Mit dem Moped durch Coimbra

17.3.2017

Eigentlich hatten wir für heute geplant mit dem "gelben" "Hop on und Hopp off - Bus" eine Stadtbesichtigung zu machen. Aber wegen der Nebensaison fahren diese Busse hier nicht. Leider hat man uns das hier im Hotel nicht gesagt, und leider konnte man uns hier auch keinen Stadtplan übergeben. So ist das nun mal...!

Wir sind bis zum nächsten Touristenbüro gegangen und haben dort erfahren, dass eine beeindruckende Besichtigung auch mit einem "Tuc-Tuc" möglich wäre. Die Besichtigungsfahrt mit dem Tuc-Tuc sollte etwa eine Stunde dauern. Das haben wir gemacht. Der Fahrer "Victor" ließ sich nicht wirklich auf einen Handel ein und nannte einen Preis von 45 €. Wir zögerten kurz. Als kleinen Kompromiss gab er uns die Möglichkeit, nur wenn es uns nachträglich nicht gefallen hätte, würde er auf 5 € verzichten. Geschickt von ihm.

Aber seine Fahrt durch die Stadt war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Durch diese engen Gassen fährt kein Bus und auch freiwillig kein PKW mehr! Und die Höhenunterschiede sind hier schon gewaltig zwischen Unter- und Oberstadt. Nur, es war luftig und zügig. Und ... so haben wir wohl die Fortsetzung unserer Erkältung damit programmiert. Wir "schnupfen" schon wieder mächtig! Insgesamt haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus unserem Gefährt gesehen und bestaunt, nur leider blieb natürlich keine Zeit, manche Sehenswürdigkeit von innen zu sehen. Das müssen wir unbedingt nachholen. Unsere nächste Portugalreise wird uns mit Sicherheit wieder bis hier führen. Und dann für mehrere Tage. Es gibt soviel Tolles zu sehen.  

Und wir mögen auch die Portugiesen! Sie sind i.d.R. freundlich und hilfsbereit. Nur einer war heute dabei, der mir doch ein "Beinchen" gestellt hat. Aber das kann kein Portugiese gewesen sein, denn eine zweite Person kam dazu... und hätte wahrscheinlich meinen Rucksack aufgefangen. Und den hätte ich dann wohl nie mehr gesehen! Aber soweit ließ ich es nicht kommen! (Man hat uns wiederholt berichtet, dass die Taschendiebe -vor allem in Lissabon- wahre Künstler seien und aus allen Kleidungsstücken Wertgegenstände - insbesondere natürlich Euros - hervorzaubern.)

Nach unserer "Mopedtour" haben wir uns erstmal einen Kaffee geleistet. Dann war natürlich noch ein Fußmarsch durch die engen Gassen angesagt. Und irgendwo fanden wir ein uriges Restaurant, das mit Portugiesen fast überfüllt war. Da setzen wir uns zu und bestellten unseren "Mittagstisch": ein Beef und eine Dorade. Mit Wein und Wasser für gerademal 16 €. Man kann schon sehr preiswert hier leben, wenn man sich richtig umschaut. Danach waren aber auch unsere Kraftreserven verbraucht. Die Nasen schnieften und die Taschentücher wurden knapp. Es gäbe zwar noch soviel hier zu gucken, doch das haben wir dann aufgeschoben für die nächste "Rundreise Portugal".

 

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