Kurvenreiche Höhen-Traumstraße mit Blick auf Berge der Sierra Nevada

 

 Link zu dieser Karte bei Google Maps.

 

Heute früh lachte uns wieder die Sonne an.

 

Eigentlich wollten wir einen gemütlichen Tag ohne irgendwelche Aktivitäten genießen. Aber es kam natürlich wieder anders. Ich glaube, Dagmar strotzte nur so vor Unternehmungslust und scharrte schon mit den Hufen. Sowas steckt vermutlich an. Jedenfalls war auch ich nicht abgeneigt, etwas zu unternehmen. Und um 10 Uhr saßen wir bereits im Auto mit einem östlichen Ziel, das wir aber noch nicht genau benennen konnten. Doch das kristallisierte sich dann allmählich heraus während wir so über die Autobahn düsten. Nach Motril wurden wir dann spezifischer und bogen dahinter bei La Mamola ab in Richtung Polopos. ein Ort im Gebirge. Östlich von Motril nahm die Plastikwelt extrem zu. Weite Flächen sind abgedeckt mit Plastikplanen, um Obst und Gemüse anzupflanzen. Es ist keine sehenswerte Landschaft mehr! Und für die Wasserwirtschaft ist das auch eine Katastrophe!

Uns erschien die Strecke von La Mamola bis Polopos ...und weiter… wegen ihrer Kurven genau das Richtige für uns. Und natürlich ging es auch nördlich in Richtung Sierra Nevada. Wir wollten heute unbedingt Schnee sehen! Ist uns dann auch tatsächlich gelungen.

Wir fuhren zunächst über eine kurvenreiche Straße, die uns weite Blicke auf die Bergwelt ermöglichte. Wir waren wieder einmal von der Landschaft Andalusiens begeistert. Enge, kurvenreiche, steile und verkehrsarme Straße haben etwas Besonderes! Ich muss nicht extra betonen, dass gerade Dagmar diese Straßen liebt. 😁 Und ich finde unterwegs immer wieder meine Steine, die in meiner Steinsammlung scheinbar noch fehlen. Von Kalksteinen über Schiefer und Glimmer finde ich immer wieder neue Formen und Farben! Mein Herz kann da eben nicht nein sagen, lach! Ich hoffe, mein Flugreisegepäck dann auch nicht! 😮

Wir fuhren bis zum Abzweig Rubite, entschieden uns aber spontan nicht abzubiegen, sondern weiter auf der A4131/ A348 in Richtung Orgiva weiter zu fahren. Nicht ganz unschuldig an dieser Entscheidung waren unsere Blicke auf die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. In Los Tablones hätten wir abbiegen können, aber dann wollten wir auch noch weiter bis zu dem Ort Lanjaron, den wir vor Tagen bereits kennengelernt haben. So machten wir das auch. Danach kam dann doch der Gedanke auf, den Trip abzukürzen und wieder die Rückfahrt anzutreten. Und das ging natürlich über die Autobahn am schnellsten. Gegen 14 Uhr kamen wir wieder in Torrox an. Da wollten wir nur noch eine Kleinigkeit essen… und zwar im Restaurant Kunterbunt. Mit viel Glück bekamen wir die letzten zwei Plätze dort und ließen es uns dann gut gehen.

Wieder ein Trip, der uns Freude gemacht hat und  dass wir Andalusien wieder erleben durften. Aber morgen wollen wir dann doch einmal wieder faulenzen. Hoffen wir jedenfalls! Ganz sicher steht aber irgendwann eine intensive Schneetour an, eine Tour quer durch die schneebedeckte Sierra Nevada.



Caminito del Rey ... einer der tollsten Wanderwege!!!

Google Maps Karte + Website

...unsere Google Maps Karte!

 

 

Was für ein toller Tag, den wir nicht vergessen werden!

 

Das Ziel sollte heute der Wanderweg Cominito del Rey sein. Einer der bekanntesten und wahrscheinlich auch nicht ganz ungefährlichsten Wanderwege der Welt. Früh machten wir vier uns auf die Piste. Wir versuchten den kürzesten Anfahrtsweg zu nehmen, um an unserem Ziel mehr Zeit zum Fotografieren und Gucken zu haben. Dazu fuhren wir bis Malaga über die Autobahn A7, um dann aber über die A 357 weiter nördlich zu fahren bis Casapalma und Alora. Von da aus ging es weiter bis El Chorro und da waren wir fast schon an unserem Ziel.

