieder gefahren, aber wir wollten noch unbedingt in die hiesige Autowerkstatt, da wir dort bereits im letzten Jahr ein gutes Angebot erhalten hatten, unsere Mücke auf "grün aufzuhübschen". Wird wohl klappen, erfahren wir aber erst am Mittwoch per Telefon vom Meister. Und dann werden wir am Ende unserer Tour noch einmal dorthin fahren und uns neu auf "grüne Plakette" aufwerten lassen. 

Und weiter ging die Fahrt. Erst einmal waren wir noch beim Discounter einkaufen, und dann wollten wir via Wischhafen auf die andere Seite der Elbe. Sowohl der Hamburger Tunnel als auch Dutzende von Baustellen auf der A1 und rund um Hamburg und die dann damit verbundenen Staus, wollten wir uns ersparen. 

War die blödeste Idee im Nachhinein betrachtet. Dank Navi sind wir 2 Stunden länger gefahren, und auf solch bescheuerten

Strassen, dass ich irgendwann am liebsten das Ding aus dem Fenster geschmissen hätte. Willst Du nach Fehmarn, frag "Garmin", und sag ihm bitte "Fehmarn via Wischhafen-Fähre" und dann bitte die schnellste Strecke. Und er geleitet Dich Richtung Flensburg, auf Landstrassen und durch Orte, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Dann wieder Richtung Kiel, da voll durch zur Feierabendzeit und dann obenrum an der Küste entlang bis zur Autobahn-Auffahrt kurz vor der Brücke rüber nach Fehmarn. Das soll ein Mensch verstehen!

 

Klar, die Strecke war landschaftlich sehr schön, besonders oben an der Küste entlang. Aber - das nächste Mal nehmen wir lieber Stau´s in Kauf rund um Hamburg. Wie auch immer, trotzdem haben wir unterwegs beschlossen, ein paar Tage hier auf Fehmarn zu bleiben. Die endlosen Felder mit Raps hatten es uns heute schon angetan. Wahnsinn - Anni hat fotografiert, was das Zeug hielt. Solch ein intensives Gelb, und das sogar ohne Sonne, ist einfach toll. Und dann nicht nur ein Feld, sondern ganze Hügel. Vielleicht haben wir morgen auch noch das Glück, den knallroten Klatschmohn davor am Wegesrand dazu zu bekommen. Deshalb werden wir morgen erst einmal Fehmarn landschaftlich abgrasen und hoffen, dass das Wetter sonniger wird.

 

Momentan sind wir auf dem Stellplatz in "Johannisberg". Ein nicht so bekannter Platz, aber für 10 Euro und OHNE die verflixte Kurtaxe nehmen zu müssen. Strom gibt es aus den Stromsäulen auf eigene Kosten. Morgen fahren wir auch nach Burg, DER Einkaufsstadt für alle Skandinavier. Wer noch nie hier war, sollte es sich nicht nehmen lassen, diese tolle Insel zu besuchen und anschliessend die Skandinavier beim Einkaufen zu bestaunen. Als wir zum ersten Mal hier waren, trauten wir unseren Augen nicht, was hier an Hochprozentigem via LKW oder Bus

eingekauft und nach Skandinavien abtransportiert wird.

Wir werden lieber Freunde besuchen, noch ein paar Klamotten einkaufen und lecker Eis essen gehen. Tut auch gut. Wo wir morgen übernachten wissen wir noch nicht, vielleicht wieder hier...

 

P.S. Anni hat große Probleme mit ihrem PC. Irgendein Programm stellt sich quer, so dass sie mit dem Lidl-bzw. Bildmobil-Stick einfach nicht ins Internet kommt. Sie hat schon alles probiert. Das Problem hat sie zwar erkannt, findet aber noch keine Lösung. Na, hoffe ich mal das Beste!

Dagmar

 

 

Stellplatz: Barßel - N53.16858° E07.73277° [6€+2€ Strom]

Stellplatz Barßel - am Sporthafen
Stellplatz Barßel - am Sporthafen

Stellplatz Johannisberg, Fehmarn [54°30'03''N, 11°10'44''O -10€ + Strom]

Stellplatz Johannisberg, Fehmarn
Stellplatz Johannisberg, Fehmarn
Alleenstrasse...
Alleenstrasse...

