Etappe 6: Wir änderten spontan den Plan.

Kurs Granada – zumindest theoretisch

Die neue Idee: Richtung Granada, um wenigstens einen Blick auf die Alhambra zu werfen.

Also los, Guadix hinter uns gelassen, auf die A-92.

Und dann – wieder einmal – dieser Gedanke:

Da gibt es doch diese eine Straße …

GR-3201 – und alles ist wieder anders

Die GR-3201 führt:

  • südlich an Málaga vorbei
  • nördlich entlang der Sierra Nevada
  • durch eine Landschaft, die wir so noch nicht kannten

Am Ende stößt sie wieder auf die A-4050 – eine Straße, die fest in unseren Köpfen verankert ist und zu unseren absoluten Lieblingsstrecken im Süden zählt.


Die Entscheidung fiel schnell: 👉 Granada bleibt rechts liegen.

Und das war eine der besten Entscheidungen dieser gesamten Tour.

La Peza – Quéntar: eine Straße zum Verlieben

Die Strecke von La Peza bis Quéntar entpuppte sich als absolutes Highlight. Eine echte Traumstraße.

  • kurvenreich -einsam landschaftlich überwältigend

Man sollte hier sehr viel Zeit einplanen, denn:

  • es gibt unzählige Stellen zum Anhalten
  • ständig wechseln Farben, Formen und Strukturen
  • die Natur wirkt roh, kraftvoll, fast dramatisch

Mitten hindurch führt das Gebiet „Geología de Granada“.

Warum diese Landschaft so außergewöhnlich ist

Diese Region ist tektonisch hochinteressant:

  • Sie liegt im Übergangsbereich zwischen der Afrikanischen und der Eurasischen Platte
  • Über Millionen Jahre kam es hier zu Hebungen, Faltungen und Brüchen
  • Sedimente aus Meeresböden wurden nach oben gedrückt
  • Erosion durch Wind und Wasser formte die heutigen bizarren Strukturen

Das Ergebnis:

  • scharfkantige Felsformationen
  • geschichtete Gesteine
  • Farben von Ocker über Grau bis tiefes Rot

Wir hielten oft an, standen staunend vor den Formationen und konnten uns kaum sattsehen.

Diese Straße ist kein Transportweg – sie ist ein Naturerlebnis. Wir waren uns sofort einig:
👉 Diese Strecke werden wir wieder fahren.

Lieblingsstraße A-4050 und ein spätes Mittagessen

Nach all den Eindrücken wartete noch unsere bewährte A-4050 auf uns – eine Straße, die wir seit Jahren lieben. Fahren durch Felsen, Schluchten, Weite. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus.!!!! In Otívar legten wir schließlich eine Pause ein und genossen ein verspätetes Mittagessen – ruhig, zufrieden, ein wenig überwältigt.

Ankommen – und begreifen

Dann ging es direkt zurück nach Torrox Costa.

Erst dort, beim Ankommen, wurde uns wirklich bewusst: Was für eine außergewöhnliche 6-tägige Tour das gewesen war.
Küsten . Wüstenlandschaften.  Berge. Höhlen.  Freundschaften. spontane Entscheidungen.

Andalusien ist viele Reisen wert. Und jede einzelne fühlt sich anders an.