Nein, wir hatten nicht vor, den fast 8 km langen und beschwerlichen Wanderweg zu gehen. Schwindelfreiheit wird da vorausgesetzt! Der Weg erfordert eine sehr gute Kondition, die wir nicht mehr haben und auch nicht mehr erlangen werden. Da sind wir ganz realistisch. Aber gucken und fotografieren können wir natürlich … und dafür reicht unsere Kondition sogar mehrfach. 😁😄😃😆

Wir fanden die Stelle, von der man einen tollen Blick (Straße MA 5403 - am nördlichen Ende der Talsperre über eine Flußschlucht) von unten auf einen bedeutenden Teil des Wanderweges hat. Diese künstliche Brücke zwischen zwei Felswänden und über eine Schlucht kann man nicht übersehen, ...wenn man gezielt danach sucht. Ebenso sieht man weite Teile einer langen Treppe, die an der Felswand eingelassen wurde und begehbar ist. (siehe unsere Fotos!) Ein toller Weg, aber eben auch nicht für jeden möglich. Übrigens fährt regelmäßig da ein Shuttlebus von der Eingangsstelle bis zu einem Parkplatz. Es ist ganz wichtig, dass man sich vor einem solchen Trip informiert, denn die Zahl der Wanderer ist täglich begrenzt ...und ist kostenpflichtig. Der Weg liegt zwischen Ardales und der Stadt Álora, Man  benötigt dafür -4 Stunden. Mehr Infos findet man hier:


https://www.travelbook.de/outdoor/wandern/caminito-del-rey-andalusien

 

https://www.spain.info/de/wanderrouten/caminito-del-rey-wandern-spanien/

 

Natürlich hieß das nicht für uns, wieder den Rücktritt anzutreten. Inge und Robert kennen sich ja sehr gut in Andalusien aus und nannten dann ein weiteres Ziel: Den Mirador de la Encantada, der einen Blick auf die Talsperre erlaubt. Auch wieder eine schöne Straße (MA 448) die uns beeindruckt hat. Wir fuhren dann zurück bis zur Straße MA 5403 und fuhren weiter in nördliche Richtung. Wieder sehenswert, weil entlang an der Talsperre Embalse Conde de Guadalhorce. Inzwischen hatten wir nicht nur Appetit, sondern auch Hunger. So viele Speise-Lokale gibt es unterwegs nicht, so dass wir tatsächlich suchen mussten. Aber wir fanden dann das Venta Los Atanores. Wir haben sehr gut dort verspätet zu Mittag gegessen, Kaninchen, Ochsenschwanz und Schweinefilet.

Danach orientierten wir uns in Richtung Abdalajis. Irgendwo verfehlten wir eine Abfahrt, die uns wieder etwas näher an Antequera bringen sollte, um über Nebenstraßen nach Torrox zurück zu kommen. Aber wir wollten auch nicht umkehren und fuhren so über die A343 bzw. MA 7077 und A357 weiter bis Malaga via Autobahn zurück nach Torrox. Nach ca. 8 Stunden kamen wir dann in Torrox wieder an und … waren zwar müde, aber gleichzeitig auch begeistert von unserer Tour! Wir glauben, das können wir wiederholen!

Camino del Rey - Fotos © Travelmaus.de



Spontane, kleine Nachmittagstour durch die Bergwelt

Wieder ein Tag, der unerwartet verlief und schön war!

Wir haben heute lange geschlafen, besser gesagt, ausgeschlafen. Nach einem kurzen Frühstück haben wir erst einmal gebummelt und gefaulenzt. Klar, man hätte so einiges tun können, dazu zählen auch gewisse Hausarbeiten. Aber das musste dann doch heute nicht sein!

Stattdessen überlegten wir, wo wir was zu Mittag essen könnten. Und dann hatten wir den Geistesblitz 😵😳 - In unserem Hausblog gibt es das Restaurant „Kunterbunt“, das täglich Spargelgerichte anbietet. Das hatten wir zwar schon, aber wir wollten Wiederholungstäter werden. Und zwar gründlich! Nix wie hin. Dagmar bestellte ihre Seniorenportion mit Salzkartoffeln, die holländische Soße „Sauce Hollandaise“ und das alles mit Rührei. Ich war nicht so bescheiden, … weil ich doch kaum etwas zum Frühstück gegessen hatte. Also eine große Portion für Erwachsene mit … Sauce Hollandaise und ...Pommes! Und 16,95 € für 500 gr. Spargel incl. Zutaten war erschwinglich. Ja, das haben wir richtig genossen. 😁😀

Dann nahmen wir wieder Kontakt zu Inge und Robert auf, um zu klären, was evtl. heute noch gemeinsam anstehen würde. Und wir einigten uns ganz schnell per Whats App, gemeinsam irgendwo Kaffee zu trinken ...und vielleicht auch ein klitzekleines Eis als Nachtisch. So verbrachten wir gemeinsam den frühen Nachmittag und überlegten gemeinsam, was wir evtl. morgen unternehmen könnten. Natürlich hängt das immer auch vom aktuellen Wetter ab. Wenn das Wetter morgen mitspielt, möchten wir eine Tour zu dem bekannten Wanderweg Del Rey Caminito machen . Doch nicht zum Wandern, sondern nur zum Gucken. Eine solche 8 km lange Strecke muten wir uns nicht zu!