Fähre: Wischhafen-Glückstadt

...Weiterfahrt bis Fehmarn


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Tagebuch 01 - 6.Mai 2014

Abfahrt/Ziel: Johannisberg, Fehmarn

Tages-KM: -

 Ereignis: Rundfart, Essen in Orth/Hafen beim Griechen.

 Stellplatz:Johannisberg, Fehmarn

 Infos: Ausflugsziele auf Fehmarn

Nein, wir sind noch nicht in Schweden.

Und so wie es aussieht, dauert es auch noch ein paar Tage bis wir übersetzen. Laut Wetterbericht regnet es momentan in Schweden. Also gönnen wir uns noch ein paar Fehmarn-Tage, faulenzen und besuchen Freunde. Und natürlich gehen wir auch ein bisschen shoppen. Und vielleicht machen wir auch noch ein bisschen einen auf Bildung. Vom Aquarium über Dinosaurier bis zu Schmetterlingen ist hier alles möglich.

Heute morgen haben wir als erstes einen Trip über "Wirtschaftswege" gemacht. Eng, teilweise schotterig, aber rechts und links Raps bis zum Horizont. Gottseidank kamen uns auf den vielen engen Wegen so gut wie keine Autos entgegen. Und so machte es Spass zu fotografieren, immer und immer wieder. Mit und ohne Windräder, mit und ohne Ostsee-Wasser und manchmal auch mit Blümchen. Nur Klatschmohn haben wir nirgends gefunden.

Irgendwann landeten wir wieder in dem Ortsteil "Orth". Ist ein kleiner Hafenort mit tollen Restaurants, vielen Sportbooten und heute sogar mit einem Kamerateam und ein paar Schauspielern, die einen Krimi drehten, wie ein Einwohner sagte. Wenn man den Aufwand betrachtet, was hier als Material, Kameras, Hintergrund-Personal und Leuten benötigt wird - Wahnsinn. Wir wollten allerdings nur eines - lecker beim Griechen essen gehen. Und das haben wir dort dann auch genossen. Es gibt noch ein weiteres Restaurant, das uns im Gedächtnis bleiben wird - die Seeräuberkneipe. Da gehen wir beim nächsten Mal hin und lassen uns was Seemännisches auf den Teller zaubern.

Anschliessend fuhren wir zurück nach Burg. Die Stadt war wieder brechend voll, lauter Schweden. So fuhren wir kurz vor Burg in einen Aldi Nord und kauften Mineralwasser. In Burg fuhren wir nur bei "Sky" vorbei, guckten, was es da so an Angeboten gab und fuhren dann direkt rüber zum Stadt-Stellplatz bei Hinz - schräg gegenüber im Hinterhof. Aber 10 Euro plus 5 Euro für Strom plus Kurtaxe und das auf einem sehr einsamen und nicht attraktiven Platz hinter der Autowerkstatt war nicht unser Ding. Schon gar nicht als plötzlich zwei Schweden-Mobis ankamen. Was da heute Abend abgeht, ist bestimmt nicht passend für uns.

Wir fuhren zurück nach Johannisberg. Hier ist es stressfrei und ruhig, wenn man von dem Windrad absieht. Aber das rauscht nur sehr leise und ist wenig störend. Und draussen in der Sonne sitzend mit einer leckeren Tasse Kaffee hat was. Morgen werden wir nichts tun, vielleicht die Sonne geniessen, wenn sie scheinen sollte. Anni hat Probleme mit ihrem PC. Und das muss erst geklärt werden, sonst sieht es schlecht aus mit regelmässigen Berichten... Dagmar


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Tagebuch 01 - 7.Mai 2014

Abfahrt/Ziel: -

Tages-KM:-

 Ereignis: Besuch unserer Freunde in Burg

 Stellplatz: Johannisberg, Fehmarn

 Infos: Nachts Dauerregen, tagsüber kühl und trocken.

Ruhepause auf unserem Stellplatz
Ruhepause auf unserem Stellplatz

Was für ein verrückter Tag. Natürlich sind wir immer noch auf Fehmarn, denn diese Nacht hat es aus allen Eimern geregnet - es hat sogar an einem Fenster reingetröpfelt. Und ich geriet natürlich sofort in Panik nach dem Motto: der Regen versaut uns unsere Reise, wir müssen in die Werkstatt. Aber Anni, clever wie immer, wenn es um solche Dinge geht, hat einfach mit einem durchsichtigen Klebeband den Rand vom Aussenfenster abgeklebt und gut war es. Soooo einfach....

