USA 2012: 6. Woche - 16.4.-24.4.2012

 


80 km
Datum Strecke bis
St km Hotel

Hinweis

                              16.04.2012                               Moab                               UT                               45 km                               Super 8

                              Kane Creek Road,

Richtung Hurrah Pass

                              17.04.2012                               Moab                                 80 km                               "                               Sand Flats Road
                              18.04.2012                               "                                 130 km                               "                               Colorado Riverway, Castle Valley, La Sal Mountain Loop
                              19.04.2012                               "                                 210                               "

                              MineralBottom,

Canyonlands NP

                              20.04.2012                               "                                 200                               "                               Anticline Overlook
                              21.04.2012                               Torrey                                 410                            Rim Rock                               Hyw 95 und Hwy 24
                              22.04.2012  Kanab                                 370                              Bob Bon Inn                               Hwy 12 und Hwy 89
Moab, Utah, weather forecast

16.4.2012

 

Moab: Kane Creek Road - Richtung "Hurrah Pass" - toll!

Moab: Kane Creek Road - Richtung Hurrah Pass - Moab - 45 km
Moab: Kane Creek Road - Richtung Hurrah Pass - Moab - 45 km
A Super 8 Moab N38°35'14.9"W109°33'38.2"
B Visitor Center Moab N38°34'23.4"W109°33'01.0"
C Abzweig Kane Road N38°33'52.7"W109°33'04.8"
D

Abzweig Chickencorner

bzw. Hurrah Pass

N38°27'59.5"W109°36'03.3"
E hier haben wir gedreht N38°28'16.5"W109°37'21.8"


Klick unteres Foto an für kurzen Filmausschnitt "Kane Creek Road"

Klick an für kurzen Film "Kane Creek Road" (für schnelle PCs)
Klick an für kurzen Film "Kane Creek Road" (für schnelle PCs)

...weitere 70 Fotos (oder unterhalb als Fotoshow anklicken):

...der krönende Tagesabschluss: Lunch bei Dennys

16.4.2012 Kane Creek Road Richtung Hurrah Pass

 
Heute morgen fing der Tag sonnig an. Wie schön. Nur, wir wussten nicht, was wir machen wollten. Erstens hatte ich mir gestern Abend noch die Muskeln des Halswirbels "verstaucht", ich konnte den Kopf nicht mehr nach rechts und links drehen. Vermutlich habe ich so unglücklich gestern auf dem Hocker zwecks Bilder und Text gesessen, dass meine Nackenmuskeln da was dagegen hatten. Ich habe also erst mal Pillen geschluckt zur Entkrampfung. Und so war ich heute morgen eben nicht so fit wie sonst. Zwar konnte ich den Kopf wieder rechts rum drehen, aber noch nicht wieder links rum. Nach dem sehr mageren Früstück im Motel sind wir erst wie immer tanken gefahren und dann zum Visitor Center. Die Rangerin war zwar nett, aber sie hat uns dann gleich drei Zähne gezogen: Mineral Bottom wieder dicht bis ganz wenig befahrbar. Der erneute Regen der letzten Tage hat wohl wieder sehr viel Matsch hangabwärts erzeugt. Gut - werden wir Freitag noch mal nachfragen. Long Canyon absolut tabu - da geht auch momentan gar nichts. Und Onion Creek - abhaken, dauert länger bis der wieder "in der Reihe" ist. Aber dafür gab sie grünes Licht für den Hurrah-Pass. Aber wir sollten sehr, sehr vorsichtig sein, die Steinplatten und Felshubbel kurz vor dem Gipfel wären für ein Auto unserer Art und dann noch ohne zuschaltbarem 4WD...aber wir lassen uns nicht bange machen. Wenn es klappt - gut, wenn es nicht klappt - auch gut.

Wir also los, bis McDo und dann rechts auf die "Kane Creek Road" und immer gerade aus. Diese Strasse ist erst mal asphaltiert. Und es ist ein besonderes Vergnügen auf die steilen und hohen Felsen der gegenüberliegenden Potash Road zu gucken. Von hier sind die Felsen noch viel höher, als wenn man unten am Rand entlang fährt. Auch der dazwischen liegende Colorado gibt von dieser Seite mehr Optik her. Unser erster Stop war der "Moonflower Canyon" linkerhand. Hier gibt es noch ein paar Petroglyphen zu sehen. Unser zweiter Stop ein Stückchen weiter. Da hatte sich doch jemand eine Leiter an eine Felswand gebaut und oben in eine grosse natürliche Fels-Öffnung einen knatschblauen Campingstuhl gestellt. Und während wir fotografierten fuhr davor ein Auto ab und der Fahrer sagte, das, was wir gerade fotografieren würden, wäre sein liebster Platz im Sommer. Überall wären dann locker 120 Fahrenheit und er sässe da oben bei angenehmen 60 Fahrenheit. Ich beglückwünschte ihn zu seinem Traumplatz und befriedigt fuhr er weg.

Ein paar Meilen später, nach einer schönen Fahrt am Colorado River entlang und den ganzen Bergen rechts und links hörte dann die Asphaltstrasse auf. Die folgende Schotterstrasse ist in einem sehr guten Zustand. Man kann sie bedenkenlos fahren mit einem SUV. Überall auf der Strecke gibt es Campingplätze und man sieht auch viele normale PKW´s dort stehen.

Die Road führt eine Weile am Kane Creek entlang, geht dann über einen "Pass" hinunter ins Tal und immer weiter gerade aus. Auch wenn die Strasse kurvig ist, oder vielleicht gerade deswegen, kommt es einem vor, wie in einem Abenteuerfilm. Und immer und überall begleiten einen Felsen aller Art, Farbe und Höhe und ein zumindest heute ein mit wenig Wasser gefülltes Bachbett, das man an zwei Furten lässig überqueren kann.

