2. Woche 31.8.-6.9.2014

 

31.8.14: Schacht-Audorf

SP.Schacht-Audorf

-siehe letzte Woche-

Essen beim Griechen

 

1.9.2014 Hansestadt Lübeck

SP Wohnmobil-Treff,

N53°53'43.3" E 010°42'36.6"

9 € incl. Strom, WC, + Duschen möglich -

Besuch  Lübeck: Rathaus, Marienkirche, St. Jakobi,

Schifferhaus Restaurant + Niederegger Cafe am Rathaus

Bus  2,50 €/Person + 2 € Führung Rathaus/Pers.,

2,00 €  Eintritt Marienkirche/Person


2.9.2014 Hansestadt Lübeck

SP Wohnmobil-Treff -s.o.

Buslinie 12: eine Strecke 2,50 €

>Abfahrt nahe SP bis Breite Str. oder Stadttheater

Besuch: Dom (frei) und Petrikirche (Turmlift 3 €) 

Kaffeepause im Walbaum-Cafe und Essen im Ratskeller.

 

3.9.2014 Dassendorf

 Besuch unserer WoMo-Freunde in Dassendorf

 

4.9.2014  über Lauenburg nach Ludwigslust

SP Hohnstorf

 8€ + Stromverbrauch, V/E

N53°21'44" E010°33'44"

 

SP Lauenburg a.d. Elbe

 ? € + Stromverbrauch

N53°22'19" E010°33'57"

 

SP Ludwigslust am Schloss

0 € (!) + Stromverbrauch (Wertmünzen)

V/E mit Wertmünzen (je 1€)

N53°19'39" E011°29'25"

 

 5.9.2014 Parchim

SP Parchim, Parkplatz

N 53°25'31" E011°50'32" nahe Altstadt

5 € + Stromverbrauch, WC, Duschen, V/E

Wertmarken an Sani-Station erhältlich.

(nur für WoMo's mit Kurzlängen geeignet)

Marienkirche, Georgienkirche, Rathaus.

 

6.9.2014 Schwerin

SP Schwerin, spez. Parkplatz, nahe Altstadt

16 €/ Tag oder 2 €/Stunde- gute Lage!

nur Strom möglich, per Chipkarte 

N53°37'47" E011°25'14"

Sightseeing 9 €/Person, 

alternativ: SP Schlossgarten-kein  Strom.

 


 31.8.2014: Schacht-Audorf 

Wie vermutet, die AidaCara kam erst gegen halb elf Uhr in der Nacht. Und dafür waren wir alle dann soooo lange auf, um sie innerhalb von wenigen Minuten an uns vorbeirauschen zu sehen. Danach hat es dann sowas von geregnet! Ob es da einen Zusammenhang gab?...lach.

Heute haben wir uns alle dann mal etwas gegönnt. Griechisch essen wollten wir. Helga und Dieter hatten ja schon als Vorkoster getestet und das Lokal als gut befunden. Das Problem war nur, wir hätten zu Fuss gehen müssen, da nur Helga und Dieter Fahrräder haben und Anni nur ein "Notfahrrad". Wolli und Barbara und wir hätten jeweils mindestens 1.5 Kilometer laufen müssen und zurück die Strecke auch noch mit vollem Bauch. Aber Dieter hatte mal wieder eine tolle Idee. Das Lokal bringt ja auch das Essen auf Wunsch hierher auf den Stellplatz. Also könnten sie uns doch auch abholen und wieder zurückbringen. Wir könnten dann da in aller Ruhe bequem und zusammen an einem Tisch sitzen. Also habe ich das Handy geschnappt, dort angerufen und nachgefragt. Kaum zu glauben, hat geklappt. Man wollte uns per PKW abholen. 

Und so haben wir heute sehr reichlich und lecker gegessen.

Ansonsten gibt es nichts Wesentliches mehr zu berichten. Morgen reisen wir ab und fahren bis Lübeck. Dort gibt es einen Stellplatz neben der Bowlingbahn im Industriegebiet. Soll sehr nett sein. Und der Bus fährt auch direkt an der Strasse ab. Jetzt fehlt nur noch das schöne Wetter und dann werden wir mal einen auf "Kultur" machen...


1.9.2014 Schacht-Audorf bis Lübeck 100 km

 

Heute wollten wir ja nun endlich unsere "Kultur-Tour" beginnen. Leider war Petrus wohl nicht dieser Meinung. Es regnete wieder ohne Unterbrechung. Das sollte uns aber nicht aufhalten. Deshalb packten wir nach dem Frühstück unsere Sachen, verabschiedeten uns von den netten Nachbarn uns fuhren los.

Nicht weit entfernt vom Stellplatz sind ein paar Supermärkte beheimatet und so konnten wir bequem noch unsere Vorräte auffüllen. Und dann ging es endlich los Richtung Lübeck. Gute hundert Kilometer später waren wir am Ziel. Der Stellplatz hier liegt hinter einem kleinen Wohngebiet das auch eine grosse Bowlingbahn-Anlage, sowie ein paar Firmen beheimatet. Für uns war wichtig,   dass ein Bus nicht weit von hier in die Stadt fährt.