Während die beiden dann verspätet zum Mittagessen gingen, machten wir uns auf unseren Rückweg zur Wohnung. Und dann sahen wir in der Ferne eine leuchtende Bergkulisse, die uns wieder einmal faszinierte. Da konnten wir nicht widerstehen. Spontan überlegten wir, ob wir uns kurzentschlossen das näher ansehen sollten und konnten. Der Gedanke war auch schon die Entscheidung, das zu tun. Also schnell die Kamera geholt und ab ins Auto. Und dann fuhren wir etwa 80 km lang wieder einmal durch eine tolle Berglandschaft, auch wieder Strecken, die wir bisher nicht kannten. Nach ca. drei Stunden waren wir wieder zurück und begeistert von diesem spontanen Trip. Ja, Andalusien ist eine tolle Landschaft mit vielen kleinen Bergdörfern, die zwar eng gebaut und steil sind, aber immer wieder einen Besuch wert sind. Nur oft besteht das Problem, da mit einem Auto einen befahrbaren Weg zu finden. Da üben wir noch, sind aber zuversichtlich, dass wir das noch in den Griff kriegen.

Unser Lunch!
Unser Lunch!


Kurzer Trip nach Nerja - zum Balcon de Europa

 

Kurz überlegt und schon waren wir in Nerja!

 

Heute früh wollten wir einen kurzen Trip in das nähere Umfeld von Torrox unternehmen. Allerdings verunsicherte uns das Wetter, das uns eigentlich nicht zu einem Trip einlud. Also gingen wir erst einmal an den Strand, tranken irgendwo einen zweiten Kaffee und beobachteten das Meer. Und das sprach mit uns 😯. Es teilte uns indirekt mit, dass wir uns aufmachen sollten zum „Balcon de Europa“. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen.😉

Wir nahmen zu Inge und Robert Kontakt auf und fragten, ob das Meer auch zu ihnen gesprochen hätte. Doch es genügte schon unsere Frage, ob sie mit nach Nerja zum Balkon de Europa wollten. Klar, sie wollten gerne mit, obwohl sie da schon unzählige Male gewesen sind. Kurze Zeit später waren wir dann auch schon zu viert unterwegs. Auf nach Nerja, ca. 10 km von Torrox entfernt. Vor vielen Wochen waren wir bereits dort, um uns die bekannte Höhle anzusehen.

Die Stadt Nerja selbst, mit ca. 20.000 Einwohnern, liegt in einer Höhe von etwa 20 bis 100 m an der Costa del Sol knapp 58 km östlich der Provinzhauptstadt Málaga. Nerja besitzt 14 km Küste mit vielen Stränden, u.a. Playa Burriana, ein Touristenmagnet. Zusätzlich findet man zahlreiche Steilküsten, die alle ihren eigenen Namen haben.

Es ist ein hübscher Ort (mit Parkhaus!), der von vielen Menschen besucht wird und deswegen auch kaum Parkplätze bietet. Dazu kommt, dass die Straßen der Altstadt extrem eng sind und folgerichtig oft Einbahnstraßen sind. Aber die Altstadt ist auch gleichzeitig urig und gemütlich und bietet zahlreiche Lokale, die zum Verweilen einladen. Unser Ziel war natürlich der Balcon de Europa, der einen tollen Blick auf Strände, Steilküste und das Mittelmeer bietet.

Vor etwa 10 Jahren waren wir für eine Woche hier in einem Hotel und kannten uns noch etwas aus, obwohl es totale Veränderungen gibt. Die größte Veränderung für uns war die Menge an Menschen. Dabei sollen heute relativ wenig Menschen unterwegs gewesen sein. Wir besuchten die Kirche (Iglesia del Salvador ) und hörten auch einer Geigenspielerin auf dem Vorplatz der Kirche intensiv zu. 

Balcón de Europa  ist die Hauptattraktion des Küstenstädtchens. Diese Aussichtsplattform mit Panorama-Blick über das Mittelmeer liegt auf einem Felsvorsprung in ca. 60 m Höhe über dem Meer. Hier endet die innerstädtische Fußgängerzone. Museum und Rathaus befinden sich in unmittelbarer Nähe. Den Namen erhielt dieser Mirador im Jahre 1884 nach einem Besuch Königs Alfons XII. Er beendete seine Rede mit dem Ausruf: ¡Este es el Balcón de Europa! („Dies ist der Balkon Europas!“)“. (Zitat)

„Die malerische Altstadt von Nerja beeindruckt die Besucher nicht nur durch ihre engen Gassen, dem andalusischen Flair und den liebevoll gestalteten blumengeschmückten Häusern, sondern auch mit ihren romantischen Restaurants, Tapas-Bars und historischen Gebäuden wie der Kirche El Salvador.“ (Zitat)

Ja, Nerja ist immer einen Besuch wert. Allerdings sollte man Google-Maps befragen, wo welches Parkhaus liegt, damit man einen Parkplatz bekommen kann. Wer lange sucht, verliert vielleicht die Lust. Und das wäre sehr schade!!!

 

Zu unserer Google-Maps-Karte

 



Heute nix gemacht.

Wetter schlecht, aber Essen gut!
Wetter schlecht, aber Essen gut!


65 km durch die Bergwelt Andalusiens ... Beginn der Mandelblüte!