Die Strasse geht langsam aber sicher immer höher und plötzlich tauchen jede Menge steinige, rote Pilzköpfe auf. Links der Strasse und direkt an der Strasse. Toll. Fährt man weiter kommt erst ein weiterer Campingplatz, dann ein Schild links hinunter zum Kane Creek Trail. Und auch für geradeaus gibt es ein Schild: Hurrah Pass. Unser Ziel, wenn es möglich ist.

Die Strasse wird ab hier zunehmend steiniger und "hubbeliger", aber sie ist immer noch bequem zu fahren. Dann hat man eine Traumkulisse vor sich. Lauter braune Köpfe, riesige steile Wände in beige mit grün und eine Strasse, die kriminell wird. Die Rangerin hatte uns ja gewarnt dort zu fahren. Aber unser SUV wollte es einfach wissen. Wir also über riesige schiefe Felsplatten, über Löcher ohne Ende, über Steinritzen und hohen Steinwälle. Wir überlegten - so einfach knapp ne gute Meile vor dem Pass mal wieder aufgeben zu müssen...Und dann kam von hinten ein roter Hummer angefahren. Er fuhr locker über den zweiten Steinwall und verschwand in einer Senke, und kam ganz, ganz langsam dort wieder heraus. Und das war die Entscheidung. Wenn ein Hummer dafür 4 Sekunden braucht um rein und wieder rauszukommen aus der Steinsenke - dann lassen wir das. Also mühsam gedreht und zurück. Mittlerweile kam das nächste Auto, ein hochbeiniger GMC. Auch er warf dort an der Senke das Handtuch und drehte. Also, was sollen wir uns ärgern. Es wird andere Highlights als Ersatz für den Abbruch geben.Viel toller ist es, dem berühmten "Anticline Overlook" zu Füssen gelegen zu haben, eben unten an seinem Sockel. Vielleicht fahren wir morgen, je nach Wetter, dann die obere Strecke und können dann am Overlook runtergucken, wo wir heute gefahren sind und gestanden haben. Unterwegs hatten wir natürlich wieder tolle Fotomotive, da die Sonne ja jetzt anders stand und die heute morgen im Schatten liegenden Steinwände ausleuchtete.

Zurück in Moab gönnten wir uns erst mal ein Mittagessen bei Dennys. Insgesamt sind wir NUR 45 Meilen gefahren - dafür haben wir 4 Stunden hin und zurück gebraucht.  

Dagmar

 

 


17.4.2012

 

Moab - Sand Flats Road - Blick auf La Sal Mountains

Moab - Sand Flats Road - Moab 80 km
Moab - Sand Flats Road - Moab 80 km

A

H

Super 8 Motel Moab N38°35'14.9"W109°33'38.2"
B

Recreation Sand Flats

Slick  Rock Trail

N38°34'52.0"W109°31'11.1"
C

Abzweig Overlook 

Castle Valley

N38°34'24.7"W109°21'21.2"
D haben hier gedreht N38°34'28.3"W109°20'49.9"
E Ende Sand Flats Road N38°31'21.3"W109°20'21.7"
F

Abzweig auf

Spanish Valley Road

N38°31'47.5"W109°29'48.2"
G

Abzweig auf US192

bzw. Spanish Trail Road

N38°31'43.4"W109°30'10.4"

Klick den Hund an, und Du kriegst einen kleinen Film zu sehen, wie wir über die Sand Flats Road fahren.

... new Driverlicense???
... new Driverlicense???

Nein, heute KEINE Hamburger! Fisch und Chips & "verhindertes Gyros mit Tsaziki"

17.4.2012 Sand Flats Road

 
Heute morgen waren wir gewillt, kurz zu treten, den Wagen zu waschen, einkaufen zu gehen und lecker irgendwo zu essen. Und sonst mal faulenzen und abschalten. Und dann blätterte ich durch ein paar der Reklameheftchen, die wir irgendwo mitgenommen hatten. In einem war mittendrin eine hübsche Karte von Moab und den Wegen drumherum, die man machen kann. Eigentlich eine Reklame von irgendeinem Touren-Anbieter. Dann sah ich mitten aus dem Ort einen Weg zu einem "Recreation"-Bereich für Biker eingezeichnet abgehen. Schön, dachte ich, zwei Meilen und ein bisschen oberhalb der Stadt, kann man ja mal von oben runtergucken.

Aus den zwei Meilen wurden dann zwanzig Meilen und 3 Stunden Fahrt, und letztendlich bis zurück nach Moab noch mehr von beidem. Dieser Recreation Park namens "Sand Flats" war nämlich mehr als nur eine riesige Spielwiese für Biker. Diese Road geht mal wieder durch ein traumhaft schönes Naturgebiet. Und das wusste ich nicht. Zu Hause habe ich alles, was mir in die Finger fiel, bzw. was Google mir erzählte, durchgesehen. Aber diese "Sand Flat Road" - wie sie offiziell heisst, ist mir völlig durchgegangen, bzw. ich habe nichts darüber gelesen. Der erste Eindruck, als wir den Weg hinauffuhren war, dass es hier so was von glattgeschliffenen Felsen gibt, eine riesige Spielwiese für Rad-Biker. Endlich können die mal ungestört von Berg zu Berg radeln, rauf und runter. All die knatternden Buggies, Quads und Konsorten sind hier verboten - jedenfalls jetzt.