Es war immer noch trübe und frisch, aber die Sonne war schon im Anmarsch. Wir hielten uns also nicht lange auf, sondern machten uns gegen halb eins auf den Weg zur Bushaltestelle. Eine gute halbe Stunde später waren wir incl. der Warterei auf den Bus schon mitten in der City. Meine Güte, hier ist ja richtig was los. Natürlich hatten wir uns schlaugemacht, was wir hier alles gucken wollten und wo was zu finden ist. Lübeck ist ja ein Paradies an Backsteingotik aller Art und so viele Kirchen in einem Innenstadtbereich ist auch selten. Dazu kommen die Seefahrt-Geschichten ganzer Generation. Man könnte hier viele Tage verbringen, um alles richtig anzusehen. Wir werden uns hier auf 2 Tage beschränken, denn wir haben ja noch viel vor.

Praktischerweise hielt der Bus direkt vor der St. Jacobikirche. Sie ist die Kirche der Schiffer und Seefahrer und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie hat die Bombentortour 1942 gut überstanden und so konnten Fachleute Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert erhalten und sichtbar machen.

Diese Kirche war bereits im Mittelalter eine Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela für die skandinavischen Pilger. Heute im Zeitalter des modernen Pilgerns ist sie das immer noch. Hier treffen sich drei Pilgerwege - die Via Baltica aus dem Osten, die Via Jutlandica und die Via Skandinavica aus dem Norden. Auch Übernachtungsmöglichkeiten in der Pilgerherberge am Jakobikirchhof werden geboten. 

Wir fanden die Kirche sehr schön, auch das äussere Bild ist toll. Man könnte auch einen Blick in die Glockenstube werfen und einen Blick über die "breite Strasse" Richtung der St. Marienkirche werfen. Nur leider gibt es da hinauf keinen Aufzug für Senioren...


Parallel zur Kirche befindet sich das "Heilig-Geist-Hospital". Früher war das die Station für Arme und Kranke, gestiftet von den Lübecker Kaufleuten. Heute ist es einfach nur zum Staunen. Nicht nur, dass es dort Malereien aus dem 14. Jahrhundert gibt, es ist innen auch gewaltig gross mit seinem riesigen Kellergewölbe. Leider was das gesamte Gebäude geschlossen, da es gerade restauriert wird. Schade.


Rund um Kirche und Hospital ist viel Platz und viele Kneipen und Restaurants sind dort versammelt. Man weiss eigentlich gar nicht womit man zuerst anfangen soll - mit Weitergucken oder endlich Essen gehen. Wir entschieden uns unerwartet für Essen gehen in der "Schiffergesellschaft". Wir wussten eigentlich nicht, dass das ein Restaurant ist. Da standen bloss so viele Leute vor der Tür und Anni quetschte sich vorbei und schon waren wir drin in einer tollen Kneipe.

Ursprünglich war dies mal der Versammlungsraum der Nikolaus-Bruderschaft im Jahr 1401. Hier wurden unter anderem die Witwen oder Familien unterstützt, falls der jeweilige Schiffer ertrunken war. Damals war das Seefahrerleben eben keine Aida-Kreuzfahrt. Auch heute kann in dieser Bruderschaft jeder Mitglied werden, wenn er das Kapitänspatent hat.

Die Decke innen im heutigen Restaurant ist mit dicken schwarzen Balken verkleidet, dazwischen befinden sich bemalte Holzbohlen, überall hängen Holzsegelschiffe von der Decke und natürlich sind sämtliche guten Geister der Seefahrt an der Wand und an der Decke versammelt. Die heutigen Ess-Tische waren längs angeordnet bzw. in der Mitte gegenüber und dadurch für den Kellner ein Verrenkungs-Akt beim Servieren nötig. Aber die kannten das schon wie man unschwer bemerkte.

Wir setzen uns längst und damit bequem für den Kellner und bestellten das Tagesgericht - Anni einen 7-Türme-Fisch, das waren drei Fischsorten zu einer Pastete verarbeitet und ich bekam Spiessbraten Lübecker Art. Es war lecker und als wir das Lokal verliessen, wurde es auch Zeit für einen Verdauungsspaziergang.


Geht man geradeaus weiter in die Fussgängerzone landet man zwangsläufig an der St.Marienkirche. Also diese Kirche ist der absolute Hammer. Bisher gab es für mich keine schönere Kirche als die von Santiago de Compostela. Nun ist diese dazugekommen.

Geschichtlich gesehen wurde sie 1250 begonnen und so um 1350 beendet. Architektonisch gehört sie in die Klasse der Hochgotik - ist harter Naturstein in sprödem Backstein. Sie hat das höchste Backsteingewölbe der Welt mit über 38 Meter im Mittelschiff. Und geht man da in die Kirche hinein,  erschlägt einen optisch diese Höhe. Eigentlich ist die ganze Kirche einfach Spitze. Und wenn man überlegt, in welchem Zeitalter dieses Wunderwerk gebaut wurde, dann kann man das alles nur noch bewundern. Ich kam mir vor wie eine kleine Maus angesichts dieser Grösse. Und wenn man bedenkt, dass auch diese Kirche 1942 völlig ausgebrannt war, dann ist es ein Wunder, in welcher Pracht da doch schon sehr viel wieder auf dem alten Stand ist.

