Foto © Travelmaus.de
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Eine Reise zum Mond... wäre schön, aber wirklich sinnvoll? Heute: Supermond (10.8.2014)

 

Da gibt es ein paar Amerikaner, die behaupten immer noch, sie wären am 21. Juli 1969 dort gelandet und auch wieder zurückgekehrt. Und es wird sogar behauptet, dass insgesamt 12 Astronauten, zeitlich versetzt natürlich, dort gelandet sein sollen.  Lassen wir das mal im Raume stehen. Klar, alles ganz einfach, wenn man es glauben kann und würde. Tatsache aber ist, der Erdtrabant ist für uns erreichbar. Amerikaner, Russen und Chinesen haben es bewiesen und mit diversen Sonden dort ihre Spuren hinterlassen.

Irgendwie träumt der Mensch davon, seine gesetzten (Reise-) Ziele zu erreichen, auch wenn sie außerhalb unseres Planeten liegen. Und vielleicht wirds ja irgendwann auch notwendig, wenn nämlich die Erde keine Lust mehr hat, uns zu beherbergen. Ist ja auch nicht ganz einfach mit der Spezies Mensch. Immer will sie etwas, was nicht im Einklang mit der Natur steht. Will alles besser wissen und können. Ja, will einfach alles bestimmen.

Aber manchmal ist auch die Erde ganz schön bockig. Sie macht dann auch, was sie will. Mal spuckt es hier, mal rappelt es dort, mal gluckert es vorne, mal fällt alles zusammen, mal dampft sie vor sich hin oder mal verschiebt sie ganze Erdteile. Na, da weiß man auch nicht, wo man wirklich dran ist.

Also spielt der Mensch mit dem Gedanken, vielleicht doch auszuwandern. Und da kommt uns der Mond  gerade recht. Er ist relativ nahe und hat einen Durchmesser von  3 476 km, immerhin kann da die Erde mehr bieten mit ca. 12 742 km. Na, beim Umfang siehts schon ein bisschen anders aus. Der Mond bietet da knapp 11 000 km, die Erde hält dagegen mit guten 40 000 km. Flächenmäßig ist es noch gewaltiger: Mond nur knappe 38 000 000 km², Erde gewaltige 510 000 000 km². Warum sollten wir denn umziehen? Auch wenn der  Mond  im Mittel nur  384 ooo km von uns entfernt ist, die Sonne dagegen 149 500 000 km. Letztere unerreichbar und absolut nicht sinnvoll. Vom Alter sind Mond und Erde fast gleich, ca. 4,5 Milliarden Jahre jung, im Vergleich zu unserem Universum von geschätzten knappen 14 Milliarden Jahren also fast ein Küken. Aber da steht noch das Problem mit den Temperaturen an:  Zwischen -233° C nund +123°C auf dem Mond. Nee, nix für mich. Da sind mir die -50°C bis +50°C auf der Erde schon lieber.

Aber ich komme vom Thema ab. Zurück zum Thema Super-Mond. 

Am 10.8.2014, gegen 20:15 Uhr, leistet er sich was ganz Besonderes: Er wird zum Supermond, weil er der Erde auf seiner elliptischen Umlaufbahn ganz nahe kommt. Da lohnt also ein besonderer Blick. Auf seinem Weg um unseren Planeten braucht der Mond 29,5 Tage – von uns aus gesehen bewegt er sich pro Tag um rund zwölf Grad nach Osten. Heute wird er nur 356 000 km von uns entfernt sein, wirkt aber so, als wäre er zum Greifen nahe.  Den exakten Verlauf für den Sonntagabend skizzieren die Sternfreunde so: Erdnähe um genau 20 Uhr, Vollmond um 20.09 Uhr und Mondaufgang um 20.15 Uhr. Na, da muss man doch dabei sein. Ich bin es jedenfalls. Und ich hoffe, dass mir keine einzige Wolke da einen Strich durch die Rechnung macht! 

Dani Berretti