Zu Beginn des Parks gibt es ein Kontrollhäuschen. Man muss für ein Auto 5 Dollar Eintritt bezahlen. Aber wenn man dem Chef dort sagt, dass man weder radelt noch länger bleibt, sondern nur mal durchfahren will, dann kostet es nichts. Die Strasse war bis dort asphaltiert, danach war es die übliche, gute und breite Schotterstrasse. Das nur mal durchfahren dauerte dann 3 Stunden. Überall gibt es kleine Campingplätze, sehr oft mit Autos besetzt, dazwischen, davor, dahinter Hügel, Hügel, Hügel....glatt und gelb und und und....ich würde mich wiederholen. Man kann es eigentlich nicht beschreiben, man muss es selbst gesehen haben. Und nein, nach all den "Steinen" der letzten 5 Wochen - wir sind es immer noch nicht satt, und wir sind immer noch und immer wieder beeindruckt. Irgendwann zwischen drin, gab es mal ne kleine, schmale Schlucht, einspurig. Die sind wir sogar rauf und runter und wieder zurück, gefahren. Davon mussten einfach Bilder her. Dann gab es einen Abzweig zum Lookout "Castle Valley Overlook". Wir hin, aber die Strecke war extrem sandig und zum guten Schluss auch zu "hubbelig" und mit Felsenkante. Und noch ne knappe Meile zu Fuss war es uns dann nicht wert, da der Himmel mittlerweile zugezogen und das Tal unter uns sehr dunstig geworden war.

Überhaupt - die Sonne störte teilweise am Morgen, weil wir viele Felsen nicht fotografieren konnten - Gegenlicht. Als sie dann für uns gut gestanden hätte, war der Himmel zugezogen und wieder wirkte alles wie Gegenlicht. Aber ein paar tolle Aufnahmen haben wir trotzdem hingekriegt. Auch von den nächsten Knallern: Jede Menge Hoodoos. Und einen davon nennt man im Volksmund "Elvis´Hammer". Ein Wandergebiet. Biker haben wir hier keine mehr gesehen. Über der ganzen Strecke schwebten quasi die La Sal Mountains. Und die haben ja noch satt Schnee. So hatten wir immer von allem ein bisschen.

Natürlich gibt es hier auch "Schotterwege" neben der Schotterstrasse. Am Häuschen hatte ich gefragt, ob wir die mit unserem Auto fahren könnten, aber der Ranger hatte energisch abgewunken. Weil er uns alte Schachteln das nicht zutraute?

Aber spätestens am Abzweig zum "Fins n´Things" - einem Dinoweg? gab ich ihm recht - DAS war nun wirklich nicht die richtige Tour für uns, ein ganz tiefer Graben aus Felsen. Für einen Hummer ein Vergnügen - aber nicht für unser Schätzchen...

Und so blieben wir auch an den anderen Abzweigen brav auf der normalen Schotterstrasse. Nach ungefähr 20 Meilen landeten wir dann wieder auf Asphalt. Hier kreuzt die "La Sal Mountain Road". Man kann links runter nach Moab fahren - 39 Meilen, oder rechts rum - 26 Meilen. Wir entschieden uns für die kürzere. Natürlich hat man aus ca. 2400 Metern Höhe in der Spitze einen tollen Blick auf den Colorado und das ganze Tal - aber eben nicht, wenn es nur noch dick-diesig ist.

Ausserdem hatten wir genug für heute und Hunger ausserdem. Schliesslich wollten wir ja eigentlich überhaupt nichts tun. In Moab waren wir dann eine Kleinigkeit essen, wuschen mal wieder das Auto und gingen schräng gegenüber noch in den Supermarkt.

Um halb fünf Uhr waren wir dann wieder hier im Motel. Insgesamt mit Tour, Essen, Auto waschen und einkaufen waren das stramme 7 Stunden. Genug für einen Tag.

Morgen werden wir erneut mal wieder eine Ruhepause gedanklich in Angriff nehmen... 

Dagmar

 


18.4.2012

 

DANKE! ... für die bisherigen netten Gästebucheintragungen und auch persönlichen E-Mails! Dagmar versucht, wenn die Zeit es erlaubt, sich auch in meinem Sinne ebenfalls persönlich zu bedanken! Wir freuen uns über jedes positive Echo und sind auch dankbar für so manchen guten Hinweis für unsere Reise!

Colorado Riverway, Castle Valley, La Sal Mountain Loop

Rund um Moab-130 km
Rund um Moab-130 km
A Super 8 Motel N38°35'14.9"W109°33'38.2"
B Abzweig Castle Valley N38°41'00.5"W109°25'21.4"
C Abzweig Mountain Loop N38°35'43.4"W109°17'25.3"
D bis ...Sand Flats Road/Ende-gedreht N38°31'22.1"W109°20'18.7"
E wieder gedreht...zurück zum Motel center><N38°35'29.6"W109°15'53.9"

Dagmar am Castle Rock
Dagmar am Castle Rock

Hausmannskost im Motel :-)) [Breakfast im Zimmer/Motelhalle/Lunch im Zimmer]

Klick den Laptop vom unteren Foto an ... und schon läuft ein kleiner Film!

Travelmäuse bei der Arbeit...
Travelmäuse bei der Arbeit...

18.4.2012 Kurztrip Castle Valley

 
Heute morgen haben wir dann nun wirklich beschlossen, spätestens um die Mittagszeit wieder hier zu sein. Der Himmel war heute morgen ziemlich zugezogen. Also kein Wetter für Abenteuer. Deshalb beschlossen wir, die Rest-Sonne auszunutzen und den Rest von "Castle Valley" - also von der 128 aus rauf bis dahin, wo wir gestern rechts runter nach Moab gefahren waren, zu "erledigen". Und dann die selbe Strecke wieder zurückzufahren.

Im Nachhinein betrachtet, ist diese Route auf jeden Fall die bessere Strecke von diesem eigentlichen Rundtrip, sowohl rauf als auch wieder runter.

