Ein wolkiger Tag im Südosten der Insel Terceira

Heute war dann doch für uns ein geruhsamer Tag, denn es war schon früh klar, dass der heutige Tag ein wolkiger werden würde. In Ruhe haben wir heute früh im Hotel gefrühstückt. Das Hotel hat mehr Gäste als die bisherigen, aber bei den anderen "Azoris-Hotels" war der Service erheblich besser. Aber wir möchten uns hiermit nicht beklagen, denn insgesamt gesehen war die bisherige Organisation bestens. Glücklicherweise konnten wir ja gestern unseren PKW nahe beim Hotel parken, gebührenfrei am Wochenende, so dass wir mit unserem Tagesgepäck (Fotosachen und ein wenig mehr.) nicht weit gehen mußten. Unser heutiges Ziel war der Monte Brasil und dann zur Südostküste der Insel, bis zur Stadt Praia da Vitoria, die uns gestern so gut gefallen hat.

Aber vorher wollten wir noch den Monte Brasil mit dem PKW "erklimmen". Der Monte Brasil ist ein Vulkankegel, der bis oben befahrbar ist und auch eine Militärstation hat. Na, ob das wirklich gelohnt hat, zweifeln wir im nachhinein doch an.

Dann wollten wir noch die Kathedrale der Stadt besichtigen. Haben wir natürlich auch gemacht, denn heute gab es dort in der Frühe viele freie Parkplätze. Es gibt sehr, sehr viele Kirchen auf allen Inseln. Jeder Ort hat so seine eigene Kirche. Und es gibt unzählige kleine Kapellen, äußerlich immer erkennbar. Und immer bunt bemalt. So wie die Häuser insgesamt auf der Insel sehr farbenfroh gestaltet sind.
Äußerlich wirken die Kirchen sehr mächtig, innen sind jedoch die meisten von ihnen sehr bescheiden ausgestattet.
Wir teilten unserem Navi mit, dass es uns direkt an die Küste bringen und auch dort weiterfahren sollte, ohne uns immer wieder in Einbahnstrassen leiten zu wollen. (Das Update ist ganz frisch vom Navi!) Diese Eigenart hat es sich auf allen Inseln zu eigen gemacht.
Irgendwo hatten wir gelesen, dass die Südostküste der Insel ebenfalls besonders sehenswert sein sollte. Und das wollten wir überprüfen. Wir fuhren nahe am Wasser entlang über Porto Judeu bis zum Leuchtturm "Ponta das Cavadas". Kurz vorher sahen wir eine untypische Kneipe am Strand, gegenüber von einem "Naturschwimmbecken". Wir haben gehalten und unseren Kaffee bestellt...und wieder unsere Pasteten dazu. Die Bedienung zeigte uns einen Zimtstreuer, den wir für die Pasteten benutzen sollten. Haben wir natürlich probiert, ...und tatsächlich, sehr lecker! Aber auch hier haben wir wieder einmal festgestellt, dass die portugiesische Sprache für uns sehr schwer ist. Wir glauben, dass unser Ehrgeiz maximal für die allernötigsten Worte reicht. Und das macht denn die Dagmar, denn sie tut sich da leichter als ich und plaudert gerne mit den Menschen ;-))))!
Nach unserem Kaffee fuhren wir weiter an der Küste entlang, sahen wieder Lavabrocken im und am Wasser liegen und stehen, die Wellen waren jedoch heute dezenter als gestern. In Porto Martins sahen wir am Strand eine hübsche Tonne, die sofort unsere Aufmerksamkeit weckte. Inzwischen war der Wind mehr geworden, und wir wollten weiter bis Praia da Vitoria.
Dort angekommen, waren aber die Winde so stark, dass der einzige Sandstrand der Insel uns mit einem Sandsturm begrüßte. Na, das mußte nicht sein. Wir ab in die gestrige Kneipe, unseren Snack gegessen und gehofft, es würde besser. Nein, wurde es nicht. Im Gegenteil, der Wind nahm zu und die Wolken kamen immer tiefer. Das war für uns das Zeichen, umzukehren und zurück zum Hotel zu fahren.
Morgen müssen wir früh raus, vor 8 Uhr unseren PKW von unserem Parkplatz bewegen, weil  anschließend Gebühren erhoben werden, so die Aussage des Rezeptionisten des Hotels. Unser Flugzeug hebt gegen 10:35  Uhr ab. Bis zum Flughafen sind es ca. 20 km, dort können wir dann auch den PKW übergeben. Unser Flug geht zurück zu unserer ersten Insel: Sao Miguel.

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Kommentare: 4
  • #1

    Beate (Montag, 30 Januar 2017 04:11)

    Eure jetzige Reise mit den ganzen vorgebuchten Hotels und Flügen und Fähren und Mietwagen ist eine organisatorische Meisterleistung, vor der ich mich scheuen würde. Habt Ihr das eigentlich selbst im Netz gemacht oder war ein Reisebüro beteiligt?
    Wie auch immer: genießt Eure letzten Tage auf den Wetterinseln!
    LG Beate

  • #2

    TM Anni (Montag, 30 Januar 2017 11:00)

    #Beate. Wir sizen am Flughafen und warten auf unseren Abflug. Also nutzen wir die Zeit mit dem Internet.
    Ja, wir staunen auch, dass die Organisation tadellos funktioniert hat. Unsere größte Sorge war eigentlich das unberechenbare Wetter. Wir haben ein Komplettpaket gebucht, das uns aber die Freiheit ließ, jeden Tag selbst zu gestalten. Und für uns war es gut, in der Nebensaison unterwegs zu sein. So haben wir zwar nicht alle Sehenswürdigkeiten wahrnehmen können, hatten aber auch mit dem Tourismusrummrel nichts am Hut. Insgesamt eine wunderschöne Reise!!!

  • #3

    Michaela (Dienstag, 31 Januar 2017 09:04)

    Ja, das könnte mir auch gefallen so eine Reise von anderen planen zu lassen und mich nur vor Ort bequem an die Vorgaben halten zu müssen. Ich werde mir das jetzt genauer beim Reiseanbieter ansehen.
    LG, Michaela

  • #4

    TM Anni (Dienstag, 31 Januar 2017 19:17)

    #Michaela: Hat alles seine Vor-und Nachteile. Aber in diesem Falle war die Organisation schon ganz wichtig. Deswegen auch ein Reiseveranstalter. Und in Eigenregie wäre diese Reise mit Sicherheit auch erheblich teurer geworden.