Dem Mittelalter auf der Spur in Sachsen-Anhalt: Straße der Romanik

Quelle: ADAC - Straße der Romanik durch Sachsen-Anhalt
Quelle: ADAC - Straße der Romanik durch Sachsen-Anhalt

Gut möglich, dass man die Zeit vergisst, wenn man auf der Straße der Romanik durch Sachsen-Anhalt reist. Noch heute lassen sich an der über 1000 Kilometer langen Tourismusroute originale Zeugnisse der Geschichte und der Kunst des Mittelalters bestaunen. Die Straße der Romanik verbindet zwischen Arendsee im Norden und Zeitz im Süden 65 Orte mit 80 romanischen Domen, Kirchen, Burgen, Klöstern und Pfalzen, die von der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung des heutigen Sachsen-Anhalt im Mittelalter künden. Sie verläuft in Form einer Acht durch das gesamte Bundesland. Magdeburg bildet dabei die Mitte und teilt die Straße der Romanik in eine Nord- und eine Südroute.

Quelle: ADAC

Quelle/Fotos:  www.sachsen-anhalt-tourismus.de

Die Nordroute der Straße der Romanik beginnt in Magdeburg und

führt durch das Jerichower Land und die Altmark in den hohen Norden Sachsen-Anhalts. Hier zeugen bis heute Kirchen und Klöster in Bruch-, Feld- und Backstein von der romanischen

Baukunst. Ausgangspunkt ist das Kloster Unser Lieben Frauen, in

dem sich ein Kunstmuseum befindet. Direkt am Dom in Magdeburg bietet das ”Haus der Romanik“ umfassende Informationen und hält Informationsmaterial bereit. Am Ende der Nordroute können in der Dorfkirche St. Thomas in Pretzien spätromanische Wandmalereien entdeckt werden, die als die wertvollsten Zeugnisse mittelalterlicher

Wandmalerei in Mitteldeutschland gelten.

Entlang der Südroute der Straße der Romanik begibt man sich in Sachsen Anhalts "sanften Süden". Im Harz reist man auf den Spuren der Ottonen und sollte dabei in Halberstadt, Quedlinburg

und Gernrode Station machen. Auch in Querfurt, Memleben, Merseburg und Tilleda sind Zeugnisse ottonischer Herrschaft erhalten geblieben. Mächtige Burganlagen wie die Neuenburg in

Freyburg (Unstrut) und die Rudelsburg in Bad Kösen hoch über der Saale prägen die Landschaft der Saale-Unstrut Region im Süden Sachsen-Anhalts. Ein Höhepunkt auf diesem Abschnitt ist der

Dom St. Peter und Paul in Naumburg mit seinen berühmten Stifterfiguren und dem Domschatzgewölbe. Die Kirchenschätze in den Domen in Halberstadt, Merseburg und Naumburg sowie in der Stiftskirche Quedlinburg sind Glanzstücke der Straße der Romanik.

 Eine Reise, die man nicht vergessen wird.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0