Die ganze Fahrerei heute hat dann auch nur knapp 130 Kilometer und schlappe 3 Stunden gedauert.Der Vorteil der Strecke ist, sie ist schön und asphaltiert. Sie geht erst mal durch das Tal, vorbei am Minidorf Castle Valley und dann langsam höher und höher. Besonders beeindruckend ist der "Castle Rock" - besonders wenn er morgens schon mit einem weissen "Heiligenschein" da rumsteht...Irgendwann danach macht die Strasse einen Knick nach rechts auf die eigentliche "Roundtrip"-Strecke - La Sal-Mountain Road. Man kommt den La Sal Bergen dabei immer näher und es wird immer kälter. Die Strasse selbst wird schlechter und gewundener und vor allem steiler. Die Landschaft rechts runter sieht aus wie aus einem Westernfilm, vor allem mit dem roten "Rock" in der Mitte. Aber auch heute morgen war es dunstig und je später es wurde, desto mehr zog der Himmel zu. Die Landschaft wurde für unsere Begriffe karg und langweilig. Vielerorts hatte es gebrannt und dadurch sah es noch trostloser da oben in knapp 2.500 Metern Höhe aus. Nach knapp 65 Kilometern waren wir wieder an der Einfahrt zur "Sand Flat Road" von gestern. Und da drehten wir dann und fuhren den Weg zurück.

Schön war die Strecke wirklich nur im unteren Teil bis maximal zur Abbiegung zum "Rundtrip". Jetzt bei der wieder Runterfahrt war dieser untere Teil optisch richtig gut, weil die Sonne jetzt in unserem Rücken stand. Aber vielleicht ist das zu anderen Jahreszeiten ja auch ganz anders als jetzt...Auf dem Colorado, der im übrigen sehr wenig Wasser hat und wo man von tollen Stromschnellen nun gar nichts sieht, paddelte so ein Typ ein paar Ladies durch Wasser. Aber das war es dann heute auch schon...

Wir fuhren noch eben durch zum Supermarkt von Moab, Kleinigkeiten einkaufen. Gegen halb zwei waren wir wieder am Motel. Hier wird zur Zeit heftigst gewerkelt. Draussen sind die ganzen Parkplätze neu geteert worden. Innen gibt es für alle Zimmer richtige Gardinen und Übergardinen. Sieht richtig edel aus - in den anderen Zimmern. Unser Zimmer war noch nicht einmal vom Zimmermädchen fertig gemacht worden. Und der Handwerker werkelt mit den neuen Gardinen erst in den leeren, freien Zimmern. Und dann sind wir auch dran - kann nicht mehr lange dauern, seufz....unser Mittagsschlaf ist deswegen den Bach runtergegangen. Jetzt ist es gut 4 Uhr nachmittags. Und so sitzen wir jetzt hier seit Stunden und machen wir eben unsere tägliche "Arbeit".

Draussen ist der Himmel völlig zugezogen und es sieht nach Regen aus. Es ist auch schon wieder windig. Morgen soll es regnen.Naja, dann warten wir eben ab, was morgen denn nun wirklich ist.

Und dann fahren wir entweder hoch in die Canyonlands - da gibt es noch eine Schotterstrasse, die uns reizt - "Spring Canyon". Und beim Mineral Bottom müssen wir ja auch nach dem Rechten sehen...

Dagmar

 


19.4.2012

 

Mineral Bottom - Canyonlands NP ... ein supertoller Tag!

Moab - Mineral Bottoim -Canyonlands NP - Moab 210 km
Moab - Mineral Bottoim -Canyonlands NP - Moab 210 km

A

H

Super 8Motel, Moab N38°35'14.9"W109°33'38.2"
B

Abzweig 191 auf 313,

dann Richtung Horsethief!

N38°40'21.0"W109°41'12.5"
C Mineral Bottom Beginn N38°30'31.5"W109°59'45.0"
D

Abzweig Zeus links bzw..

Canyonlands/rechts Boot Ramp

N38°31'02.2"W110°00'17.5"
E vor White Rim gewendet N38°29'54.7"W110°01'17.7"
F

dann weiter: Boot Ramp...

und gewendet, da Dead End

N38°31'28.6"W109°59'33.4"
G Grand View Canyonlands N38°18'39.1"W109°51'24.2"

Mineral Bottom ... und der Green River :

Klick das untere Foto an und lass die Mäuse fahren! (19,6 MB-Filmchen)

Mineral Bottom
Mineral Bottom

Canyonlands NP: Shafertrail "gucken" und Grand View "genießen"

Shafertrail, Canyonlands NP
Shafertrail, Canyonlands NP

...- andere Fotoshow zum heutigen Tag folgt später!

19.4.2012  Mineral Bottom bis zum Green River runter, Strecke bis White Rim Road und dann noch Canyonlands NP

 
Heute morgen war der Himmel grau in grau und es sah aus, als würde es gleich aus Eimern schütten. Aber nix da, die Sonne hat mal wieder gewonnen. Und so sind wir um halb zehn Uhr aufgebrochen, neue Welten zu erkunden. Geplant war, uns den kleinen "Spring Canyon" anzugucken, dann vielleicht in Canyonland selbst bis zum Shafer Trail zu fahren und dort nach dem Rechten zu sehen. Den Abzweig zum Spring Canyon haben wir übersehen. Da war nur eine Abfahrt zu einem Campingplatz und daher haben wir die Route nicht genommen, na ja..

Unversehens landeten wir statt dessen an der Abfahrt zum "Mineral Bottom". Dann hat es wohl so sollen sein, dachten wir uns und machten uns auf die staubige ungefähr 20 Kilometer lange Strecke bis zum Canyonrand. Unterwegs wieder viele Kühe, auch auf dieser Piste, die ziemlich zerfurcht ist vom letzten Regen. Und eine Kuh mit ihrem Jungen trabte auf Anni zu, während diese sie aus dem Auto heraus fotografierte. Es sah so aus, als wolle sie mal "Hi" sagen auf ihre Kuh-Art. Anni machte leider ganz schnell ihr Fenster zu, bevor die Kuh sie abschleckte - so nah war sie schon.