Eigentlich fällt es mir schwer, diese Kirche zu beschreiben. Sie hat unter anderem ein Hochgewölbe als Abbild des Himmels, Heiligenfresken, ein Hochchor mit der grössten mechanischen Orgel der Welt. Dazu eine riesige astronomische Uhr, auf der um 12 Uhr ein Glockenspiel erklingt und so unendlich viel mehr. Natürlich gibt es auch Führungen durch die alten Gemäuer. Ach ja und draussen vor der Tür sitzt der Teufel, der nicht reindarf in die Kirche. Ihm aber über die Hörner zu streichen bringt Glück. Eintritt kostet 2 Euro und Spenden sind erwünscht, denn es gibt noch viel zu tun. Wir haben beides gemacht.


Direkt neben der St. Marienkirche befindet sich der Arkadenkreuzgang. Er endet direkt am Buddenbrock-Haus. Leider ist da momentan alles "auf Arbeit" ausgerichtet. Wir haben das weitestgehend übersprungen, denn nebenan ist ja direkt das imposante Rathaus.

Da erwartet einen der nächste Knaller. Steht man auf dem "Kohlmarkt", hat man links die riesige Silhouette der St. Marienkirche. Rechts daneben gibt es die "Schauwand" des Rathauses. Sie sollte ursprünglich den Winddruck der Mauern entlasten. Dann gibt es den Arkadengang, und von dort nach vorne in die Fussgängerzone die Renaissancetreppe des Rathauses. Natürlich besteht die ganze Rathaus-Einheit aus mehreren Stilepochen und somit ist es erst recht ein optischer Kracher. 

Und denkst Du, jetzt haste alles geschluckt , dann blickt man ein bisschen tiefer und direkt an bzw. in diesem Arkadenweg ist das Cafe der Firma Niederegger - ihres Zeichens der Erfinder und Vertreiber von Lübecker Marzipan.

Aber erst einmal machten wir einen Bildungstrip via Führung durch das Rathaus. Man kann alles gar nicht so schnell verkraften, wie einem Geschichte, Kunst und jeweilige Funktion der Räumlichkeiten um die Ohren geschlagen werden. Man muss das alles selbst erlebt haben.

Nach knapp einer Stunde wollten wir nur noch eines - endlich sitzen, natürlich im Niederegger-Cafe und einen Marzipankaffee trinken. Schade nur, dass es dann ausgerechnet beim Entspannen anfing wieder aus allen Löchern zu regnen.


Da es mittlerweile schon gut halb fünf durch war, gingen wir zur Haltestation unseres Busses und fuhren zurück auf unseren Platz. Es war auch genug geguckt für einen Tag. Morgen geht es weiter und wir können ja auch früher starten mit unserer Bildungstour...


Stellplatz Lübeck, Busline 12 für Besuch der Innenstadt /2,50€:

Restaurant Schiffergesellschaft

St.Jakobi Kirche

St.Marienkirche (Eintritt)

... Rathaus-Führung (Eintritt)

Marzipan-Cappuccino bei Niederegger


2.9.2014 Lübeck

Zwei Engelchen mit dem Teufelchen...vor der Marienkirche in Lübeck
Zwei Engelchen mit dem Teufelchen...vor der Marienkirche in Lübeck

Heute Nacht hat es wieder satt geregnet, aber als wir aufstanden, hatten wir wieder blauen Himmel. Nach einem flotten Frühstück machten wir uns, vorsichtshalber aber wieder mit dicken Jacken und Regenschirm bewaffnet, auf den Weg zum Bus. Gestern hatten wir festgestellt, dass es noch eine nähere Bushaltestelle gab. Und so gingen wir heute dort hin.

Auch stiegen wir nicht wie gestern an der St. Jacobikirche (Breite Str.) aus, sondern fuhren eine Station weiter und landeten somit direkt an der Fussgängerzone (Stadttheater).

Heute wollten wir uns den Dom ansehen und der liegt leider am Ende der "Insel Innenstadt" und so kamen wir natürlich auch wieder am Rathaus vorbei. Wir machten noch einmal ein paar Fotos von der imposanten Fassade über dem Arkadengang und dann ging es weiter.

Den Dom erreichten wir recht zügig. Auch hier, wie an vielen anderen Stellen auch, wird gewerkelt - von Fassadenausbesserung und Erneuerung bis Dachdecken. Da wird viel Geld in die Hand genommen, um alle Kulturgüter wieder flott zu kriegen.

Der Dom selbst hat was. Man gelangt, wenn man dorthin geht, flott vom "Fegefeuer ins Paradies". Weltliche Rechtsprechung hatte schon damals keine Bedeutung für die Kirche. Und so mancher Sünder fand halt dort sein sicheres Paradies. Sachlich gesehen ist der Dom die älteste Kirche Lübecks. Sie geht auf des Jahr 1173 zu Zeiten Heinrich des Löwen zurück. Ursprünglich war das mal eine romanische Kernkirche, mit gotischem Einschlag und sie wurde später "Barock verziert" und ausgestaltet. Mir gefiel am besten das "Triumphkreuz" um 1477. Vieles hier ist noch nicht wieder erneuert und weisse Säulen und Wände mit wenigen Restmalereien schauen einen an. In vielen abgeschlossenen Nischen stehen noch jede Menge Steinsärge und andere Kostbarkeiten rum - obwohl, drei "Gräberkammern" sind fertig, wenn auch nicht zugänglich.

