Geruhsamer Tag auf der Insel Faial - aber...

Hafenkneipe in Horta: "Peter Cafe" (Cafe Sport)
Hafenkneipe in Horta: "Peter Cafe" (Cafe Sport)

Nach einer langen geruhsamen Nacht, ein attraktives Frühstück, einer problemenlosen Ab-/Übergabe unseres PKWs, einer unausweichlichen Wartezeit im Hotel, standen wir pünktlich um 11 Uhr am Hafen, um mit der Fähre nach Faial überzusetzen.
Der Atlantik hatte sich im Vergleich zu gestern ein bisschen beruhigt, aber trotzdem kam die Fähre schaukelnd in den Hafen eingefahren. Wir denken, dass diese Fähren auch bei starken Stürmen ihre Fahrzeiten einhalten, denn sie sind wirklich robust gebaut. Unsere Koffer kamen wieder in einen Container, der dann als Sammelfracht an Bord gebracht wurde. Insgesamt fast eine Ausstattung wie an einem modernen Flughafen. Die Fahrt dauerte nur 25 Minuten, aber unterwegs ging es rauf und runter. Wir saßen ganz hinten im Freien des Schiffes, dort wo sich auch die Einheimischen aufgehalten haben. Aber wir alle wurden doch ganz schön durchgeschaukelt.
In Faial angekommen, funktionierte die Übernahme des PKWs wieder hervorragend. Wir gingen an den entsprechenden Schalter, gaben unseren Voucher ab, machten eine kurze Inspektion des Wagens... und fertig. Die Dame erklärte uns noch, wie wir zu unserem Hotel kommen würden, da auf der Strecke eine Baustelle sei, die man großräumig umfahren muss. Unser Hotel "Azoris Faial Garden" ist wieder super ausgerüstet, hat 4 Sternchen, und wir haben ein Zimmer mit dem Blick auf den Hafen ...und auch auf die Nachbarinsel Pico mit dem gleichnamigen Berg. Nur die Bergspitze hat sich auch heute nicht blicken lassen, stattdessen sahen wir aber einen wunderschönen doppelten Regenbogen.
Und dann folgte unser kurzes Tagesprogramm für heute. Schon auf der Fahrt zum Hotel, natürlich mit einer kleinen, unnötigen Irrfahrt, sahen wir die bekannteste Kneipe der Azoren direkt am Hafen "Peter Cafe". Das, die Lage, hatten wir uns unabhängig voneinander sofort gemerkt. Aber zuerst fuhren wir zum Hotel. Wieder einmal ein Spitzenhotel, dass man uns  ausgesucht hatte.
Mehrere Wohneinheiten zeichnen die Hotelanlage aus. Wir wohnen jedoch im Haupthaus... nahe zur Hotelbar, lach. Unser nächster Gedanke war "Peter". Schon auf der Insel Sao Miguell hatte man uns die Küche des Lokals empfohlen. Sowas merkt man sich eben. Also, nix wie hin. Dort angekommen, fühlten wir uns auf Anhieb wohl, ...weil alles so unkompliziert und gemütlich war.
Und die Speisekarte war auch vielversprechend. Wir bestellten wieder einmal unsere "Rinder", aber mit unterschiedlichen Soßen. Dazu unseren Rotwein, der hier eigentlich wie übliche Tischgetränke getrunken bzw. serviert wird. Wir bestellten eine Karaffe mit einem 1/2 Liter. Was kam? Eine Karaffe mit einem ganzen Liter. Da wurden wir wohl sehr mißverstanden! Aber wir haben dann mal nicht protestiert und das so hingenommen, lach-lach. Zahlreiche Fotos haben wir in der Kneipe geschossen. Das mußte sein. Und wir glauben, dass man das von den Touristen dort auch erwartet. Diese Kneipe "Peter Cafe" ist ursprünglich eine Kneipe der Fischer gewesen. Inzwischen ist sie eine Kultkneipe mit zivilen Preisen. Segler haben schon in frühen Jahren dort ihre Wimpel hinterlassen, um zu zeigen, wo sie herkamen.
Danach gingen wir noch in den Hafen, um dort die Hafenmalereien zu besichtigen. Hunderte "Gemälde" kann man dort bestaunen, die von Seglern kunstvoll an die Mauern gemalt wurden. Ein weiteres Programm stand für den heutigen Tag nicht mehr auf unserem Plan. Also zurück zum Hotel und einfach mal gefaulenzt. Morgen werden wir die Insel umrunden und uns insbesondere von der "Lavawüste" im Westen der Insel begeistern lassen.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Ingrid (Mittwoch, 25 Januar 2017 20:25)

    Hallo Azorenfreunde
    Toll dass ihr so begeistert seid von dieser Reise.Ich glaube das muß man auch.Alles was ihr schreibt ist schon sehr beeindruckend.Die Bilder bestätigen es .Toll finde ich es dass ihr alle 2-3 Tage wo anders seid.Sogar eine Lieblingsinsel habt ihr gefunden.Das ist doch was.
    Weiterhin noch viele schöne Erlbnisse und viel Freude
    Ingrid

  • #2

    TM Anni (Mittwoch, 25 Januar 2017 21:06)

    #Ingrid: Danke für deinen netten Eintrag! Ja, man spürt also, dass wir mit Begeisterung bei der Sache sind. Reisen ist eben die schönste Freizeitbeschäftigung, die man sich wünschen kann. Und das wißt ihr genauso gut wie wir! Bis dann...

  • #3

    Beate (Donnerstag, 26 Januar 2017 06:40)

    auch, wenn ich hier nicht immer schriftliche Spuren hinterlasse, so bin ich doch täglich dabei und lerne mit Euch voller Freude die Azoren kennen.
    Obwohl ... langsam komme ich durcheinander mit den ganzen Inseln und ihren Besonderheiten. Ich hoffe deshalb, dass es am Ende eine Zusammenfassung geben wird, wenigstens in Stichworten.
    Genießt weiterhin Eure schönste Freizeitbeschäftigung!
    Beate

  • #4

    TM Anni (Donnerstag, 26 Januar 2017 08:41)

    #Beate. Es ist tatsächlich so, dass jede der von uns 5 besuchten Inseln etwas Typisches hat, obwohl alle vulkanischen Ursprungs sind. Die restlichen 4 kleinen werden wir nicht kennenlernen. Für uns ist die Insel Pico der Höhepunkt, auch wenn der Berg sich meistens versteckt. Über einen kurzen Überblick hatten wir auch schon nachgedacht, vielleicht auch in einer bebilderten Karte.