Etappe 2: Mojácar – Carboneras – Dénia

Wenn schöne Straßen einfach zweimal gefahren werden müssen

Der neue Tag begann dort, wo Urlaubstage am liebsten beginnen:

mit einem reichlichen Frühstück in Mojácar. Und wie so oft bei gutem Kaffee und entspannter Stimmung passierte das Unvermeidliche – wir hatten eine Idee. „Nur noch einmal kurz …“

Während wir noch kauten, fiel der Satz:

„Diese Bergstrecke von gestern … die war doch unglaublich.“

Ein Blick, ein Nicken – Entscheidung gefallen.

Statt direkt nach Norden aufzubrechen, fuhren wir die gestrige Traumstrecke einfach noch einmal:

von Mojácar zurück Richtung Carboneras, gute 20 Kilometer pure Landschaftsverliebtheit.

Und ja:

  • sie war wieder spektakulär
  • sie war wieder schwindelerregend
  • und sie war jede Wiederholung wert

Manche Straßen sind eben keine Verbindung, sondern ein Erlebnis.

 


Jetzt aber wirklich Richtung Norden

Nach diesem freiwilligen Abstecher ging es dann wirklich zurück nach Mojácar – und diesmal konsequent Richtung Dénia, unserem nächsten festen Ziel. Das Hotel „Atalaya“ (so viel wussten wir zumindest) war bereits für drei Nächte vorgebucht. Das gab Sicherheit. Dachten wir. Wie schon am Vortag nutzten wir unterwegs jede Gelegenheit zum Anhalten:

  • markante Aussichtspunkte
  • freie Blicke auf die Küste
  • diese kurzen Momente, in denen man einfach nur schaut und nichts sagt

Landschaft im Wandel

Je weiter wir nach Norden kamen, desto mehr veränderte sich die Umgebung:

  • die Berge wurden sanfter
  • die Landschaft weiter und flacher
  • ein leichter Wüstencharakter blieb spürbar

Dazwischen tauchten immer wieder Mandelbaumplantagen auf – ordentlich, regelmäßig, fast beruhigend. Eine ganz andere Art von Schönheit als die wilde Küste zuvor.

Straßenwechsel & Kilometer sammeln

Zunächst führte uns die Strecke über die AL-7107, später wechselten wir in der Nähe von Mazarrón auf die AP7 – die sich erfreulicherweise als gebührenfrei entpuppte.

Nach etwa 400 Kilometern Tagesfahrt rollten wir schließlich in Dénia ein. Müde, aber zufrieden. Jetzt nur noch schnell ins Hotel – so der Plan. 

Die Sache mit der Hotelzufahrt

Das Navi hatte jedoch eigene Vorstellungen von „Ankommen“. Es führte uns über eine:

  • kurvige
  • steile
  • eher abenteuerliche Zufahrt

Oben angekommen: geschlossene TürKein Empfang. Kein Klingelschild. Kein Mensch.

Zum Glück tauchte ein anderer Gast auf, der uns kurzerhand mit hineinnahm. Kurz darauf erschien dann auch die Besitzerin – freundlich, aber leicht verwundert.  Ihr Satz des Abends:

„Ich habe Ihnen doch alle Zugangsinfos zugeschickt.“ Hatte sie. Wir hatten sie nur… übersehen.

Entschädigung mit Aussicht

Was dann kam, machte alles sofort vergessen:

  • ein 40 m² großes Studio
  • modern, großzügig, bestens ausgestattet
  • und das Ganze zu einem Sonderpreis von 65 € pro Nacht

Das absolute Highlight war jedoch die hoch gelegene Terrasse: Ein weiter, freier, fantastischer Blick über das Mittelmeer – Licht, Weite, Ruhe. Wir standen da, schauten hinaus und wussten: Das passt.

Drei Nächte – genau richtig

Spätestens jetzt war klar: Die Entscheidung, drei Nächte in Dénia zu bleiben, war goldrichtig.

Denn am nächsten Tag stand etwas Besonderes an:

Ein Wiedersehen mit Camperfreunden, mit denen wir zuletzt vor zehn Jahren gemeinsam den Winter auf dem Campingplatz „Pepe“ verbracht hatten. Manche Wege führen eben nicht nur durch Landschaften – sondern auch zurück zu Menschen.