Eine Tour, die viele Sehenswürdigkeiten uns hätte bieten können! 😁😉😮😀

 

Heute sollte es nur eine kleine Tour werden. Das hatten wir uns vorgenommen und es ist uns auch gelungen. Robert hatte den Vorschlag gemacht, zunächst bis zu dem Bergdorf Arenas zu fahren. Unser Ziel dabei war es, bewusst die ersten blühenden Mandelbäume zu sehen. Von Arenas aus entschieden wir dann, weiter über eine kurvenreiche Strecke bis Archez. Irgendwo wechselten wir dafür auf die MA 119 bzw. MA 116.

Archez zählt auch zu den weißen Dörfern Andalusiens und ist bekannt für seinen maurischen Ursprung. Das Dorf liegt an der Mudéjar-Route die aus fünf Dörfern in der Axarquia besteht.

Das arabische Erbe ist offensichtlich. Diese Dörfer sind Salares, Sedella, Canillas de Aceituno, Arenas und Árchez, wo es derzeit vier Minarette gibt, klare Beweise für die maurische Architektur. Es sei darauf hingewiesen, dass das Minarett von Árchez und die Salzwiesen 1979 zum historischen und künstlerischen Erbe erklärt wurden. Árchez wartet noch mit den Resten einer alten Stadtmauer und drei uralten Getreidemühlen auf.

Das Minarett der Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación aus dem 14. Jh. gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Archez und ist ein schönes Beispiel für die Almohaden-Architektur. Es ist aus roten Ziegeln erbaut und erhebt sich 15 Meter in die Höhe. Die quadratische Form wird durch die Rauten mit pflanzlichen Motiven unterbrochen. Wegen seines historisch-künstlerischen Wertes wurde das Minarett 1979 zum Nationaldenkmal erhoben.“ (Quelle)

Nein, wir nahmen uns heute nicht die Zeit, uns im Ort näher umzusehen. Allerdings konnten wir den Turm schon aus der Ferne gut erkennen. Wir sind sicher, dass wir dort wieder hinfahren werden, um mehr von Archez zu sehen.

Inzwischen hatten wir feststellen müssen, das die Mandelblüte noch nicht ausgeprägt ist. Vielleicht auch wegen des Wassermangels hier im Süden Spaniens. Aber das hinderte uns trotzdem nicht, bis Sayalonga weiter zu fahren. Der Ort ist wieder typisch für weiße Dörfer mit engen Straßen. In diesem Ort befindet sich zum einen einer der kuriosesten Friedhöfe der Provinz Malaga und zum anderen findet man hier interessante Beispiele der sakralen Architektur.  (Quelle)  Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die  Iglesia de Santa Catalina und die Kapelle Ermita de San Cayetano . Aber zu den auffälligsten Plätzen in diesem Ort gehört der „Runde Friedhof". In Wirklichkeit ist der Friedhof achteckig, was im Zusammenspiel mit den abgerundeten Grabnischen für ein kurioses Aussehen sorgt.  Da haben wir vielleicht doch etwas verpasst zu besichtigen. Wieder ein Grund, noch einmal dorthin zu fahren, zumindest um diesen außergewöhnlichen Friedhof zu besichtigen.

Uns führte dann unsere Tour nach Algarrobo (A 7206). Wieder ein Ort, der bekannt sein soll für ein phönizisches Gräberfeld, das in der Siedlung Morro de Mezquitilla liegt.  Trayamar ist das phönizische Gräberfeld der benachbarten Siedlung Morro de Mezquitilla.(Quelle)

Wir besuchten aber stattdessen dort  ein Restaurant, La Viuda , das wir bereits kennenlernen durften. Heute hatten wir uns vorgenommen, dort Lammkeulen zu essen. Ja, das war dann ein toller Abschluss unseres kurzen Trips durch die Berge und auch eine Entschädigung für die wenig zu sehenden blühenden Mandelbäume der Region. Gegen 16 Uhr waren wir dann wieder in Torrox. Wieder um einige Infos reicher. Ja, Andalusien ist nicht nur eine, sondern viele Reisen wert! 😃😄😆😀!!!! 

 

Zu unserer Google Maps Karte.

 

Unser verspäteter Lunch in Mezquitilla:



Das Wetter ist auch hier wechselhaft.

gestern

heute


Kühler Tag in Torrox - nur ein Trip zum Leuchtturm

Heute war ein Tag, der keiner werden wollte. Es war und ist kühl. Wir konnten uns nur dazu durchringen, einen Gang zum Leuchtturm zu machen, der an exponierter Lage steht und ein schönes Umfeld hat, nämlich eine wunderbare Steinwelt.



Mandelbäume, Weinreben und ...Plastiklandschaft in Andalusien!

Unsere Routenkarten

 

Was für ein Tag, ein Tag, der wieder in unserer Erinnerung verankert ist.