Internet funktioniert hier weiterhin sehr schwach und so dauerte es schon eine Weile bis wir das Nötigste am PC in der Reihe hatten. Dann fuhren wir nach Stadt Burg. Noch ein bisschen was einkaufen und dann zu unseren Freunden auf einen Kaffee, war geplant. Anni wollte dort auch an einer normalen Internetleitung testen, ob ihr PC denn nun im Eimer war oder ob es nur die schlechte Internet-Stick-Leitung hier war, dass nichts mehr richtig funktionierte.

Unser Einkauf bei Lidl und Aldi Nord war wie immer - eine lange Schlange an den Kassen mit Schweden, die kartonweise "flüssiges Brot" einkauften. Hier stehen wirklich keine Alkoholflaschen in Regalen wie meist bei uns, sondern direkt nur Kartons. Ist auch einfacher dieselben direkt zu stapeln im jeweiligen Einkaufswagen.

Gegen drei Uhr suchten wir mühsam einen Parkplatz in der Nähe der Wohnung von unseren Freunden, bis Holger einfach seinen Wagen vor der Garage wegfuhr und wir dort stehen konnten. Ist nicht einfach ein Plätzchen in der Stadtmitte für ein Mobil zu finden wenn so viele Menschen hier sind. Und da wir mittlerweile wieder satt Sonne hatten, sassen natürlich noch viel mehr Menschen draussen vor den Lokalen auf 'nen Kaffee oder ein leckeres Eis.

Uns erwartete auch ein echt super toll schmeckender Erdbeerkuchen und duftender  Kaffee. Und natürlich schmeckte der Kuchen - vor allem mit der Ladung Sahne sowas von gut. Toll. Es geht eben nichts über selbstgebackenen und mit frischen Erdbeeren belegten Kuchen. Und der Nachmittag verflog wie immer sehr schnell mit Quatschen und Lachen und Tipps austauschen. Auch Anni ist jetzt wieder happy. Über eine richtige Internetleitung wurde ihr Rechner auch wieder munter. Also ist er nicht kaputt, sondern nur überladen mit zu viel Programmen und deren automatische Aktivierung. Aber DIE Platte kriegen wir auch noch geputzt...

Morgen machen wir noch mal richtig einen auf Faulenzer. Hoffentlich scheint wenigstens stundenweise die Sonne, damit wir uns wieder draussen hinsetzen können. Übermorgen werden wir dann endlich aufbrechen, wenn es nicht doch noch regnet in Schweden. Aber auch wenn wir hier gut und sicher stehen, irgendwie scharren wir immer heftiger mit den Hufen, wollen endlich los nach Schweden. Ich werde morgen früh mal Petrus anmailen, ob er nicht ein Einsehen hat...  Dagmar

 

Es scheint nun doch das Internetproblem behoben zu sein. In Teamarbeit haben Dagmar und ich mal meinen Rechner neu sortiert und entrümpelt. Da ich ständig neue Programme teste, "müllt" mein Rechner nicht unerwartet voll. Aber das eigentliche Problem lag beim Bild-Computerstick (nicht Lidl), der mit meinem Rechner nicht  wirklich kompatibel zu sein scheint. Nach dem Einsatz verschiedener Test-und Reinigungsprogramme ist es uns dann doch gelungen, alles wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Und bei unseren Freunden konnte ich dann auch noch die Schnelligkeit und Funktionalität prüfen. Alles funktioniert wieder! Anni


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Tagebuch 01 - 8.Mai 2014

Abfahrt/Ziel:-

Tages-KM:-

 Ereignis: Parkstation - warten auf besseres Wetter!

 Stellplatz: Johannisberg, Fehmarn- mit WC, Duschen, Waschmaschine,...

Infos: Lt. Betreiber gibts langfristrig gesehen auch hier Internet a.d. SP!

... unser Haus auf Zeit:

Gestern Abend kamen zwei kleine Jungs vom Bauernhof gegenüber hierher und boten uns frischgelegte Eier von ihren glücklichen Hühnern wenige Meter von uns entfernt an. Natürlich haben wir welche gekauft und heute morgen ein superleckeres Omelett mit vier Eiern gebrutzelt - LECKER. Es geht eben nichts über einen glücklichen Hahn, der auch mittags lauthals kräht und glückliche Hühner hat.

