140 tolle andalusische Bergkilometer

Karte: 

 

Ein Tag durch Andalusiens Berge:

140 km in mehr als 6 Stunden

 

Morgens – Abfahrt in Vélez-Málaga

Heute starteten wir in Vélez-Málaga. Die Sonne stand schon freundlich am Himmel, als hätte sie selbst Lust auf einen kleinen Ausflug. Wir ließen die Küste hinter uns und machten uns auf in Richtung Berge – ein Gefühl wie: Mal sehen, was Andalusien heute wieder mit uns vorhat.

 

 

 

 

 

 


Vormittags – Zafarraya und der Sprung ins Hochland

Der serpentinenartige Anstieg zur Passhöhe von Zafarraya war wie immer beeindruckend. Dort oben weht ein Wind, der einen direkt daran erinnert, dass man sich auf einem echten „Tor zum Hochland“ befindet. Der Blick in die Weite war gigantisch – perfekte Kulisse, um einmal kräftig durchzuatmen und das Abenteuer unserer Tour einzuläuten.

Weiterfahrt – Durch das karstige Gebirge

Hinter Zafarraya begann das richtig herzhafte Teilstück: kilometerlange Durchfahrt durch karstiges Felsland. Dazwischen immer wieder vereinzelter Anbau von landwirtschaftlichen Produkten. Es fühlte sich an wie eine Reise durch eine andere Welt: Karge, helle Felsen, fast keine Vegetation und diese beeindruckende Stille. Ab und zu mal eine Ziege, die uns neugierig anschaute – vermutlich um zu prüfen, ob wir uns hier überhaupt auskennen.

Mittags – Fuente de los 100 Caños

Nach der Steinwüste dann ein Kontrastprogramm: die Fuente de los 100 Caños. Aus der langen Steinwand schießen unzählige Wasserstrahlen heraus, wie ein gigantisches Natur-Orgelsystem. Ein wunderschöner Ort zum Verweilen – und perfekt, um die Beine zu vertreten. Kurz dabei gibt es einen großen Parkplatz, um zu picknicken.

Nachmittags – Alfarnate und das Auto-Versteckspiel

Weiter ging es nach Alfarnate, einem der höchsten Dörfer der Region. Wir fuhren hinein – und fanden den Ausgang… erst mal nicht. - Die engen Gassen wirkten wie ein Labyrinth, und für einen Moment dachten wir, wir würden dort jetzt für immer wohnen. Letztlich durchfuhren wir eine gesperrte Straße, die als Einbahnstraße deklariert war.
Zur Beruhigung suchten wir daraufhin das Restaurant-Museum „Venta de Alfarnate“ auf. Urig, historisch, charmant – und voller Geschichten über Räuber, Reisende und vergangene Zeiten. Ein kurzer Stopp, aber ein lohnender.

Unterwegs – Der LKW der Giganten

Zurück auf der Straße fuhren wir über schmale Kurvenstrecken – wunderschön und fast komplett autofrei. Fast. In einer besonders engen Passage kam er uns entgegen: der RiesentruckEhrlich, wir waren überzeugt, er nimmt die komplette Straße ein, inklusive Seitenstreifen, Leitplanke und ein bisschen Landschaft. Doch mit vorsichtigem Manövrieren, viel Einbildungskraft und einem Hauch „Wir werden jetzt unsichtbar 😄“ lösten wir die Situation. Wir suchten irgendwo eine Lücke außerhalb der Straße. Der Fahrer muss gedacht haben, wir seien Akrobaten oder Zauberer.

Spätnachmittag – Puerto del Sol

Dann erreichten wir den Puerto del Sol, einen der schönsten Aussichtspunkte der Gegend. Hoch oben, klare Bergluft, ein Blick, der sich weit über Täler und Gipfel erstreckt – ein Ort, an dem man automatisch langsamer spricht, weil die Landschaft einfach die Hauptrolle übernimmt.

Rückfahrt – Über Periana zurück zur Küste

Über Periana ging es schließlich wieder hinunter Richtung Küste. Die Berge verschwanden Stück für Stück im Rückspiegel, bis wir wieder in Vélez-Málaga einrollten und den letzten Abschnitt bis Torrox Costa hinter uns brachten.

Abends – Fazit des Tages

Ein Tag wie aus einem Bilderbuch – landschaftlich faszinierend, mit Abenteuerfaktor, Humor und ein paar kurvigen Herausforderungen.
Ein erlebnisreicher, wunderschöner, unvergesslicher Tag in Andalusien.