Eine sehr grosse und noch schlichte Kirche und nach der Marienkirche von gestern nur von aussen sehr gross und imposant. Dieses hielt uns aber nicht ab, mal drum rum zu gehen. Und siehe da, da gibt es in einem Nebenbereich ein Naturkundemuseum und eine Etage höher ein Cafe mit einem Innenhof und Blick auf die Kirchen-Türme und das Kirchengebäude. Das sieht gut aus. Und wenn man dann dort noch einen leckeren Cappuccino trinken kann, in strahlendem Sonnenschein, dann tun die Füsse nur noch halb so weh.

Witzig war noch ein riesiger Glaskasten, in dem das Skelett eines Pottwales ausgestellt war. Beim Rausgehen aus dem Cafe ging rechts ein Weg ab zu "Viechern aus der Gegend" in Schaukästen. Wir machten ein paar Fotos und uns dämmerte dann, dass wir plötzlich ungewollt im Naturkundemuseum gelandet waren. Wir gingen wieder hinaus. Für Naturkunde stand uns heute nicht der Sinn.


Wir gingen zurück in Richtung Fussgängerzone, jedenfalls versuchten wir es. Aber irgendwie landeten wir immer woanders als gewollt. Und als wir dann endlich und sehr plötzlich wieder vor dem Rathaus standen, beschlossen wir, im Ratskeller Mittag zu essen. Hatte uns ein Bus-Mitfahrer empfohlen.

Ist schon ein bisschen urig da unten im Keller. Wir sassen in einer "Kombüse" und rings an den Wänden grüssten uns Bilder von Thomas Mann und die Speisekarte samt Einladung von Herrn Buddenbrook. Wir wollten aber eher den Mittagstisch - Bratwurst Lübecker Art, also bürgerlich und Leber mit grünen Bohnen und Püree, also noch bürgerlicher. Es schmeckte nicht schlecht, nur meine grünen Bohnen waren kalt und somit meinerseits nicht wirklich essbar. Der Chef dort kam nach unserem Essen an den Tisch und fragte, ob es uns denn geschmeckt hätte. Ich sagte, dass es schade wäre um mein Essen, die Bohnen wären kalt bzw schwach lauwarm gewesen. Er entschuldigte sich sofort und sagte, ich müsse dieses Essen nicht bezahlen. Das verlange die Tradition. Irgendwie war mir das schon peinlich, weil auch ungewohnt. Aber ich nahm es dankend an. Und so haben wir eigentlich sehr preiswert für 14 Euro incl. Getränke gegessen.


Weiter ging es zur St. Petrikirche. Sie befindet sich nicht weit vom Rathaus entfernt. Man geht nur über den Platz vor dem Rathaus und jenseits der nächsten Strasse ist dann die Kirche. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Holzkirche. Aber bereits im 13. Jahrhundert wurde diese durch eine dreischiffige Hallenkirche ersetzt. Zwei weitere Kapellen wurden im 14.+15. Jahrhundert angebaut und somit erhielt die heutige St. Petrikirche ihre fünf-schiffige Grundform.

Leider wurde die Originalkirche 1942 innen total zerstört und der Wiederaufbau wird noch lange, lange dauern. Restauriert sind der Turm, das Dach und eine Aussichtsplattform, auf der man über Lübeck schaut und auch die Türme der Kirchen gut von oben sehen kann. Dahin gibt es einen Aufzug.

Haben wir natürlich auch gemacht. Klar sind da die Gerüste ringsherum hinderlich für supertolle Fotos. Aber tolle Fotos haben wir dann trotzdem hingekriegt. Die Kirche selbst besteht in erster Linie nur aus weissen Säulen, die allerdings attraktiv wirken. Man sieht viele Handwerker in der Kirche, die Arbeiten vornehmen. Aber das wird bestimmt noch lange dauern, bis hier innen drin wieder eine sichtbare Kirche vorhanden ist.


Wir machten uns auf den Rückweg via Fussgängerzone zur Abfahrtsstelle unseres Busses. Auch heute haben wir wieder eine Menge gesehen. Und eines ist für uns klar - die nächste passende Gelegenheit werden wir nutzen, um mit Auto, Bus oder Bahn wiederzukommen. Dann nehmen wir ein Hotel in der Stadt und können so auch mal das Nachtleben geniessen.

Morgen fahren wir weiter nach Dassendorf zu einem Besuch bei Freunden.

Stadt Lübeck


Dom in Lübeck

Wal im Naturkundemuseum (nahe Dom)

Restaurant Rathauskeller

Petrikirche - Turmlift (3€/Person)


3.9.2014 Lübeck - Dassendorf 60 km

Besuch unserer WoMo-Freunde in Dassendorf


Auch heute morgen wieder Sonne satt als wir losfuhren Richtung Dassendorf. Die Kleinstadt liegt mehr oder weniger vor den Toren in Hamburgs Süden und man kommt toll hin, wenn man durch den Sachsenwald fährt. Hier gibt es auch einen Schmetterlingspark - aber um diese Jahreszeit kein Thema.

