Mit dem Kahn über die "Gurkenmeile"

Kahnfahrt durch die Lagunenlandschaft des Spreewaldes
Kahnfahrt durch die Lagunenlandschaft des Spreewaldes

16.7.2017

Das war heute ein Tag, den wir nicht so schnell vergessen, weil  er wunderschön war.  Mit Norma und Peter hatten wir uns zeitig verabredet, um gemeinsam eine Kahnfahrt zu machen. Wunderschön war die Kahnfahrt (15€/Person - > 3 Stunden, 12 km lange Strecke), die uns gegen 10:30 Uhr über 60 Minuten quer durch die Lagunenlandschaft bis Lehde führte, dann nach einer 60 minütigen Pause wieder über erweiterte Wasserstraßen nach einer weiteren Stunde zu unserem Ausgangspunkt zurück brachte. 

Und unser Guide hat uns während dieser Zeit mit interessanten Infos und auch persönlichen Erlebnissen bestens informiert. Er erwähnte natürlich auch die  slawischen Völkergruppen der Sorben und Wenden. Ja, das war eine Tour, die nicht besser hätte sein können. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, über das Wasser zu gleiten, die Stille zu genießen und der Natur zu lauschen. Uns fehlte letztlich nur eine Begegnung mit einem Eisvogel, der irgendwo in dem Pflanzengewirr sein Nest haben soll. Aber das wäre auch zuviel verlangt gewesen von unserem Glück. Das Wetter spielte in unserem Sinne mit, ... aber die Mücken dann weniger. Peter packte sich ordentlich ein und ließ kaum eine Hautstelle unbedeckt. Wir "Mädels" waren da ein bisschen großzügiger und ... ließen uns beißen. In Lehde hatten wir dann einen angemessenen Aufenthalt, den wir für einen kleinen Imbiss nutzten. Lehde ist eine kleine Häuseransammlung mit einem bemerkenswerten Museum, mitten im Spreewald gelegen, touristisch natürlich total erschlossen. Aber das muss sein. 

Nach unserer Rückkehr bummelten wir noch ein wenig durch den kleinen Hafen von Lübbenau, probierten an den Verkaufsständen die ein und andere gewürzte Gurke, konnten uns aber nicht für einen Kauf entscheiden. In einem gemütlichen Hofcafe kehrten wir dann ein für einen Espresso und Cappuccino. Auch gut! Aber gekauft hatten wir immer noch nichts, außer ...

meinen heutigen Schatz!!! In einer Töpferei sah ich ihn. Einen simplen Wetzstein aus gebranntem Ton und funktionsfähig (Foto). Einen solchen Wetzstein hatte ich bisher noch nie gesehen und er weckte meine Neugierde. Dagmar meinte nur, ich hätte besser eine kleine süße Maus aus Ton kaufen sollen, die es auch wert gewesen wäre. Aber habe ich nicht. Heute sollte es eben etwas Außergewöhnliches sein, das ich wahrscheinlich nie in meinem Leben gebrauchen werde ;-).

Am frühen Abend kehrten wir dann gemeinsam noch in die Kneipe Spreewaldeck ein und ließen es uns gut gehen. Zwischen 17 und 18 Uhr gab es dort sogar auf alle Speisen und Getränke 20% Happy-Hour-Rabatt. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Haben wir uns gemerkt, auch weil dieses Lokal wirklich Superservice leistet. -

Jetzt wird TV geguckt. Morgen? Nur den Tag genießen. Und Norma und Peter verabschieden, die morgen weiter fahren bis Görlitz.

 

 


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Kommentare: 2
  • #1

    Beate (Montag, 17 Juli 2017 10:28)

    Ja, so muss der Spreewald aussehen; herzlichen Dank für die vielen schönen Bilder!
    Ihr habt da einen wirklich ungewöhnlichen Wetzstein gefunden. Gebrannter Ton als Material für einen Wetzstein … das gibt's wohl nur im Spreewald!
    Und ich kann Euch sagen, wofür Ihr den Wetzstein brauchen werdet: Ihr schärft damit Eure goldene Sichel, klettert auf einen Baum und erntet die dort wachsenden Misteln. Um mit ihnen einen zünftigen Zaubertrank zu brauen.
    Ihr könnt aber auch einfach Euer Kneipchen damit schärfen, um die Spreewaldgurken in feine Scheibchen zu schneiden.
    Gutes Gelingen!
    Beate

  • #2

    TM Anni (Montag, 17 Juli 2017 11:34)

    #Beate
    Danke für die Tipps! Werde ich beherzigen.
    Aber kann ich vielleicht den spreewälder Wetzstein einfach zu meiner Steinsammlung legen und ihn vielleicht als altes Fossil anbieten, lach? Ich werde drüber nachdenken!