 

Ansonsten hatten wir wieder Regen in der Nacht und den Tag über Sonne und Wolken, und ab und zu einen kleinen Regenguss. Wenn man dabei aber Temperaturen von 16-18 Grad hat - dann ist es auch egal. Heute hatten wir ja unseren Ruhe-und Aufräumtag und der hat auch gut getan. Ich bin dann noch einmal über das Gelände gegangen, um ein paar hübsche Fotos zu machen. Dabei stellte ich dann fest, dass es nicht nur glückliche Hühner, sondern auch noch glückliche kleine schwarze Schweine hier gibt. Ich kenne mich da mit der Sorte nicht so gut aus.

Dann besuchte ich an einem kleinen Teich noch Familie Gänse mit ihren Jungen. Mutti war sehr besorgt, dabei wollte ich doch nur ein Foto machen, besonders von dem kleinen weissen Blindgänger in der Familie. Und so bekam ich letztendlich nur ein Suchbild mit dem kleinen Racker.

Dafür waren die beiden Esel etwas umgänglicher. Sie liessen sich sogar streicheln und einer juchzte sogar lauthals.

Zurück zu unserer WoMo-"Mücke" stellte ich fest, dass unerwartet viele Wohnmobile aufgekreuzt waren. Zwei davon stehen jetzt rechts und links von uns und zwei weitere stehen am Eingang, und die Besitzer schlendern über den Platz - auf der Suche nach einem Plätzchen?

Bei meiner Tour übers Gelände habe ich im übrigen festgestellt, dass der Platz eigentlich riesig ist. Eine andere Wohnmobilistin erzählte mir, dass man noch weiteres Land hat, das man umfunktionieren könnte in Stellplätze bzw. Dauercampingplätze. Moderne Stromkästen stehen reichlich überall. Der Untergrund ist allerdings Wiese, und was total fehlt, ist Licht. Aber dafür gibt es einen kleinen Bolzplatz und ein Restaurant mit Aussenanlage, das leider nicht (mehr) in Betrieb ist. Aber bestimmt kann man das alles wieder aufleben lassen.

Wir werden morgen früh noch einmal in die Stadt fahren und unsere Vorräte auffüllen und dann ab zur Fähre nach Dänemark und von dort über die Öresundbrücke nach SchwedenUns ist es egal, ob es ein bisschen regnet. Da müssen wir dann eben durch... Dagmar

 


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Tagebuch 01 - 9.Mai 2014

Abfahrt/Ziel: Fehmarn- Höllviken/Malmö

Tages-Km 230 (Fähre <75€, Öresundbrücke 43€-WoMo:<6m)

 Ereignis: Weiterfahrt nach Schweden!

 Stellplatz: Falsterbo/Hölviken zur Zeit kostenlos, da Umbauarbeiten!!!

 Infos: ...wenn alles fertig, dann Top-Ausstattung, auch WiFi!

Die ganze Nacht hat es geregnet, mal mehr mal weniger heftig. Und wir haben heute morgen überlegt, ob es überhaupt sinnvoll ist, nach Schweden rüberzufahren. Laut aller Wetterfachleute ist, kommt und bleibt eine grosse Regenfront über Europa von West nach Ost.

Also beschlossen wir mit halbem Herzen noch ne Nacht in Johannisberg zu bleiben. Wohl aber wollten wir noch mal nach Burg reinfahren, um die restlichen Lebensmittel einzukaufen bzw. den Wagen knallvoll zu tanken.

Nachdem wir das erledigt hatten, fuhren wir noch einmal in den Hafen nach dem Rechten sehen. Hier kann man unter anderem frisch vom Kutter Fisch kaufen - frischer gehts wohl nimmer. Dort im Hafen ist auch ein Stellplatz für Wohnmobile, und dort stellte ich mich hin. Ich blieb im Auto, weil Anni die Aufnahmen und Einkäufe machen wollte. War auch gut so. Denn ein paar Minuten später kam der Hafenmeister im Dienstauto angedüst und stellte sich fast quer vor unsere Mücke und stieg aus. Ich hatte bereits den Motor angemacht, als ich ihn kommen sah und fuhr elegant an ihm vorbei und weg. Ein weiteres Mobil machte es ähnlich. Ja, wenn kein Parkplatz vorhanden ist für Mobile, aber die Mobil-Nachtplätze alle frei sind, dann kann man sich doch auch mal für 5 Minuten hinstellen, um 5 Meter entfernt einzukaufen im Hafen. Das fand ich dann kleinkariert. 