 

Wir hatten uns eine Strecke ausgesucht, die wir bisher nicht gefahren sind und die  für uns neu war und neue Eindrücke vermitteln sollte. Es ist gar nicht so einfach, im näheren Umkreis Straßen zu finden, die wir nach fünf Wochen Aufenthalt hier in Torrox noch nicht wirklich befahren haben. Aber es ist uns dann doch gelungen, jedenfalls die meisten Strecken von heute noch nicht zu kennen. 😁😃

Unsere Ziele waren u.a. die Orte Torvizcon und Albondon. d.h. neben sehenswerten Straßen, die einen Kontrast zwischen Küste und Bergwelt darstellen, wollten wir sehenswerte Mandelplantagen und auch besondere Weinanbaugebiete durchfahren. Torvizcón liegt in einer Senke des Rí­o Guadalfeo und ist ein typisches Dorf mit engen Gassen und weißen Häusern zwischen der Alpujarra der Sierra Nevada und der Küste des Mittelmeeres. Von Vélez de Benaudalla aus bis zu diesem Ort (gelbe Markierung auf unserer Karte) sind wir eine wirklich beeindruckende Gebirgsstraße gefahren, eine kurvenreiche Straße, fast immer an Felsen entlang. Wunderschöne Ausblicke, auch auf die höchsten Berge der Sierra Nevada.

 

Die meisten der dort angebauten Kulturen im Umfeld von Torvizcón sind Mandelbäume, Weinreben und Feigenbäume. Bekannt ist der Ort auch wegen des Exports von Rosinen, aber auch aus früheren Zeiten aufgrund bedeutender Seidenproduktion. Wir machten dort unsere erste Pause, um einen spanischen Kaffee zu trinken. Verpasst haben wir allerdings, uns die Kirche dort anzusehen, die im Mudéjar-Stil  erbaut worden ist, vereinfacht ausgedrückt, eine Kirche  in einem dekorativen, maurischen Kunststil.

Mandel- und Olivenbäume sind oft die einzigen Pflanzen in dieser Gegend, die auf einem kargen Boden unter den wasserarmen Bedingungen gedeihen können. Sie brauchen auch wenig Wasser und können somit die langen extrem trockenen Sommer überstehen. Spanien ist neben USA einer der größten Produzenten von Mandeln. Dass es heute in Spanien so viele leckere Süßspeisen und Getränke aus Mandeln gibt, geht auf die jahrtausendalte Mandelanbaukultur zurück. 

Es gibt verschiedene Mandelsorten, von denen sollen einige so alt sein, dass sie wohl aus der Zeit der ersten Besiedlung durch afrikanische Einwanderer vor rund 5.000 Jahren stammen. Am weitesten soll bis heute die Mandelsorte "La Marcona" verbreitet sein – eine runde und süße Mandel, die nur wenige Bitterstoffe enthält. Aus diesen Mandeln wird der berühmte Turrón hergestellt, der jedes Jahr zu Weihnachten in ganz Spanien verkauft wird. Turrón ist eine knackige Mandelpastete aus weißem Nougat, der oftmals die Zähne strapaziert. 😊 … aber lecker!  Mandeln sollen Mandelöl, Zucker, Vitamine B und E, Mineralstoffe und Fette enthalten. Der Gehalt an Calcium, Magnesium und Kalium ist höher als bei Nüssen.  ...auch gut! 😁 "La almendra amarga" ist die Bittermandel, die giftige Blausäure bildet. Bittermandeln darf man nur in ganz geringen Mengen roh verzehren, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden! 

 

Albondon ist eine Gemeinde in der Sierra Nevada, die nicht nur Oliven-und Mandelbaumplantagen besitzt, sondern auch bekannt ist, für eines der höchsten Weinanbaugebiete Spaniens. Hier sollen einzigartige, mediterrane Bergweine erzeugt werden auf einer Höhe bis zu 1.400 Metern. Ja, wir sahen unterwegs große ausgedehnte Weinfelder, allerdings sind die Reben jetzt natürlich noch nicht reif für eine Traubenernte. Eine Ernte ist wohl dort sehr mühsam aufgrund der steilen Hänge und schwierigen Unzugänglichkeiten. Es heißt, dass die Winzer dort den Anbau biologisch kultivieren und auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Nein, wir haben keinen Wein dort getestet.

Wir konnten bisher feststellen, dass oftmals hier in Andalusien Weine aus La Rioja angeboten werden. Aber es gibt extrem viele Anbaugebiete in Spanien, die wir gar nicht alle kennen. Wir wissen allerdings, dass hier im Süden auch viel Sherry und vor allem auch Brandy angeboten wird. Und auch sehr preiswert! Wer mehr zum Thema Wein und Spirituosen erfahren möchte, sollte natürlich eine der vielen Bodegas hier im Land aufsuchen.