Schade, DAS wäre das Bild des Tages geworden...Am Canyon angekommen, sahen wir erst einmal nach, ob wir denn runter fahren könnten. Im Visitorcenter hatte man gesagt, das ginge im Moment wegen des letzten Regens nicht. Aber die Piste sah ganz gut und friedlich aus und es fuhren auch andere Wagen rauf und runter. Und so fuhren wir natürlich auf abwärts. Es ist nicht das erste Mal, dass wir hier abwärts fahren und so ist es natürlich einfacher. Und toll war es wieder mal - und dieser Blick, den man hat. Ich muss ehrlich sagen, mir gefällt diese Piste besser als der hochgelobte Shafer-Trail. Hier ist zwar alles kleiner, dafür aber steilere und engere und mehr Kurven als dort. Und kein Verkehr wie auf dem Bahnhof...Als wir unten waren, beschlossen wir, als erstes links abzubiegen in den Canyon, aber nur bis zur berühmt-berüchtigten "White Rim Road". Das sind an die 6 Kilometer. Die Strasse läuft neben dem Green River her. Auf beiden Seiten hohe Felsen. Hat starke Ähnlichkeit mit dem Colorado und der Kane Creek Road-Seite. Nur die Strasse selbst ist stressig. Viele tiefe Sandfurten zwischen dem ansonsten üblichen Schotter-und Steingehoppele. Ich war froh, dass wir drehen konnten, als die White Rim Road anfing. Ist absolut nix für ein Auto unserer Art. Schade nur, dass ich nicht darüber nachgedacht hatte, hier in Moab einfach einen passenden Jeep für einen Tag anzumieten und dann z.B. solche Touren, oder meinen Long Canyon zu machen...

Zurückgekehrt auf die Mineral Bottom Road fuhren wir dann links und damit runter an den Green River. Auch diese kurze Strecke ist schön und an einer Stelle auch schön kurvig. Macht sich gut auf jedem Foto. Unten am River standen wieder Autos und Gummiboote und jede Menge Wasser-Touri´s. Ist bestimmt supertoll, mal über den green River zu fahren und die Felsen-Welt vom Wasser aus zu sehen. Wir drehten und fuhren ganz gemächlich die Mineral Bottom wieder nach oben. Und von dort die Endlosstrasse zurück auf die asphaltierte Hauptstrasse 313 Richtung Canyonlands NP. Es war noch relativ früh und wenn man schon mal hier ist kann man auch noch mal im Park nach dem Rechten sehen...aber dann will man ja auch all das sehen, was man schätzt und was toll ist - z.B. den "Grand View". Und natürlich auch den Shafer-Trail von oben und auch noch von zwei verschiedenen Stellen aus. Und überhaupt...mittlerweile war der Himmel mal wieder zugezogen und es tröpfelte. Und es war schon gut halb fünf. Ein langer Tag. Wir waren gegen halb sechs wieder im Motel - nach 210 Kilometern...Morgen geht gar nichts mehr - haben wir uns vorgenommen. 

Am Samstag stehen uns fast 500 Kilometer ins Haus bis Torrey unten rum über die 95. Und da gibt es unterwegs auch noch ne Menge zu gucken...

Dagmar

 

 


20.4.2012

 

Frühstück im Jailhaus, dann zum Anticline Overlook!

Moab - Anticline Overlook - Moab 200 km
Moab - Anticline Overlook - Moab 200 km

A

G

Super 8 Motel Moab N38°35'14.9"W109°33'38.2" 
B Abzweig von US 191 N38°18'05.2"W109°23'43."
C Abzweig Anticline/Needles N38°10'12.2"W109°22'55.5"
D Anticline Overlook-Ziel N38°27'53.5"w109°37'38.5"
E Abzweig  Hatchpoint Road N38°15'32.3"W109°34'55.4"
F Glass Rock, nahe US 191 N38°16'34.8"W109°24'25.6"
Anticline Overlook
Anticline Overlook

 

20.4.2012 erst im "Knast" und dann am "Anticline" und anschliessend über die " Hatch Point Road"

 
Gestern Abend war ich um 9 Uhr im Bett, nix ging mehr. Und heute morgen wurde ich kurz vor 8 Uhr wach. Anni war schon längst aufgestanden. Als erstes überraschte mich Anni dann mit der Nachricht, wir würde heute mal vernünftig frühstücken im Knast. Knast? gibt es da was zu frühstücken? Ja, gibt es und das noch vom allerfeinsten! Das Lokal heisst offiziell "Jailhouse Cafe" und wer da noch nicht war von den Moab-Fans, der sollte da mal hingehen. Der Laden ist spezialisiert auf Frühstück und Lunch. Und entsprechend voll war es heute morgen kurz vor halb zehn. Flotte Bedienungen und Service und ein super leckeres Frühstück. Auch der Kaffee schmeckte mal richtig gut. So gestärkt, verliessen wir kurz nach 10 Uhr das Lokal. Ja, womit fangen wir denn heute an? Strahlend blauer Himmel und richtig warm? Erst zum Rockshop und Steine kaufen? Oder einfach in den Sonnenstuhl und Füsse hochlegen? Nichts dergleichen - ich fuhr spontan rechts rum Richtung "Anticline" bei den Needles. Bis zum Abzweig dahin waren es ca. 35 Meilen und dort abgebogen, dauerte es noch einmal 17 Meilen, bis endlich rechts der Weg Richtung "Anticline" kam. Die Strasse ist klasse, zwar voll geschottert, aber sehr breit und sehr neu bearbeitet. Man konnte locker 40 mph auf dieser schnurgeraden Strasse fahren. 