Ich suchte Anni, lud sie wieder ins Auto und fuhr weg. Und spontan meinte ich, wir sollten halt doch nach Schweden düsen, Regen hin oder her. Und so machten wir es. An der Fähre - die im übrigen knapp 74 Euro incl. Rabatt für die einfache Fahrt kostete, warteten wir knappe 15 Minuten, dann konnten wir bereits auf die Fähre auffahren. Die Überfahrt ist ja immer die flotte Tour. Fünfundvierzig Minuten später waren wir bereits in Dänemark und dort direkt auf der Autobahn Richtung Kopenhagen. Das Wetter war wie auf Fehmarn - warm und "tröpfelig", also nix halbes und nix ganzes.

Eine gute Stunde später verliessen wir die Autobahn und wechselten auf die nach Schweden. Erst ging es durch einen langen Tunnel, dann auf die Öresundbrücke. Ungefähr in der Mitte der Brücke stand dann das Schweden-Schild. Ich frage mich bloss, warum unter uns im Wasser ein umgekipptes, relativ grosses Fischerboot dumm rumlag...

 

Auf schwedischer Seite zahlten wir dann für die Brücke weitere 43 Euro und das wars. Ausgeguckt als Stellplatz hatten wir uns ein Hafenplätzchen auf der Halbinsel "Falserbohalvön" und dort am Falsterbokanal-Club, unweit der Kleinstadt Höllviken. Sollte ein toller Platz sein, direkt am Wasser und mit WiFi. Grund dazu war auch, weil wir hofften, hier vielleicht noch einen Blick auf die Örö-Brücke haben zu können. Die Gegend hier ist ein Naturschutzgebiet und zu bestimmten Jahreszeiten sieht man hier viele Vogelarten. Heute fanden wir Ebbe vor und zwei Gänse. Dazu ein Schlachtfeld auf dem Stellplatz, mit Gerümpel, Booten und nem Kran. Wir waren etwas irritiert - falscher Platz? Kurz vor uns war ein anderes WoMo schon hierher gefahren und der schwedische Besitzer ging zur Hafenmeisterei oder sowas.

Hier auf dem Platz stehen jetzt ja jede Menge Segelboote. Eines davon wurde gerade mit einem riesigen Kran von Stützen weggehieft und wegtransportiert. Jetzt steht immer noch ein mindestens 10 Meter langes Boot quer und blockiert damit 3 Stellplätze. Dazwischen steht ein WoMo und dahinter noch einmal so ein Riesenboot. Tja was macht man da? Unsere Nachbarn standen auf Platz eins, also stellten wir uns an den Rand von Platz 2. Zwei Meter von der Bootsspitze des querstehenden Bootes entfernt. Aber wir standen gut und vor allem gerade.

Mittlerweile war unser Nachbar zurückgekommen und brachte die erfreuliche Botschaft mit, wir könnten heute kostenlos hier stehen samt Stromleitung.

Die komplette Anlage mit Duschen, Toiletten, Abwasser etc. samt dem dazugehörigen Restaurant wird komplett neu gemacht. Vor lauter Booten und PKWs  und viel arbeitender  Handwerker hatten wir das noch gar nicht registriert. Prima dachten wir, hier bleiben wir, wir haben immerhin 200 SEK - ca. 22 Euro gespart. Und an den Stromkasten kamen wir auch problemlos - was also wollten wir mehr.

Dazu kämpfte sich die Sonne durch die dichten Wolken und es war richtig warm für unser Gefühl. 

Jetzt fehlt nur noch die Flut, Meeresrauschen und jede Menge fotografierwillige Tierchen, dann wären wir happy. OK, Internet haben wir durch den Umbau nicht, aber damit können wir leben. Morgen wird das bestimmt anders.

Morgen - ja, schaun mer mal, wie wir fahren werden und wo wir die nächste Nacht verbringen. Auch wir lassen uns überraschen...