Unser Parkplatz samt Stromanschluss erwartete uns schon, als wir gegen halb zwölf in Dassendorf eintrudelten. Schön, wenn man sich nach langer Zeit mal wieder sieht.

Und da der Mittag immer am besten zu ertragen ist mit einem leckeren Mittagessen, fuhren die beiden mit uns zu einem Mongolen-Buffet vor den Toren Hamburgs. Lecker war es da und wenn man denkt, man kennt schon alles auf einem "Chinesenbuffet", dann wird man immer wieder eines Besseren belehrt. War sehr lecker hier!

Den Kaffee tranken wir dann wieder in Dassendorf im Garten bei Sonne und kühlendem Wind. Selbst im Schatten kriegt die Sonne noch 26 Grad zusammen. Natürlich hat man sich sehr viel zu erzählen und erzählen und erzählen. Wie das halt so unter Frauen ist. Fery bekam später Verstärkung von seinem Sohn Jörg, der sagte auch nicht so viel, aber er zeigte Fery und mir seine neue Harley Davidson. Wer mich länger kennt, weiss, dass ich da total drauf abfahre. Und Jörg liess mich sogar mal drauf sitzen! MEIN Tag war gerettet!

Natürlich stand am Abend dann auch Fussball an und wir hätten uns schon gewünscht, dass unsere Jungs mal richtigen Fussball gespielt hätten - Freundschaftsspiel hin oder her. Gegen halb zwölf in der Nacht gingen wir dann Richtung Schlafen.

Morgen werden wir weiterfahren nach Meck-Pom in den Ort Ludwigslust...



Auf dem Weg nach Ludwigslust.


4.9.2014 Dassendorf über Nauenburg nach Ludwigslust 100 km


Heute morgen gab es wiederum in strahlendem Sonnenschein ein liebevoll und lecker zusammengestelltes gemeinsames Frühstück samt Frühstückseier. So, wie wir es mögen - was die beiden doch alles über uns wissen.. Danach quatschten wir noch eine lange Weile. gerne hätten sich Ingrid und Fery gewünscht, dass wir länger geblieben wären. Aber das klappt leider nicht. ist aber auch nicht schlimm - so werden wir dieses Jahr noch einmal hier in die Gegend kommen - zu den Weihnachtsmärkten zum Beispiel. Und dann sehen wir uns wieder.


Unsere Fahrt ging auf der Land-Strasse 5 weiter Richtung Ludwigslust. Und wie gewohnt, wollte das Navi wieder anders als ich, aber ich habe mich durchgesetzt. Schliesslich kann ich Landkarten lesen. In Lauenburg machten wir einen Stopp und zufälligerweise fuhr ich auch noch da ab, wo es zu den "öffentlichen Gebäuden" geht. Ja, die Beamten dort haben einen tollen Blick über die Elbe. Und dort steht auch der Schlossturm.

Natürlich wollten wir dann auch die Altstadt etwas tiefer sehen und fuhren zurück und eine Strasse weiter abwärts. Womit wir nicht gerechnet hatten, war das Kopfsteinpflaster dort, mit Sicherheit handverlegt und wohl auch aus einem anderen Jahrhundert, dem Rumpeln und Knarren von unserer "Mücke" nach zu urteilen. Die Strasse teilte sich bei 8% Gefälle in Einbahnstrassen. Und auf dieser schmalen Strasse kam uns dann ein PKW entgegen. Er quetschte sich dann mühsam vorbei an einer Abfahrt, für alles andere war die Strasse zu schmal. Begründung des Falsch-Autofahrers: da stünde ein Laster quer. Mist - und wie fahre ich jetzt? Ich konnte ja nur geradeaus. Und da war nix weit und breit.

Trotzdem haben wir nach der nächsten Kurve festgestellt, dass es zwar machbar, aber Blödsinn ist, auf diesem Uralt-Pflaster weiterzufahren. Wir fuhren eine der nächsten Strassen wieder hoch Richtung Hauptstrasse - ach ist das toll, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben...


Gelesen hatten wir, dass es auf der anderen Seite der Elbe eine Stelle gäbe, wo man die Altstadt von Lauenburg toll sehen könne. Was da nicht stand - alles Baustelle, beide Brücken teilgesperrt und dadurch viel Verkehr vor tausenden von Ampeln. Aber irgendwie schafften wir es dann doch auf die andere Seite. Lohnte aber unserer Meinung nach nicht.

Statt dessen fanden wir einen Stellplatz, den wir schon einmal angefahren hatten - in Hohnstorf -wo man wie auf einer Balustrade sitzt/steht und über der Elbe einen tollen Blick in alle Richtungen. Aber wir wollten ja woanders hin...