Dieser Aussichtspunkt namens "Anticline" ist für uns deshalb so interessant, weil wir ja dieser Tage unten rum zum Hurrah-Pass unterwegs waren und diese Felsen von unten gesehen hatten. Und nun wollten wir es von oben aus wissen. Als wir dort ankamen am Parkplatz, waren wir mutterseelenallein. Wir gingen den markierten Weg bis zur Felskante hoch und - ach war das Klasse, dieser Ausblick in das weite Tal. Wenn man rechts runter guckte, sah man ihn - den der Hurrah-Pass. Eine Menge Autos fuhren den Weg hinauf und auf der anderen Seite des Passes wieder ins Tal hinunter bis hinten durch zum Colorado. Mensch, waren wir neidisch. Und dann suchten wir die Stelle, an der wir gedreht hatten. Ja, auch von oben sah man die Steinplatten. Und da fuhr doch so ein roter "Hochbeiner" ganz langsam fast an der Stelle, an der wir gedreht hatten. Und was  macht der Fahrer? Auch er dreht. Na, wenigstens einer...da kamen nämlich auch noch 2 Biker und 2 Wanderer! und die hatten keine Probleme das restliche Stück bis nach oben zum Pass in Angriff zu nehmen.

Auf der anderen Seite des Passes sahen wir einige Autos ganz, ganz langsam runterfahren. Von so weit oben konnten wir nicht feststellen, wie gut oder schlecht die Strasse war. Aber ne Lachnummer war es da wohl nicht, dafür waren die Jungs zu langsam. Nach vielleicht einer halben Stunde machten wir uns wieder auf den Weg hinunter zum Parkplatz. Mittlerweile war tatsächlich ein neues Auto auf dem Parkplatz angekommen. Wenn man das vergleicht mit dem Bahnhofsvorplatz-Betrieb an den Needles, dann war das hier die reinste Ruhe.

Wir fuhren zurück. Links hatten wir im klaren Licht und der tollen Sonne noch einmal die La Sal Mountains vor Augen. Rechts fuhren wir noch zu einem Abzweig namens "Minor Overlook". Ein riesiger Stein mitten in der Walachei um den man herumfahren konnte. War prima, so hatte man tief unten noch mal einen tollen Blick auf den Colorado, der hier gerade um die Ecke verschwand. Und linkerhand einen Blick auf die Needles. Während wir weiterfuhren, beschlossen wir uns die "Needles" zu ersparen. Wir kannten diese schon und da ist es um diese Uhrzeit einfach zu voll. Also zurück nach Moab, eigentlich wollten wir ja heute nur bummeln in Moab...

Auf dem Rückweg tauchte plötzlich links ein Strasse auf, die ich beim Hinweg gar nicht wahrgenommen hatte. Mit einem Bezeichnungs-Schild weiter hinten. Anni sagte nix, aber ich merkte, sie hätte gerne gelesen, was da drauf stand. Ich also links rum. DAS war mein Fehler. Denn damit war der erhoffte restliche freie Tag im Eimer. Auf dem Schild stand nämlich, dass man auf dieser Strasse auch wieder auf der 191 - also der Moab-Strasse auskommen würde...halt nur nicht auf Asphalt.

Diese Strasse namens "Hatch Point Road" war rot, breit, wenn auch nicht Schotter. Und sie fuhr sich lange Zeit ganz prima.

Bis dann die Sandspuren anfingen, immer mehr und immer länger und immer tiefer. Aber wie hatte schon die Rangerin in Green River gesagt: kommste auf tiefen Sand - Gas geben, Spur halten, Augen zu und durch...und so habe ich es dann auch gemacht.

Irgendwann gab es links einen riesigen Felsen, vollgebaut mit verschiedenen (Holz)-Häusern in unterschiedlichen Farben. Sah von Ferne aus wie in die Felsen rein-gebaut. Ein Schild sprach von: Hatch Point Project. Wir wissen nicht, was dahinter steckt.

Dann fuhren wir dahinter noch durch eine Furt. Mein lieber Jolly, wenn da mal Wasser drin ist, gibt es einen riesigen Wasserfall.

Zu guter Letzt sahen wir auf dieser Strasse noch rechts einen riesigen Felsen. Von Ferne sah der aus wie eine Hundeschnauze mit Auge. Von nahem war es dann aber der "Glass Rock".

So hiess ab hier auch die Strasse und die ging doch tatsächlich auf die 191 Richtung Moab. Nur noch schnell auf dem Heimweg bei der "Hole in the Rock"- Station gehalten. Früher lebte da mal ein Ehepaar, das sich ihre Wohnung in den Felsen geschlagen hatte. Heute ist es eher ein Souvenir-Umschlagplatz für alles mögliche, samt Museum.

Tja und dann waren wir wieder in Moab. Auto gewaschen - na das hatte heute auf der Sandpiste richtig was abbekommen, dann noch etwas zum Essen gekauft, im Rockshop für Annis Steine gewesen und das war es.

Kurz vor fünf waren wir wieder hier im Motel. Klar, auch heute bin ich geschafft nach den ungeplanten 200 Kilometern,vor allem nach der Sandpisten-Tour. Aber das Frühstück wirkt immer noch. Ich bin noch nicht soooo müde.

Nein, morgen gehen wir da nicht noch einmal frühstücken. Morgen fahren wir wieder nach Torrey für 1 Nacht. Und dann fragen wir mal im Visitorcenter, was mit dem Burr-Trail zu machen ist...