 

Von Albondon fuhren wir am frühen Nachmittag dann weiter bis Albunol und bis La Rabita. Und hier begann für uns die eigentliche Zone der "Plastikwelt"die sich westlich fast bis Motril hinzieht. (Östlich sogar weiter als Almeria!) Wir fuhren zurück bis Torrox über die Autobahn A7 und staunten nur noch über die Menge der Flächen, die total unter Plastik liegen. ...ganz furchtbar anzusehen! 😵 Millionen Tonnen von Tomaten, Paprika, Gurken, Avocados oder Erdbeeren  werden hier so vor Sonne und Hitze geschützt und angebaut und benötigen dabei extrem viel Wasser, das vorwiegend dem Grundwasser entnommen wird. Für Tiere und Pflanzen bleibt da kaum noch Lebensraum. Wir konnten eine Herde Ziegen sehen, die durch das trockene Flussbett  gingen, um irgendwo Nahrung zu finden. Puh!  Es ist abzusehen, dass diese Flächen weiter austrocknen  und alles zu einer Katastrophe führen wird. Schrecklich! 😠 

 

In Torrox am frühen Nachmittag angekommen, stand  für uns nur noch eine Mahlzeit an. Dazu fuhren wir zum Cafe und Restaurant Javier, um Schnitzel zu essen. Preiswert und in der Regel gut. Und damit war unser Tag gelaufen… nee, gefahren. Ein informativer Tag für uns, der uns die Landschaft Andalusiens wieder einmal näher brachte. 

 

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Sierra Nevada-Andalusien: Mandelblüten, Weinreben und Plastikulturen ( 7.2.2024)
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Ein Tag im südlichen Teil der Sierra Nevada, der Gebirgsregion Alpujarras.

Ein unvergesslicher Tag in der Sierra Nevada

 

Der heutige Tag hat uns in die Sierra Nevada gelockt. Vom Namen her ist wohl allen das Gebirge bekannt. Nur verwechseln darf und sollte man es nicht mit dem Hochgebirge in den USA.

Nein, Europa hat auch seine hervorgehobenen Berge, auch schneebedeckte. Ja, wir haben gestern hineingeschnuppert. Die Anfahrt von Torrox ist natürlich schon gewaltig, aber Dagmar fährt gerne und am liebsten kurvenreiche und enge Straßen. Unser Ziel sollten zwei Orte sein, die im südlichen Teil der Sierra Nevada liegen und zur Bergkette Alpujarras gehören und knapp 90 km von Torrox entfernt liegen. Eigentlich keine riesige Entfernung, aber wenn es kurvenreich und steil wird, brauchen auch wir ein Vielfaches dafür an Fahrzeit.

Die Sierra Nevada ist das größte und höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, ca. 100 km lang (~ 40 km breit) und isTeil der Betischen Kordillere, die durch tektonische Bewegungen der Erdplatten entstand. Sie zieht sich im Süden Spaniens an der Mittelmeerküste entlang zwischen Granada und Almeria. Zahlreiche Gipfel sind über 3000 m hoch und im Winter schneebedeckt. Aus weiter Ferne erkennt man oftmals schon die schneebedeckten Gipfel. Das Schmelzwasser versorgt das umliegende Land mit Trinkwasser. Die bekannteste Mineralwasser - Marke kommt aus der Stadt  Lanjarón, die wir gestern auch besucht haben.

Noch vor ca. 150 Mio. Jahren war der Mittelmeerraum mit einem Meer („Tethys“) bedeckt, deren abgelagerte Sedimente durch Druck zusammengeschoben wurden und sich über 2000 m hoben und gefaltet wurden. So entstand ein langer Gebirgszug im Süden Spaniens, u.a. auch die Sierra Nevada.

Geprägt ist das Hochgebirge durch (Frostschutt-) Verwitterung, folglich ist das Gestein sehr zerklüftet. Bedingt durch die Verwitterung sieht man riesige Geröllfelder und Schutthänge. Je weiter man nördlich kommt, desto steiler und felsiger wird die Landschaft. Der Kern der Sierra Nevada besteht aus Glimmerschiefer (u.a....Kalk und Marmor). Südlich, in der Alpujarras, wird die Landschaft flacher und sanfter. Hier sind die Böden fruchtbar und für die Landwirtschaft geeignet. Eichen- und Kieferwälder wachsen bis auf eine Höhe von etwa 2000 m.

Zusätzlich wurde die Sierra Nevada während der Eiszeit geprägt. Die letzte Eiszeit hatte ihren Höhepunkt vor etwa 21.000 Jahren und ging vor etwa 10.000 Jahren zu Ende. Die Eiszeit hinterließ auch Spuren in Andalusien in Form von Gletscherseen und Lagunen.

Wir waren nun heute im südlichen Bereich der Sierra Nevada, der Alpujarras, das etwa 50 km von Granada und ca. 35 km von der Küste entfernt liegt. „Alpujarras“ liegt zwischen den Flüssen Trevelez und Poqueira. Viele der Dörfer zählen zu den Pueblos Blancos, weiss gestrichene Häuser, verziert mit Blumen. Aber total eng und verbaute Grundstücke und Straßen. Und auch noch mit unzählbaren Treppenstufen. Trotzdem immer wieder schön anzusehen! Nur mit dem PKW kommt man nicht immer weiter. Dann muss man eben auf das Fortbewegungsmittel „Füße“ umsteigen.

