225 km wunderschöne Kilometer

Heute früh gegen 7 Uhr wussten wir noch nicht, wie wir tatsächlich heute fahren würden, um in unser vorgebuchtes Hotel an der Küste in der Nähe von Cascais zu kommen. Wir frühstückten erstmal gemütlich und ausgiebig, bezahlten unsere Rechnung vom Hotel und fuhren dann um 9 Uhr ab. Beim Einsteigen ins Auto schauten wir uns die Karte an und meinten dann "einstimmig", dass wir erstmal in den Norden bis Obidos fahren , denn den Ort kannten wir noch nicht. Innerhalb einer Stunde waren wir dann in Obidos, weil wir die kostenpflichtige Autobahn benutzten (Kosten 4,85 €). Unser Navi führte uns direkt zu einem großen (kostenpflichtigen) Parkplatz, von dem man aus direkt in die Shopstrasse bis zur Burg gehen konnte. Und ... überall Asiaten um uns herum! Natürlich guckten und fotografierten wir alles, was uns als sehenswert erschien. Sehenswert und auch probierwürdig war auch ein Kirschlikör, den man aus einem kleinen Schokoladen-Cup überall  testen durfte (1€). Wir konnten nicht widerstehen. Der kurze Trip von einer guten Stunde hatte gelohnt, auch wenn wir die Burg nicht betreten haben.

 

Dann orientierten wir uns weiter bis Peniche, auch um den Leuchtturm zu sehen. Ja, hier sahen wir unsere ersten Sanddünen, aber auch die wilden Wellen des Atlantiks und natürlich die mächtigen Felsen der Küste. In einer abgelegenen Kneipe tranken wir unseren Kaffee mit Blick auf Wasser und Felsen. UND ...hier sahen wir viele Mobilisten. Ja, das können wir gut nachvollziehen, auch wenn die derzeitigen Temperaturen hier zum Überwintern nicht ideal sind. (Heute früh 7°C... dann bis mittags 12°C mit Wind). Fasziniert hat uns die gesamte Küste wegen der tollen Wellen und der felsigen Küste. Peniche ist auch aus unserer Sicht eine Reise wert. Es gibt viel zu sehen! Trotzdem fuhren wir weiter, denn wir wollten ja wieder in den Süden. Unterwegs bestaunten wir viele Eukalytuswälder und wir sahen zahlreiche Windmühlen, allerdings meistens als Restruinen.

Der Weg führte uns weiter  bis Lourinha. Uns war nicht bewußt, dass dieser Ort für Dinosaurier bekannt ist. Man hätte ja auch dort ins Museum gehen  können. Stattdessen sind wir in einen Supermarkt gegangen, um  auch Getränke einzukaufen. Und spontan haben wir dort einen Snack zu Mittag gegessen. So preiswert haben wir noch nie gegessen: 3,50 € für ein reichliches Nudelgericht incl. Getränk. (Lidl haben wir auch entdeckt.)

Danach sollte es aber noch ca. 80  km bis zu unserem Ziel sein: Hotel Estalagem Muchaxo. Ein außergewöhnliches Hotel mit außergewöhnlichen Dingen. Es hat nicht immer die beste Kritik, liegt aber mit der Nase direkt am Atlantik. Das wollten kennen lernen. Der Preis liegt höher für uns als normal, aber manchmal macht man halt verrückte Dinge. Nach einer längeren kurvenreichen Fahrt  kamen wir gegen 16:30 Uhr an. 

Wir haben ein Zimmer mit Meeresblick, einem nicht zu  nutzenden Balkon, undurchsichtigen Fenstern (Sand), Internet nur in der Bar möglich, ... Sonnenuntergang wegen Wolken nicht sichtbar, Doppelbett statt Einzelbetten, ... aber das Personal ist freundlich.  Morgen werden wir dann darüber mehr berichten und Fotos beifügen. Man sollte es kennen.

So, jetzt gehts an den Hauskamin, weil der Wärme verteilt. Mit einem Brandy helfen wir noch ein bisschen nach. Ich beende nun den Tagesbericht. Morgen fahren wir bis Aljezur. Dagmar hat dort soeben ein Zimmer reserviert.


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Kommentare: 2
  • #1

    Michaela (Dienstag, 06 Februar 2018)

    Bei den Wellen wird Daggi wieder ganz aus dem Häuschen gewesen sein. Ihr könnt gar nicht langsam, kommt mir irgendwie bekannt vor ;)
    LG

  • #2

    TM Anni (Mittwoch, 07 Februar 2018 22:58)

    #Micha: ... Meereswellen sind halt faszinierend. Ja, ja, ...soll man nicht die Zeit nutzen, lach!