Fehmarn- Hafen

Fähre: Puttgarden-Rodby

Fehmarn-Puttgarden-Rodby-Öresundbrücke-Malmö

SP Falsterbo, Höllviken, Südschweden

SP Falsterbo, Höllviken

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Tagebuch 01 - 10.Mai 2014

Abfahrt/Ziel: Falsterbo/Höllviken - Ystad - Ahus -über Küstenstrasse 

Tages-KM: 170 

 Ereignis: Fahrt durch Südschweden- kühles wetter!

 Camping Ahus (Regenbogen): 136Sek incl. Strom, mit Acsi-Karte

 Infos: toller Platz! Verlängern um 1 Tag!

Nach einer sehr ruhigen Nacht, waren wir heute morgen schon kurz nach 6 Uhr wach. Also, das ist nun wirklich nicht unsere Zeit. Aber so hatten wir Gelegenheit, den heutigen Tag abzustimmen auf das Wetter. Klar, der Himmel war mit dicken, schwarzen Wolken bedeckt, aber nicht hier am Wasser. Hier stank es nur nach Seetang und allem möglichen anderen. Somit war klar, wir würden nach Ystad weiterfahren und dort möglicherweise über Nacht im Hafen bleiben. Dort gibt es einen "Husbil"-Platz.  

Witzig war nur noch gestern Abend eine Sache. Da kam doch so ein 12-Meter-Schlitten angebraust und der Besitzer meckerte rum, weil wir auf Platz Nr.3 standen und somit noch mindestens 1 Meter vom querstehenden Boot entfernt standen. Wären wir noch den Meter nach rechts gerutscht, hätten unsere Nachbarn ja ebenfalls zwei Meter weiter nach rechts gekonnt und er hätte prima somit 6 Meter Querbreite gehabt. Er war stinkesauer, weil wir beiden anderen nicht so spurten, wir er das wollte. Er telefonierte sogar mit dem Hafenmeister. Brachte aber alles nichts, da das aufgebockte Boot ja der eigentliche Übeltäter war, weil er drei Stell-Plätze belegte. Also quetschte er sich auf die andere Seite des Bootes neben ein anderes Wohnmobil. Er stand dabei so eng am Boot, dass er fast die Schiffsschraube mit seinem Stromkabel berührte. Eine halbe Stunde später kamen drei Autos angebraust, die genau vor dem Boot hielten.

Hier war wohl die letzte Reinigung vor dem Wegtransport angesagt. Mit mehreren Schläuchen und Leitern bewaffnet wollten sie auf ihr Boot via Leiter klettern. Ging aber nicht, da stand ja der Grosskotz zu eng davor. Nun ja, letztendlich musste er dann doch sein Mobil wegfahren und warten, bis die Leute ihre Arbeit beendet hatten. Bestimmt ist seine Kiste gut nass dabei geworden... 

Wir fuhren heute morgen also gegen neun Uhr los, checkten noch das Wikinger Museum in Höllviken. Da war aber nichts los, es war geschlossen und so fuhren wir von dort zu BurgerKing, zur Prüfung ob die auch Internet hätten - leider nicht und fuhren danach die Strasse Nr 9 Richtung Trelleborg, immer am Wasser entlang durch eine traumhaft schöne Landschaft. Auch hier blühende Rapsfelder bis zum Horizont, aber auch schöne Strandabschnitte und kleine knuffelige Dörfer dazwischen. In Trelleborg liegt direkt an der Haupt-Strasse und unübersehbar ein kleiner Stellplatz, sogar mit Sanitäranlagen und Müll, aber ohne Strom. Dafür kostete er auch nichts. Davon gehen wir jedenfalls aus! Wir fuhren hin, sprachen mit ein paar Deutschen, die hier übernachtet hatten. Anni notierte die Koordinaten und weiter ging es.

 

Der nächste Knaller unterwegs war "Smygehuk" - das ist der südlichste Punkt Schwedens. Ein grosser, leerer Parkplatz lud uns ein zu parken und zu Fuss runter ans Wasser zu laufen. Machten wir doch glatt. Ist nicht weit und sehr nett dorthin, weil es eine Menge Kneipen gibt, einen kleinen Hafen und natürlich das "Denkmal" mit Kilometerentfernungen zu anderen Städten. Ist interessant gemacht, auch die Lokale drumherum sind sehr einladend. Aber vor 11 Uhr macht da leider niemand auf und so gab es eben nicht den erhofften, leckeren Kaffee.