Wir fuhren über die A7 ostwärts, wechselten dann nördlich auf die A44, nördlich des Stausees „Gualdefeo“ bogen wir östlich ab auf die A348. Bis dahin hatten wir schon eine tolle Landschaft Andalusiens durchquert. Erstaunt sind wir immer wieder über die gut ausgebauten Straßen, die meist ein schnelles Fahren erlauben. Speziell die (bisher von uns befahrenen …) Autobahnen sind hervorragend. Nicht nur wegen des guten Ausbaus, sondern auch wegen der vielen Tunnel und Brücken, die sich der Landschaft anpassen! Naja, bei kleineren, gebirgigen Straßen muss man natürlich einige Abstriche machen, da gehts nicht so schnell vorwärts. 😮🙄.

In Lanjaron machten wir einen längeren Halt, um uns kundig zu machen, wo man Quellwasser finden konnte. Ja, gefunden! 5 Liter Kanister aufgefüllt, weil wir das Wasser testen wollten! 😁😋. Danach fuhren wir weiter fast bis Orgiva, der Hauptort der Region. Der Ort wurde im 8.Jh. von den „Berbern“ gegründet und zählt jetzt etwa 5000 Bewohner. Von Ferne sollte man schon die Türme der Kirche aus dem 16.Jh. sehen. Wir fuhren aber vorher ab.

Unser nächstes Ziel sollte dann ein Dorf sein, das nur über eine besonders kurvenreiche und steile Straße zu erreichen war: Canar, ca. weniger als 8 km von Orgiva entfernt, mit ca. 400 Einwohnern. Dagmar war kaum zu bremsen, weil sie bei solchen Straßen besonders munter wird und es kaum abwarten kann, sie zu befahren. Oftmals muss ich sie bremsen, um unterwegs wenigstens ein nicht verwackeltes Fotos zu schießen oder mal wieder einen Blick auf die Landkarte zu werfen. 😄🤔. Wir kamen an…über die Straße 4201, fanden am Ortseingang große Parkplätze und parkten dort. Dann wechselten wir unser Fortbewegungsmittel, unsere Füße, und machten einen Rundgang durch das Dorf. Klein und fein. Neben dem Tourismus leben die Bewohner wohl von Oliven- und Mandelbaumplantagen. In der Mitte des Dorfes steht die Kirche, nahe dabei ein Brunnenbecken, das uns auffiel. Die Kirche war geschlossen, so dass wir einen sehenswerten Schnitzaltar nicht besichtigen konnten.

Dann fuhren wir wieder abwärts, staunten unterwegs über die von uns gefahrenen Serpentinen und kamen dann auch schon auf den Abzweig zur Straße 4231 an. Da teilt sich die Straße, nördlich geht es nach Capileira und/oder Trevelez. Diese beiden bekannten Orte, auch wegen ihrer besonderen Lage, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt anfahren. Das hätte uns mindestens zwei zusätzliche Stunden abverlangt. Aber sie sind in unserem Gedächtnis programmiert.

Wir entschieden an dieser Stelle dann unsere Rückfahrt anzutreten, über die A 446 nach Orgiva zurück nach Torrox – Costa. Bevor wir wieder auf die Autobahn 44 kamen, fuhren wir wieder eine tolle kurvenreiche Strecke und sahen unterwegs viele Kiefern und Eichen an den Straßenrändern. Gegen 15 Uhr kamen wir dann in Torrox an. Unser 6-stündiger Ausflug war wieder ein besonderes Erlebnis.

 

 

 Unsere Route auf Google -Maps -Karte 

 

 

 

 

 

Kurzes Video zum Download: 3 Minuten /28,5 MB:

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El Torcal - ein Ziel der Superlativen!

Heute 8 Stunden unterwegs/ 270 km / Ziel:

El Torcal - ein Besichtigungsmuss!!!!

  

Zu  viert hatten wir heute diese Ziele: Fuenta de Piedra, El Torcal und die Stadt Antequera. Die Wetterkarte forderte uns sozusagen auf, den Sonnentag wahrzunehmen, um vor allem die Felsenlandschaft El Torcal mit Sonne, aber ohne Wind, voll genießen zu können. Die Tagesstrecke für Hin -und Rückfahrt sollte gute 200 km betragen. Wir hatten 2 Möglichkeiten bis dort zu fahren: Fast komplett über die Autobahn A 45 oder über die A 356 und dann erst auf die A 45 wechseln. Wir entschieden uns für beide Strecken, hin von Velez-Malaga aus bis Casabermeja durchs Land, zurück dann schneller über die mautfreie Autobahn bis Torrox.