Hinter Lauenburg  wurden wir darauf hingewiesen, dass hier früher die Grenze war. Und nicht zu glauben, jetzt wurde die Landschaft wundervoll. Endlos lange Baumalleen über einer recht schmalen Land-Strasse 5, auf der wir noch immer fuhren. Dann wieder Wälder links und rechts, kleine Dörfer und wieder endlose Baumalleen. Bei einigen allerdings rieseln schon mächtig die Blätter. Ja, ist denn hier schon Herbst?

Auf der Weiterfahrt machten wir auch noch einmal einen Abstecher in den Ort "Vellach". Da steht auch eine Backstein-Kirche. Aber die hatte komplett geschlossen, weil dort eine Art Grundrenovierung stattfindet.


Tja und dann landeten wir in Ludwigslust. Hier steht ein Riesenschloss, rechts davon eine Riesen-Gärtnerei und dahinter ein grosser Parkplatz mit abgetrenntem Wohnmobilbereich für bestimmt mehr als 20 Fahrzeuge. Stellplatzgebühr: Null, nur Stromkosten, wenn man welchen in Anspruch nimmt. Dazu Sonne und Platz, die Stühle rauszustellen und zum Beispiel den Apfelbaum voller Äpfel so lange anzustarren, bis wieder ein Apfel freiwillig runterfällt. Hier haben wir dann an unserem Plätzchen verspätet Mittag gegessen und den restlichen Tag machen wir blau.

Morgen fahren wir weiter via Parchim und Schwerin Richtung Wismar..., oder?




Lauenburg

SP Lauenburg (a.d.Elbe)

SP Hohnstorf/Lauenburg (a.d.Elbe)

SP Ludwigslust

Hinweis: Wir haben eine ganz  l-a-n-g-s-a-m-e Internetverbindung. Möglicherweise wird sich das in den nächsten Tagen fortsetzen und wir können nicht mehr täglich unsere Berichte/Fotos einstellen. ...wird aber dann nachgeholt.


5.9.2014 Ludwigslust - Parchim 30 km

Unsere Backsteintour geht weiter...


Na, der Tag fing ja schon gut an. Heute morgen um halb sechs Uhr ging der Strom aus. Ich war zufällig wach gewesen und sah, dass plötzlich zwei Lichter vom Eisschrank fehlten. Also stand ich leise auf, nahm mir die Reserve-Strom-Münze und die Taschenlampe und wollte wieder den Strom anstellen. Dabei erwischte ich an der Stromsäule aber die falsche Leitungs-Nummer und so bekam der Nachbar ungewollt weitere 2.5 kW Strom umsonst - Mist verflixter.

Dumm ist es hier sowieso, dass man spezielle Münzen für je 1.- Euro in der Gärtnerei seitlich vom öffentlichen Teil des Parkplatzes für Strom und Wasser usw. kaufen muss. Blöd für jemanden, der nach 18 Uhr auf den Stellplatz kommt, wenn die Gärtnerei geschlossen hat. Oder wie ich jetzt - vor 9 Uhr gibt es keine neue Strommünze. Nun ja, ich versuchte noch ein bisschen zu schlafen, und dann nahm ich mir den PC vor und als Anni wach wurde, war es kurz vor neun Uhr und ich zischte ab, um eine neue Münze für Strom zu kaufen. Wir nahmen uns viel Zeit für ein leckeres Frühstück im strahlenden Sonnenschein - Kaffeemaschine ging ja dank Strom wieder... Trotzdem fuhren wir um 10 Uhr bereits ab.

Wir hatten überlegt, eine Führung im naheliegenden Schloss mitzumachen. Aber die ist nur um 14 Uhr bei mindestens 25 Interessenten - ist ja auch Nachsaison. Preis 3.50 Euro Eintritt plus 3.50 Euro Führungstaxe. Ach ja....


Auf dem Weg nach Parchim begleitete uns die Sonne, viel Wald und Acker und wenige kleine, wohl gepflegte Dörfer. In Parchim angekommen, fuhren wir direkt an der ersten Backsteinkirche vorbei. Und einen Parkplatz für uns von der Grösse her fanden wir auch. Klasse, so konnten wir direkt die St. Marienkirche besichtigen. Sie stammt aus der Zeit um 1270. Obwohl die endgültige Fertigstellung erst im 14. Jahrhundert erfolgte. Diese Kirche ist das älteste, erhaltene Gebäude in Parchim. Ursprünglich als dreischiffige Hallenkirche gebaut, wurde sie auch von romanischen und gotischen Einflüssen der folgenden Jahrhunderten geprägt. Toll ist die geschnitzte Orgelempore aus dem 16 Jahrhundert. Aber auch der Flügelaltar aus dem 15.Jahrhundert ist super.

Wenn ich all diese Bauten und Kunstwerke sehe, dann frage ich mich immer, wie die Menschen das damals so spitzenmässig auf die Reihe gekriegt haben mit den doch primitiven Werkzeugen und Möglichkeiten. Natürlich wird auch hier restauriert und das ist gut so.


Anschliessend sollte uns das Navi auf den Stellplatz bringen, aber - natürlich - wir machten erst einmal eine Stadtrundfahrt bis wir endlich hier landeten. Der Stellplatz hier befindet sich auf einem sehr grossen Parkplatz gegenüber der Sporthalle und nahe dem Kanal und ist extra als Stellplatz ausgewiesen. Wir suchten uns ein Schattenplätzchen direkt neben Lampen und Stromboxen. Mein Trost für den Mist von heute morgen war, dass wir eine Stromsäule erwischten auf der vom Vorgänger noch Strom drauf war. Finde ich gerecht und fair und nun ist meine Welt wieder in Ordnung...


