Von den Weiten des Alentejos zurück nach Deutschland

19.3.2017

Es ist unser letzter Tag in Portugal. Wir verließen Evora, die charmante UNESCO- Stadt mit ihrer langen Stadtmauer und den vielen Torbögen, den Klöstern, Kapellen und der gotischen Kathedrale. Wir bewegten uns über das vorherrschende mittelalterliche Kopfsteinpflaster, das schon im letzten Jahr unsere Wege erschwert hat. Eigentlich wollten wir diesmal die Knochenkapelle besichtigt haben, aber unsere Energie reichte nicht mehr aus. (In Faro haben wir u.a. eine besichtigt.) Ebenso haben wir auchAlmendres Cromlech nicht mehr besucht, weil wir das im letzten Jahr (zum Bericht von Evora 2016) besucht haben.

Evora liegt in der Alentejo-Region, eine Landschaft, die sich vom Westen des Landes bis an die spanische Grenze zieht. Ja, diese Landschaft mögen wir. Weite Flächen nur mit Korkeichen, Weinreben oder Olivenbäumen bepflanzt. Dazwischen weiden oder grasen große Rinder-und Schafherden. Und natürlich haben uns die vielen Störche wieder fasziniert, die ihre Nester auf allen möglichen, hohen Spitzen errichten. In der Landschaft eingebettet liegen mittelalterliche Städte und malerische Dörfer mit ihren engen, schmalen Gassen, die kaum mit Autos zu befahren sind. Und da  sind wir quer durch gefahren. Heute war vom Tourismus nur ganz wenig zu spüren, aber im Sommer muss hier der Teufel los sein.

Unser Weg führte uns natürlich weiter zu den  Orten Portel und Beja. Von weitem sahen wir schon die Burgen aus dem Zentrum herausragen. Unsere Neugierde trieb uns mitten hinein, durch die engen Gassen, wieder bis nahe an die Burgen heran. Aber es blieb uns natürlich nicht mehr Zeit, um uns näher um zu sehen. Insgesamt hatten wir eine Tagesstrecke von über 200 km zu bewältigen. Und wir hatten uns mit Marianne und Heinz für 15 Uhr bei Hertz in Faro verabredet. (Aber macht ja nichts, wir kommen ja wieder. Und hoffentlich schon bald.) Gefahren sind wir nur über mautfreie Straßen (IP2, N2 ). Die ersten 100 km waren sehr gut zu befahren, dafür waren die nächsten 100 km eine ständige Berg-und Talfahrt. Dagmar liebt solche Strecken. Aber nur, wenn man auch viel Zeit hat.

In Faro angekommen, haben wir auf die Schnelle noch eine Kleinigkeit im großen Einkaufszentrum gegessen, dann ging es aber umgehend zum Flughafen. Wir freuten uns schon auf Marianne und Heinz, die uns bei Hertz bereits erwarteten. Die Übergabe unseres PKWs war total problemlos. Wir nahmen unser Gepäck und gingen zum Flughafengebäude. Zu viert haben wir uns alle dort noch Kaffee gegönnt und ein bisschen miteinander geklönt. Wir freuen uns jetzt schon, wenn wir die beiden im nächsten Jahr in Portugal wiedersehen. Der Rückflug, knappe 3 Stunden, in einem fast vollen Flugzeug war ok. Wir hatten sogar gegen Erwarten 3 Plätze für uns zwei. Gegen 22:15 Uhr landeten wir in Düsseldorf, mussten lange auf unser Gepäck warten, wurden dann mit einem Shuttle zu unserem PKW gebracht und waren gegen Mitternacht dann endlich zuhause. Total übermüdet.

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