Entstehung Andalusiens

Wind und Wolken an der KĂŒste
Wind und Wolken an der KĂŒste

Heute war ein Tag, der sich auszeichnete 😼 ...Wind und Wolken beherrschten die KĂŒste. 😏 Was macht man an solchen Tagen? 🙄

Wir machten einen Haustag. Die einzige Ausnahme war der Besuch eines Chinesen, der fĂŒr uns kochte. NatĂŒrlich nicht nur fĂŒr uns, sondern  fĂŒr viele andere auch. So mussten heute zahlreiche Enten dran glauben und wurden ohne Wenn und Aber verspeist. Danach ging es wieder gegen den Wind zu unserer Ferienwohnung zurĂŒck. Nach einem kurzen Mittagsschlaf wurden wir aber wieder munter. Keine Ahnung warum! Dagmar beschĂ€ftigte sich mit dem Handy, ich schaute mir das Internet  mit dem PC an und kam so auf das heutige Thema Erdgeschichte. Ja, ich finde das interessant und habe hier vor allem Infos von Planet-Wissen.de ĂŒbernommen.

 

Erdgeschichtlicher Überblick Andalusiens

 

entnommen: Planet-wissen.de

 

 

In Andalusien leben Tiere und Pflanzen, die es anderswo nicht gibt. Den Grund dafĂŒr liefert die Erdgeschichte. Im Erdaltertum war Andalusien noch mit Afrika vereint. Die spĂ€tere Trennung der Kontinente hatte gewaltige Auswirkungen.

Andalusien besitzt nicht nur bezaubernde KĂŒsten, sondern ist im Inneren fast komplett bergig: 

 

Die nördliche Grenze Andalusiens bildet ein 400 Kilometer langes und etwa 900 Meter hohes Mittelgebirge, die Sierra Morena. Erdgeschichtlich ist sie das Àlteste Gebiet Andalusiens. Im Erdaltertum (PalÀozoikum) vor rund 420 Millionen Jahren war dort noch ein Meer. Die Erdkruste war in Bewegung, sie hob und senkte sich. Die Ablagerungen am Grund des Meeres bildeten gewaltige Sedimentschichten. Durch Bewegung und Druck der Erdkruste entstand aus diesen Schichten Schiefer, Gneis und Quarzit.

FlĂŒssige Gesteinsschmelze (Magma) drang aus dem Erdinneren nach oben und erstarrte zu Granit. Ein Gebirge bildete sich und erhob sich vor rund 300 Millionen Jahren aus dem Meer. In GesteinsgĂ€ngen sonderten sich dabei Erze ab: Eisen, Blei, Gold und Silber. Schon in der Antike wusste man, dass die Sierra Morena reich an BodenschĂ€tzen ist.

 

Zu Beginn des Erdmittelalters (Mesozoikum), vor rund 200 Millionen Jahren, trennte sich, was zuvor vereint war: Europa und Afrika drifteten auseinander. Das Tethys-Meer entstand, ein VorlĂ€ufer des Mittelmeers, das aber fĂŒnf Mal so groß war wie das heutige Mittelmeer.

Mit mehr als 3.400 Höhenmetern ist die Sierra Nevada im sĂŒdspanischen Andalusien das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel. Von November bis Mai tragen die höchsten Gipfel eine Schneehaube  . Die höchste Erhebung ist der MulhacĂ©n (3482 m ), gefolgt vom Pico del Veleta (3397 m ) und Alcazaba (3392 m ). Das Schmelzwasser der Sierra Nevada versorgt das Umland, unter anderem die GewĂ€chshauskulturen in AlmerĂ­a, die Vega von Granada sowie die StĂ€dte Granada und AlmerĂ­a mit Trinkwasser.

 

Dort lagerten sich im gesamten Erdmittelalter riesige Sedimentschichten ab, bis es in der Erdneuzeit (KĂ€nozoikum), 150 Millionen Jahre spĂ€ter, wieder zu UmbrĂŒchen kam. Die Kontinentalplatten Europas und Afrikas kamen jetzt aufeinander zu und das Tethys-Meer wurde immer schmaler. Dadurch schoben sich die inzwischen 2000 m dicken Sedimentschichten zu einem Faltengebirge zusammen. Auf diese Weise entstand in Andalusien ein 600 Kilometer langer Gebirgszug, die Betische Kordillere mit der Sierra Nevada. Durch die gewaltige Bewegung erhoben sich in Europa und Asien weitere Faltengebirge wie der Himalaja, der Kaukasus, der Apennin, die Alpen und die Karpaten. UrsprĂŒnglich war die Betische Kordillere mit dem marokkanischen Rif-Gebirge verbunden, da es die Straße von Gibraltar, die Meerenge zwischen Mittelmeer und Atlantik, noch nicht gab. 20 Millionen Jahre lang hob und faltete sich das Gebiet in Andalusien, bis sich vor fĂŒnf Millionen Jahren ein Teil wieder senkte. Da erst entstand im SĂŒden Andalusiens die Straße von Gibraltar.


Zwischen der Sierra Morena und der Betischen Kordillere hatte sich eine Senke gebildet, die ĂŒber Jahrmillionen hinweg ein Meeresarm war. Bevor sich die Straße von Gibraltar bildete, war dieser Meeresarm die einzige Verbindung zwischen Mittelmeer und Atlantik. Hier lagerten sich vor allem verwitterte Gesteinsreste aus den Bergen ab. Dann hoben gewaltige Erdbeben das Gebiet ĂŒber den Meeresspiegel. Der Meeresarm verschwand und die Senke zwischen den beiden GebirgszĂŒgen wurde zum Flussbett des Guadalquivirs, zum sogenannten Guadalquivir-Becken. In den vergangenen 2000 Jahren hat der Fluss an seinem Delta riesige Mengen Sediment abgelagert. Was das Meer an Sand zurĂŒck spĂŒlte, bildete bis zu 40 m hohe WanderdĂŒnen. Sie trennen noch heute das Feuchtgebiet vom Meer.

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