Link zu unserer Google Maps Karte
(siehe auch unterhalb - leichte Korrekturen am 12.11.25 wegen fehlender Aufzeichnung)
Unsere erste mehrtägige Reise – Von Torrox über Marbella nach Ronda und weiter durch die weißen Dörfer Andalusiens
Für unseren langen Aufenthalt in Torrox-Costa hatten wir uns fest vorgenommen, nicht nur Tagesausflüge zu unternehmen, sondern auch kleine Reisen mit Übernachtungen
einzubauen. Und diese Tour wurde unser erster mehrtägiger Ausflug – eine Mischung aus Abenteuer, Improvisation, viel Natur und noch mehr andalusischem Charme.
Anreise mit Hindernissen – Von Torrox nach Marbella
Eigentlich hätten es entspannte 120 Kilometer werden sollen. Doch schon hinter Málaga wurde klar, dass dieser Tag anders verlaufen würde. Kaum waren wir eine Weile
unterwegs, standen wir im ersten Stau – und kaum hatte sich der aufgelöst, steckten wir im nächsten fest. Aus einer gemütlichen Fahrt wurde ein dreistündiger Geduldstest. Also beschlossen wir: runter von der Autobahn, rein in die Nebenstraßen. Eine gute Idee? Nun ja – zumindest in der Theorie. In der
Praxis ging’s dort kaum schneller voran, und wir schlichen im Zickzack durch Ortschaften und Kreisverkehre, ohne wirklich vorwärtszukommen. Ursprünglich
wollten wir in Benalmádena in den Hop-on/Hop-off-Bus steigen und ein paar Sehenswürdigkeiten mitnehmen, doch das verschoben wir kurzerhand. Stattdessen ging es direkt weiter Richtung Ronda – und
das war, wie sich später herausstellte, die richtige Entscheidung.
Erster Höhepunkt: ein Blick in zwei kleine Orte entlang der A-397
Die A-397 hinauf in die Berge ist ohnehin spektakulär – doch wir nutzen die Gelegenheit und bogen zweimal ab, um kleinere Orte zu besuchen, die uns sofort
angesprochen hatten. Einmal mehr zeigte sich: Gerade diese spontanen Abstecher machen unsere Reisen so besonders.
Ronda – Ein ungeplanter Stopp auf der berühmten Brücke
In Ronda angekommen, wollten wir eigentlich nur eine orientierende Rundfahrt machen. Doch unser Navi hatte andere Pläne und führte uns mitten durch die Altstadt –
und plötzlich befanden wir uns direkt auf der Puente Nuevo, jener weltberühmten Brücke, die Ronda so unverwechselbar macht. Ein beeindruckender Moment …
nur leider mit leerem Handy- und Kameraakku. Typisch: genau dann, wenn man DEN Fotomoment erwischt. Doch viel
Zeit zum Ärgern blieb nicht – denn Touristenmassen überfluteten die Stadt, und wir waren froh, bald weiter in Richtung unseres Hotels fahren zu können.
Unser Hotel „Ronda Moments“ – Einsam, besonders und völlig fernsehlos
Schon beim Ankommen wussten wir, dass wir hier richtig waren: Das Ronda Moments liegt einsam in der Landschaft,
umgeben von Hügeln und absolut wohltuender Ruhe. Die Ausstattung modern, das Personal herzlich – und das Bemerkenswerteste: kein TV in den Zimmern.Manchmal ist weniger wirklich mehr. Das Frühstück? Ein
Gedicht. Frisch, vielfältig, liebevoll angerichtet – genau die Art Start in den Tag, die man auf Reisen schätzt.
Tag zwei – Unterwegs auf der Ruta de los Pueblos Blancos
Für unseren zweiten Tag hatten wir uns die berühmte Route der weißen Dörfer vorgenommen. Und diese Entscheidung lohnte sich.
Die Strecke von Grazalema nach Zahara war der absolute
Höhepunkt: Mehr als zehn Kilometer ging es kurvig bergab, Serpentine für Serpentine, begleitet von weiten Blicken über ein riesiges Tal. Eine Fahrt wie
aus einem Bildband. Natürlich zeichnete mein Logger wie immer alles mit – dachte ich zumindest. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ein Abschnitt
zwischen Zahara, Setenil und Ronda nicht aufgezeichnet wurde. Also musste die Strecke später auf Google Maps manuell ergänzt werden. So etwas passiert – und gehört mittlerweile fast schon
dazu.
Setenil de las Bodegas – verpasstes Parkhaus, aber Erinnerungen aus 2024
In Setenil wollten wir im Parkhaus parken, denn andere Möglichkeiten gab es kaum. Nur … wir verpassten die Einfahrt. Und einmal vorbei, heißt in Setenil: keine
Chance mehr zum Wenden. Macht nichts – wir kannten die eindrucksvollen Felsüberhänge und die in den Felsen gebauten Häuser noch von 2024. Setenil ist
definitiv ein Ort, den man einmal gesehen haben muss – auch wenn man die vielen Touristen dafür in Kauf nehmen muss.
Tag drei – Auf kleinen Straßen Richtung El Torcal
Der folgende Tag stand im Zeichen von El Torcal. Eigentlich sollte es überwiegend die A-367 werden, doch schon bald lockten uns kleinere, unbekannte Straßen abseits
der Hauptroute. Eine Strecke davon war offiziell nur für Einheimische empfohlen – Straßenschäden.
Aber neugierig, wie wir sind, ließen wir uns davon nicht abhalten. Die Straßen waren eng, gewunden, manchmal halb
abgebrochen, doch sie boten Ausblicke, die wir auf keiner Karte gefunden hätten. Hügel, Täler, kleine Gehöfte, Olivenhaine – Andalusien pur.
El Torcal – Stein gewordene Ewigkeit
El Torcal selbst ist jedes Mal aufs Neue ein Wunder. Die uralten Karstformationen, die wie aufeinandergestapelte Pfannkuchen oder Steinfiguren aussehen, wirken in ihrem Anblick surreal. Wind, Wasser, Zeit – Millionen von Jahren, die direkt vor einem sichtbar sind.
Die Sonne strahlte, die Temperaturen waren angenehm – perfekte Bedingungen, um dieses außergewöhnliche Naturwunder zu genießen. Für Wanderer ein Paradies, für uns
ein weiterer unvergesslicher Moment dieser Reise. Von El Torcal aus ging es schließlich über Málaga zurück nach Torrox-Costa.
Ein Fazit und ein Ausblick
Diese erste mehrtägige Tour war ein voller Erfolg: abwechslungsreich, landschaftlich überwältigend, mit Überraschungen und kleinen Pannen – genau so, wie wir Andalusien lieben. Und natürlich wächst schon die Vorfreude auf die nächsten Routen, die bereits in Planung sind. Andalusien begeistert uns immer wieder aufs Neue – und ein Ende ist nicht in Sicht.