Dagmar

 

 


21.4.2012

 

Von Moab über Hwy 95 und 24 bis nach Torrey

Moab - Hwy 95 und Hwy 24 - Torry 410 km
Moab - Hwy 95 und Hwy 24 - Torry 410 km
A Super 8 Moab N38°35'14.9"W109°33'14.9"  
B

Hole in the Rock

Museum

N38°23'37.5"W109°27'11.3"  
C Wilson Arch N38°16'35.7"W109°22'19.0"  
D

Abzweig

Needles Overlook

N38°10'11.6"W109°22'57.1"  
E

Visitor Center 

Needles Overlook

N38°15'36.7"W109°41'40.8" x
F

Abzweig von 191 auf 211

Canyonlands/Needles

N38°04'29.2"W109°21'01.8"  
G Newspaperrock N37°59'18.2"W109°31'05.0" x
H Canyonlands Visitorenter N38°10'05.1"W109°45'36.3" x
I Abzweig in Blanding 191 N37°37'31.5"W109°28'40.3"  
J Blanding Sauriermuseum N37°36'55.6"W109°28'54.4" x
K Abzweig  191 auf 95 N37°34'22.5"W109°29'14.8"  
L Natural Bridge N37°36'29.1"W109°57'58.2" x
M Rim Rock Inn Torrey N38°19'07.4"W111°22'59.3"  
  x= nicht angefahren! x =  Datensammlung 2009  

Einen leckeren Hamburger in Ehren, kann niemand verwehren :-)

21.4.2012 Fahrt nach Torrey über die West 95 ist "unten rum"

 
Was für ein aufregender Tag. 410 Kilometer wollten heute

bewältigt werden. Und dann noch so tolle Natur. Wie soll man das alles unter einen Hut kriegen? Wir haben es geschafft. 

Wir hatten ja noch eine bezahlte Übernachtung hier im Rim Rock in Torrey. Und so hatten wir keinen Stress mit Zimmersuche. Allerdings wurde uns heute dann auch der Zahn gezogen, problemlos unsere "Wolverine Road" in Verbindung mit dem Burr Trail machen zu können. Ist momentan nicht zu befahren. Und den Burr Trail via Notom Road ohne Woverine Loop - da hatten wir keine Lust drauf. Also fällt das flach. Die Cottonwood Road ist weiterhin gesperrt, also auch kein Page. So werden wir morgen für eine Nacht nach Kanab, wieder zu unserem "Bon Bob" fahren. Übermorgen gehts stressfrei durch den asphaltierten Zion runter nach St. George. Und da bleiben wir erst einmal 3 Nächte und dann sehen wir weiter. Vielleicht haben wir dann ja doch mal Zeit und Lust zum schwimmen...

Heute morgen brachen wir früh um 9 Uhr auf. Nur noch getankt und ab ging es Richtung Blanding. Ja, sind wir gestern schon gefahren und es war auch gestern zäh und langweilig hier zu fahren. Und so gähnte ich schon am frühen morgen mächtig rum.

Aber ein Stück hinter Blanding geht dann die 95-West ab bis Hanksville. Erst war es auch noch Ebene und ganz fern ein paar Felsen. Doch allmählich veränderte sich die Gegend. Erst tauchte rechts eine nicht enden wollende riesige, gelbe Schlucht, namens "White Canyon" auf, dann kamen die ersten roten Felsen von links näher und näher. Nein, nicht hingucken sagte ich mir, haben wir seit Wochen um die Ohren. Aber dann tut man es doch und ist schon wieder endlos begeistert. Und ab da fuhr ich auch nicht mehr die erlaubten 65mph, sondern sehr viel weniger und wurde stattdessen immer öfter ein Störenfried für die anderen, wenigen Autofahrer, weil ich einfach auf der Strasse rechts ran fuhr zum Fotografieren. Selbst ich habe enorm viele Fotos gemacht. Die schönsten heute mit Abstand in der Schlucht vom White Canyon, über die praktischerweise auch eine Brücke führt...Irgendwann landeten wir dann im offiziellen "Glen Canyon". Ab da dauert es nicht mehr lange und der Colorado ist nahe. Vorher geht es links ab in den Mini-Ort "Hite". Die Menschen die dort leben könnte man fast an den Fingern abzählen, wenn man das nach den 5-6 Häusern beurteilt. Aber ne Rangerstation gibt es da. Und Gebühren kostet es auch nicht zu knapp, will man in den Park und runter an den Colorado. Der "Annual-Pass" wird allerdings als Eintritt akzeptiert. Anni wollte endlich die Füsse in den Colorado stecken. Hat sie dann aber gelassen. Das Wasser stinkt grässlich. Ist auch nicht viel Colorado da. Dann sind wir wieder zurück zur Hauptstrasse, und auf der Brücke über den Colorado gefahren, haben Fotos gemacht und weiter ging es. Für uns beginnt hier eigentlich der schönste Teil der Strecke. Erst sieht man noch den kleinen gelben und lehmigen "Dirty Devil River" äusserst attraktiv im Colorado "verschwinden" und dann gehts aufwärts, Meile um Meile rot,rot,rot rechts und links, mit wechselnden Gesteinsformen. Ab Meilenschild 28 wird es dann wieder normal. Rote Berglein und flache Hügel. Aber keine Brüller mehr. 28 Meilen später ab dem Meilenschild ist man dann in Hanksville. Und das war es dann mit der 95-West.

Wir sind schon beide Strecken gefahren, also von Hanksville runter an den Colorado und wie heute, von unten herauf. Mir persönlich gefällt es immer noch besser von unten hoch zu fahren am Nachmittag, weil da die Sonne richtig gut steht. In Hanksville - es war bereits 3 Uhr durch, haben wir erst mal jeder einen Hamburger gegessen und  anschliessend das Auto noch voll getankt.