 

Weiter ging die Fahrt nach Ystad. Das Wetter war brav und bescherte uns vorwiegend einen blauen Himmel. Aber windig war es. In Ystad angekommen fuhren wir in den dortigen Hafen und wollten uns auf die "Husbil"-Plätze hinstellen. War aber nicht. Der Hafenmeister teilte uns mit, dass erst ab dem 1. Juni Plätze bereitgestellt würden. Schade.

Aber wir durften dort parken, weil wir ja die Stadt besichtigen wollten, wenigstens Teile davon auf die Schnelle.

Ja, es gibt hier immer noch sehr schöne und viele Barockstil-Häuser. Auch die Kirche ist so und sehr schön von innen. Und so bummelten wir auch nach dem Besuch ein bisschen durch die Fussgängerzone. Nach knapp zwei Stunden waren wir wieder im Hafen und fuhren dann halt weiter. Schade. 

Ausgeguckt hatten wir uns in Ahus einen Campingplatz, weil man auf diesem mit der speziellen ACSI-Karte für 16 Euro incl. Strom (136 Sek haben wir bezahlt) stehen kann. Ist somit momentan viel billiger als ein Stellplatz in einem Hafen, dazu mit mehr Komfort - aber eben nur jetzt ausserhalb der Saison. Sonst ist es hier SEHR teuer. War schon noch eine lange Fahrstrecke bis hier, auch weil wir nicht auf der Schnellstrasse, sondern lieber auf der Landstrasse 9 entlangfahren wollten. Und so kamen wir hungrig gegen 16 Uhr hier auf dem Platz an. Überraschung. Hier waren wir schon mal 2008, hatten das aber vergessen - na so was...

Und nun stehen wir hier, der Himmel ist nur knapp bedeckt, es sind immer noch 15 Grad draussen. Internet funktioniert nur in der Rezeption oder dem Restaurant und kostet für 1 Stunde 10 SEK, also so was um 1.10 Euro.

Wir sitzen jetzt  hier und schreiben den Tagesbericht. Anni kümmert sich um die Bilder. Möglicherweise bleiben wir morgen auch noch hier. Es ist schön und sauber hier und die Sanitäranlage ist hier vom Feinsten. Da das Fernsehen auch funktioniert (Platz 18) und der Bäcker uns schon angesprochen hat auf frische Brötchen morgen früh - was will man mehr. Wenn es regnet fahren wir weiter...

Zwischen Malmö und Ahus

Südlichster Punkt Schwedens: Smygehuk

Altstadt Ystad

Stellplatz Ystad (ab 1.6.2014 geöffnet)

Stellplatz Trelleborg-Süd (kostenlos, kein Strom, V/E vorhanden)

Camping Ahus (Regenbogencamp) mit Acsi-Karte incl Strom

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Camping Ahus Regenborgen

mit Acsikarte 136 SEk incl. Strom/Nebensaison!

Internet 60 min - 10 SEK

www.regenbogen.se  N55°56'27.9" E014°18'46.9"

 

SP Ystad N55°25'34.8" E013°48'48.4"

 

SP Trelleborg Süd N55°22'32.1" E013°07'13.7"

 

SP Falsterbo N55°24.606' E012°55.901'

 

Südl. Punkt Schwedens N55°20'21.5" E013°21'35.2"

 

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Folgende Sehenswürdigkeiten haben wir 2013 besucht:

 

Käseberga (Königsgrab) N55°40'58.70" E14°14'02.00" 

 

Ales Stenar (Schiffssetzung) N55° 22′ 57.9″ E14° 3′ 15.3″

 

Link: 




Stellplatz Trelleburg

Camping Regenbogen in Ahus

Stellplatz Ystad



Tagebuch 01 - 11.Mai 2014

Abfahrt/Ziel:-

Tages-KM:-

 Ereignis:Faulenzertag auf dem Campingplatz in Ahus

Camping-Platz: Regenbogen.se

 Infos: Kühl, Feucht, ... nix Sonne!

Campingplatz "Regenbogen" in Ahus (Acsikarte/Nebensaison)

Badestrand von Ahus

Es ist kein angenehmes Wetter! Aber wir genießen zunächst die angenehme Umgebung des Campingplatzes. Aber schon morgen gehts weiter! 

 


                                                    >2.Woche