Zu Fuss gingen wir dann vom Platz über die Strasse und landeten mehr oder weniger direkt vor dem Rathaus und der St.Georgenkirche. Auch sie ist eine Backstein-Kirche. Ursprünglich 1229 erstmalig erwähnt als spätromanisches Bauwerk, brannte sie 1289 völlig ab und wurde bis 1307 durch einen gotischen Neubau ersetzt. Hier wurde und wird in allen folgenden Jahrhunderten restauriert. Wie mir der anwesende Küster erzählte, sind die Aussenarbeiten fast abgeschlossen und bis 2017 würde man sich dem Inneren der Kirche widmen. Ja, ist auch sehr nötig. Vor allem Decken-und Wandbemalungen sind kaum noch zu sehen. Natürlich bedarf solch eine Restaurierung auch viel Geld. Verständlich, dass man sich von jedem Besucher eine kleine, freiwillige Spende erhofft. Aber einem dreist auf die Schulter zu klopfen und zu sagen, dass neben der Spende auch Fotografiergeld fällig ist, finde ich peinlich für die Kirchengemeinde - es war übrigens nicht der Küster, sondern möglicherweise einer der Arbeiter dort, der das sagte. Gerne bezahlen wir Eintritt oder natürlich auch Spenden für den Erhalt eines tollen Bauwerkes. Aber da ist ja noch nix ausser Heruntergekommenen und dafür Fotografier-Tax finde ich unpassend.


Wir gingen und besuchten um die Ecke das dritte gotische Bauwerk,das Rathaus. Auch dieses stammt aus dem 14. Jahrhundert. Aber auch hier nagte der Zahn der Zeit und ein Teil musste sogar abgerissen werden. Aber immer noch strahlt das Rathaus Grösse und Ordnung aus. Innen konnten wir nichts erreichen. Es war halb eins und wohl Mittagspause, denn die Tür zum Innenbereich war abgeschlossen und die "Rezeption" davor nicht besetzt.

Nicht besucht haben wir den angrenzenden Rathauskeller. Dort ist ein Restaurant beheimatet. Wir wollten heute lieber draussen auf dem sonnigen Vorplatz sitzen und Anni gelüstete es nach einer simplen Bratwurst mit Pommes. Mir gefiel die Eisbude nebenan mit leckerem Eis besser...


Anschliessend gingen wir zurück auf den Parkplatz. Wir hatten beschlossen, wenn noch jemand hier parken würde, dann würden wir auch bleiben - gutes Internet und TV vorausgesetzt. Und es sollte wohl so sein - nahe bei uns steht ein Mobil aus der Eifel und der Fahrer hat seine Wurzeln in Mönchengladbach, wie er uns erzählte. So sind wir "gut beschützt" und fahren erst morgen früh weiter nach Schwerin...


Georgienkirche, Parchim

Marienkirche, Parchim

SP Parchim

Hinweis:

Heute/Hier ist eine akzeptable Internetverbindung mit dem Lidl-Stick möglich.


6.9.2014 Parchim - Schwerin 40 km

Die Nacht über  in Parchim zu bleiben, war vielleicht doch keine soooo gute Idee. Ein riesiger, leerer PKW-Parkplatz, zwar voll ausgeleuchtet, aber immer wieder von anderen seltsamen Autofahrern befahren, die hier ihre Renn-Runden drehten und Krach dabei machten. Abgesehen davon kam plötzlich ein schwarzer PKW leise an und stellte sich nicht weit von uns entfernt hin, öffnete weit die Türen, liess das Auto-Licht brennen. Zwei Personen stiegen aus und standen rum, als würden sie auf etwas warten. Der eine hatte ein leuchtendes Tablet oder so in der Hand, der andere machte sich nen Glimmstengel an. Und das Nachts um halb drei. Was soll man davon denken? Fast eine Stunde standen die beiden da, dann stiegen sie ins Auto und fuhren fort. Und was soll das jetzt gewesen sein?

Todmüde gingen wir heute früh um 8 Uhr duschen, anschließend frühstückten wir. Unseren Nachbarn sahen wir erst, als er abfuhr Richtung Rügen. Wir waren aber auch fast fertig mit dem Packen und machten uns ebenfalls auf die Socken. Fest steht, noch einmal werden wir nicht auf solch einem riesigen Stellplatz-Parkplatz übernachten, auf dem nur WoMo´s in PKW-Länge zugelassen sind. Da kommt dann halt auch keiner, weil man heute üblicherweise mindestens 7 Meter lang ist.