 

Aber wir wollten weiter als Antequera und El Torcal. Wenn man schon unterwegs ist … 😁😀😉😄. Da gibt es nördlich, ca. 30 km von Antequera entfernt die Lagune Fuente de Piedra, ein besonderes Feuchtgebiet. Hier soll es die größte Flamingokolonie Spaniens geben. Größer wäre nur noch die Kolonie in der Camarque Frankreichs. Die salzhaltige Wasserfläche ist etwa 6,5 km lang und 2,5 km breit - als Binnensee. Bis zu 1 m ist der Wasserstand tief, im Frühjahr trocknet sogar der See aus und lässt das Salz kristallisieren. Der Salzgehalt ist kontinentalen Ursprungs und wird durch die in seinem Becken abgelagerten Mineralien verursacht, die ihm beim Auflösen im Wasser seinen salzigen Charakter verleihen. Die Wasserfläche bietet zahlreichen Vogelarten Nahrung und ist ein bedeutender Rastplatz während des Vogelzugs. Wir hatten eigentlich hunderte von Flamingos erwartet. Aber was war? Wir konnten sie fast zählen… und das auch noch weit entfernt von uns. 🙄😏😮😯. Nichtsdestotrotz war der Besuch interessant und hat unsere Neugierde zufrieden gestellt. Wir statteten noch einen kurzen Besuch im Besucherzentrum ab (Eintritt frei).

Dann ging es aber wieder zurück, über Antequera zum Park El Torcal, ein absolut sehenswerter Gebirgszug! Dafür mussten wir etwa 40 km südwärts fahren. Vor 100 Millionen Jahren war das Gebiet El Torcal noch gänzlich vom Meer, der Tethys, bedeckt, von dem lediglich das Mittelmeer übriggeblieben ist. Dabei bildeten Sedimente massive Kalkschichten. Durch die Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatten hob sich das Land und faltete sich zu einem Gebirge. Dabei drang Wasser ein und spaltete das Gestein immer mehr. Die Erosion wurde noch gefördert durch die für Karstgebiete typische Kohlensäureverwitterung, die eine besondere Zerklüftung der Gesteine verursachte. Zusätzlich kann man feststellen, dass der Härtegrad der abgelagerten Sedimentschichten unterschiedlich war und dadurch heute Teile des Gebirges auch verschieden abgetragen wurden. Nur so sind die außergewöhnlichen Formen zu erklären. Eigentlich sind die Schichten wie „Pfannekuchen“ aufeinander gestapelt, haben dabei aber differenzierte Formen. Das Gebirge liegt auf einer Höhe von ca. 1200 m NN und ist ein Ausläufer der Sierra Subbética.

Viele Wanderer besuchen das Gebiet, um durch die zerklüftete Landschaft zu gehen. Drei Wanderrouten konnten wir auf einer Karte erkennen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben und von 45 bis zu 120 Minuten lang sind. Wir haben uns nur auf einen kurzen, ausgebauten Pfad bewegt, der uns aber auch einen fantastischen Blick über die Felsen und auch das Umland erlaubte. Der Park liegt etwa 14 km von Antequera und ca. 55 km von Malaga entfernt. Über die A 7075 ist der Park erreichbar, die letzten Kilometer allerdings mit einer starken Steigung. Das vorhandene Gebäude am Ziel haben wir nicht besucht, man hätte dort etwas essen können. Uns allen hat die Fahrt bis da absolut gefallen und wir sind uns einig, dass man das Gebirge auf jeden Fall besucht und gesehen haben sollte, wenn es sich irgendwie anbietet.

Dann stand natürlich auch noch eine Mahlzeit an und dafür steuerten wir ein optisch außergewöhnliches Lokal an: Museo Molino Blanco. Das Lokal, eingerichtet wie ein Museum mit alten und uralten unterschiedlichen (Haushalts- und landwirtschaftlichen) Geräten liegt auf halber Strecke zwischen El Torcal und der Stadt Antequera. Dort bestellten wir uns u.a. „Iberisches Schwein“, schwarze Schweine, die sich normalerweise von Eicheln ernähren. Wir hatten wohl in diesem Fall zu viel erwartet, denn es war kein Filet, das wir uns vorgestellt hatten. Aber das hielt uns nicht ab, die Innenräume zu bewundern und zu fotografieren. Es war ein gelungener Abschluß unserer Tagestour.

 

Danach wollten wir eigentlich noch einen etwas ausgedehnten Aufenthalt in der Stadt Antequera machen, aber … irgendwie fehlte dann die Motivation bei uns allen. Klar, die bekannte Burg haben wir aus der Ferne zwar sehen und fotografieren können, aber mehr wollten wir dann auch nicht. Trotzdem fuhren wir dann ungewollt durch die steilen und engen Straßen der Stadt.

Am nordöstlichen Stadtrand liegen die Dolmen de Menga und der Dolmen de Viera aus der Zeit um 3800 v. Chr., die zu den größten Megalithanlagen Europas gehören. Das hätte uns wieder interessiert, haben wir aber verschoben und werden das versuchen, bei einer weiteren Besichtigung umzusetzen. Die Dolmen Viera, Menga und El Romeral wurden 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt, ebenso das Antequera umgebende El Torcal-Gebirge. Nach 8 Stunden waren wir wieder in Torrox. Dieser tolle Tag war zu Ende!

 

Routen unserer bisherigen Touren

 

https://www.andalusien360.de/urlaub-reisen/ausflugsziele/el-torcal

https://www.andalucia.org/de/naturraeume-laguna-de-fuente-de-piedra

https://de.wikipedia.org/wiki/Antequera

 

 

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