Dann fuhren wir weiter hierher nach Torrey auf der vielleicht schönsten Naturstrecke - der 24. Hier werden wir immer und immer wieder schwach und ganz bescheiden vor der Natur und ihren Wunderwerken. So war es auch heute wieder.

Punkt 5 Uhr waren wir hier im Rim Rock und wurden freudig begrüsst. Haben auch wieder ein Zimmer nach vorne und sitzen jetzt hier. Ich bin kaputt, auch wenn nicht so gestresst wie nach "Hubbelstrassen". Und ab morgen treten wir dann kürzer - haben wir uns mal theoretisch vorgenommen...

Dagmar

 

 


22.4.2012

 

Von Torrey über die US 12 und US 89 bis nach Kanab

Torrey - Burrtrail/Wolverine (Teilstück) -Kanab 370 km
Torrey - Burrtrail/Wolverine (Teilstück) -Kanab 370 km
A Rim Rock Motel Torrey N38°19'07.4"W111°22'59.3"
B Abzweig Burrtrail N37°54'04.3"W111°25'29.3"
C Wende Wolverine N37°52'11.9"W111°13'36.1"
D  Bob Bon Inn, Kanab N37°03'08.0"W112°32'06.4"

22.4.2012 Weiterfahrt via Burr Trail und ein bisschen Wolverine nach Kanab

 
Was für ein Tag. Heute morgen waren wir besonders früh auf - erstaunlich. Und so war es logisch, dass wir nach einem guten Frühstück im RimRock und einem Schwätzchen mit einem deutschen Ehepaar bereits um kurz nach 8 Uhr auf der Piste waren. Nach Kanab runter sind es schon 370 Kilometer in unserem Fall. Aber es macht Spass, die 12 zu fahren, da sie ebenso wie die 24 landschaftlich einfach toll ist. Und wir waren auf einen gemütlichen, wenn auch weiten Weg eingerichtet. Hier in Kanab hatten wir wieder bei "unserem Bob Bon Inn" gebucht und wurden auch erwartet. 

Kurz nach 9 Uhr erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein Boulder und damit auch den Abzweig zum Burr Trail. Und ohne lange zu überlegen fuhren wir links rein. Schliesslich wollten wir überprüfen, ob unsere gestrigen Auskunft bzgl. des schlechten Zustandes der Strassen auch zutraf...Allerdings wollten wir nur maximal 10 Meilen da rein fahren. Und dann erwartete uns eine Schlucht, wir glaubten es beide nicht. Eigentlich hatten wir abgeschlossen mit "rot und Abenteuer" und unserem eben-mal-so hin-und herfahren. Aber natürlich konnten wir wieder nicht widerstehen. Ja, man sah der Strasse an, dass hier aufgeräumt worden war. Aber bei einer Asphaltstrasse ist da eben weniger Arbeit als bei Schotter. Nach 17 Meilen kam ein offenes Gatter und man konnte vom dortigen Wendeplatz aus sehen, dass dahinter alles sehr flach und für unseren Geschmack eintönig wurde. Also wollten wir nur kurz runterfahren ins Tal und von unten nur noch eben die tollen Felsen im prallen Sonnenlicht fotografieren, die links von uns in den Himmel ragten. Und dann wieder drehen.

 

Und dann war da plötzlich die Abfahrt rechts zum Wolverine Loop...Ja, wir wollten es wissen. Und gute 3 Meilen kamen wir auch gut durch. Auch hier hatte die "Planierraupe" schon gewerkelt. Aber dann war Schluss. Eine sehr lange und nicht übersehbare Sandspur, tief und rillig tauchte vor uns auf. Nein, das wollten wir dann doch nicht riskieren mit unserem Auto. Vor Sand haben wir schon Respekt. Wir drehten. Nein, wir haben das auch nicht bereut. Die Landschaft Richtung "Wolverine Loop" war unerwartet auch langweilig für uns - wie "Pampas". Vielleicht wäre es ja noch richtig toll geworden.

Aber wir hatten auch noch eine lange Fahrt vor uns - und das zählte mehr. Unser ganzer "Ausflug" war insgesamt 45 Meilen lang und wir brauchten dafür 3 Stunden, natürlich - bei den ewigen Fotostopps..

Auf unserer Weiterfahrt fuhren wir sehr zügig überall durch und vorbei.Wir kennen diese Strecke von unzähligen anderen Fahrten. Aber natürlich haben wir auch hier wieder fotografiert. Auch die grossartige Teil-Landschaft des Bryce-Canyons an der 12 entlang. Und auch später auf dem Weg der 89 hierher nach Kanab.

Gegen halb 4 trudelten wir dann in Kanab ein. Wir fuhren erst mal in die Stadt etwas essen. Langsam wird es wirklich Zeit, dass wir mal wieder was Gescheites auf die Rippen kriegen.

Ab morgen huldigen wir wieder in St.George dem "Chuckarama" - eine Buffet-Kette, die alles hat, was wir so gerne essen...Im Subway hier in Kanab haben wir uns dann so was undefinierbares basteln lassen. Dem Hunger hat es geholfen. Dann mussten wir mal wieder tanken und natürlich - nach dem Wolverine-Abenteuer den Wagen waschen. Hier im Motel wurden wir freudig von Donna und Tim begrüsst. Wir bekamen auch unser Lieblingszimmer wieder. Und nun sitzen wir hier und machen - na was wohl...

Morgen geht es nach St.George via Zion NP. Wir haben 3 Nächte im Econo Lodge gebucht und werden aller Voraussicht nach noch eine weitere Nacht dran hängen. Das Kapitel "Utah und rot" wird dann dort beendet werden mit einem letzten Besuch im "Snow Canyon".Danach steht dann erst mal Nevada und Area 51 und Tonopah an...

Dagmar

 

 


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