Wir fuhren weiter nach Schwerin. Natürlich wieder Sonne satt und es war sehr drückend. Vor 11 Uhr waren wir bereits angekommen auf dem dortigen Stellplatz im Hafenbereich. Auch hier ist es in erster Linie ein normaler Parkplatz. Aber am Rand sind Stellplätze angeordnet. Sogar ein bisschen versetzt, so dass nicht jeder dem anderen ins Badezimmer oder die Küche gucken muss. Wir hatten Glück, dass gerade ein WoMo wegfuhr und so ergatterten wir ein Plätzchen zwischen all den grossen Mobilen, geschützt und behütet und auch lärm-abgeschirmt. Was will man mehr. Am Eingang steht ne Schranke und man bekommt eine Chip-Karte mit der man auch Strom nach Belieben "ziehen" kann, ohne lästige Münzen, die man irgendwo besorgen muss. Auch kann man hier an der Säule ablesen, wieviel Strom man noch übrig hat und muss nicht "blind" verlängern.


Tja, dachten wir uns, wenn wir jetzt den Dom abhaken, dann können wir weiterfahren nach Wismar, da wir dort sowieso ein paar Tage bleiben wollen. Und der Platz hier liegt fussläufig nicht weit vom Stadtzentrum und dem Dom entfernt. Also los, durch ne nette Strasse mit schönen Giebelhäusern, verrückten Geschäften, wie z.B. "Bier-Erfindung" und viel buntem Treiben auf dem grossen Marktplatz. Da die Kirche direkt dort beheimatet ist, gingen wir hin. Ja, der Dom ist schön, von innen und aussen, aber auch ein bisschen wie alle die anderen Kirchen, die wir in den letzten Tagen gesehen haben. Aber - für uns hatte er trotzdem zwei tolle Sachen parat: ein wundervolles Glasfenster mit einer fast lebendig wirkenden "Glas-Malerei". Eine Kirchenmitarbeiterin erzählte uns, dass um die jetzige Mittagszeit genau die Stelle von Jesus ausgeleuchtet würde, die so den Mittelpunkt des "Bildes" darstellt. Mich erinnert der Kunststil dieses Werkes ein bisschen an Michelangelo. Ich war davon fasziniert. Natürlich gibt es auch andere, sehr schöne Fenster der klassischen Art und sogar auch ein paar Supermoderne. Aber alles ist halt Geschmackssache.

Die zweite tolle Sache wäre die Möglichkeit gewesen, auf den Turm, der der höchste im ganzen Land sein soll, zu steigen. Der Blick über Stadt und Land soll phänomenal sein.  Nachteil: die 220 Stufen einer Strecke. Und den gewünschten Aufzug hat noch kein Sponsor bezahlt.... 


Nach der Besichtigung machten wir noch einen kleinen Rundgang durch die Altstadt und landeten anschliessend wieder auf dem grossen Markt-Platz mit den vielen Restaurants und Cafe´s. Und wir hatten auch Hunger. An einer Ecke gab es einen Italiener mit unseren Lieblingsgerichten. Wir hielten gerade Ausschau nach einem Tisch, als mich eine Frau von hinten ansprach: "Also, ich bin eine Langzeit-Schwerinerin... und ich empfehle Ihnen ein paar Schritte weiterzugehen in die extrem enge Gasse rechts. Dort gibt es das Lokal "Zur Guten Quelle" - da bekommen Sie das beste Essen von Schwerin". Haben wir glatt gemacht. Und das Essen war wirklich sehr, sehr lecker -"Rehgulasch nach Art des Hauses".


Danach überlegten wir, ob wir zurückgehen und weiterfahren sollten, oder etwas Verrücktes tun und mit dem "Petermännchen" - ihres Zeichens sind das die Schlossgeister hier, eine Stadtrundfahrt in so einem kleinen Wägelchen zu machen. Um knapp halb zwei fuhr der Wagen ab und das passte gerade. Und so "fahr-bummelten" wir eine gute Stunde durch die Gegend,  Altstadt und die vielen Seen mit Seglern, und einen tollen Bade-Sandstrand erlebten wir. Auch das Schloss aus einer tollen Perspektive durften wir erleben. Dazu natürlich die Schlossparks, den Kletterwald, den Zoo und viele  Traditionsgebäude, die hier ihre Heimat haben. Selbst hier im Hafen an unserem WoMo-Standplatz fuhren wir auf unserer Stadtrundfahrt vorbei.


Wir hatten uns unterwegs schon entschieden, eine Nacht hierzubleiben. Wir stehen gut, in Blickweite auch den kleinen Sportboothafen und vielleicht gehen wir heute Abend ja auch mal ein frischgezapftes Bier trinken. Wenn es doch bloss nicht so drückend warm ohne Wind wäre. Hier in unserer "Mücke" waren es vorhin 31 Grad und selbst jetzt um 18 Uhr sind es noch 26 Grad draussen. Aber - da ziehen Wolken auf und ein bisschen Wind weht. Wollen wir hoffen, dass es viel kühler wird und wir mal wieder durchschlafen.

Morgen fahren wir nach endlich Wismar. Und dann schaun mer mal.

Fensterbild im Dom von Schwerin
Fensterbild im Dom von Schwerin

Schwerin incl. Schloss

Dom in Schwerin

Fahrt mit dem Schlossgeist "Petermännchen" durch Schwerin

Im Restaurant "Zur Guten Quelle"

SP in Schwerin - nahe Altstadt, 16€ + Stromverbrauch- nur Strom!: